Schmerzcafé „PIENE“ startet in der Paracelsus-Klinik Osnabrück

19. Juni 2018 | Ort: Klinik Osnabrück

Austausch, gegenseitige Unterstützung und Information rund um den chronischen Schmerz und gemütliches Kaffeetrinken – all das bietet das Schmerzcafé, mit dem das Interdisziplinäre Schmerzzentrum der Paracelsus-Klinik Osnabrück am 28. Juni startet. In der Zeit von 15 – 16.30 Uhr sind Betroffene, Angehörige und Interessierte herzlich in den Seminarraum der Paracelsus-Klinik im Erdgeschoss der Klinik eingeladen. PIENE, das plattdeutsche Wort für Schmerz, verweist schon deutlich aufs Thema der Veranstaltung: Nach Angaben der Deutschen Schmerzgesellschaft (DGSS) lebt in jedem dritten Haushalt in Europa ein Mensch, der unter Schmerzen leidet. Etwa 17% aller Deutschen sind von lang anhaltenden, chronischen Schmerzen betroffen – also mehr als 12 Millionen Menschen. Eine wirksame Behandlung ist oft komplex und langwierig. Die multimodale Schmerztherapie der Paracelsus-Klinik stellt ein wissenschaftlich fundiertes, effektives und von den Krankenkassen anerkanntes Therapieprogramm zur Schmerzbehandlung dar.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Gespräch mit Menschen, die ein ganz ähnliches Schicksal teilen, unseren Patienten enorm hilft. Mit dem Schmerzcafé „PIENE“ wollen wir eine Plattform schaffen, die zwanglose Begegnungen ermöglicht“, erklärt Dr. Stefan Lauer-Riffard, Chefarzt des Schmerzzentrums, das neue Angebot. Neben dem Austausch wird fundierte Information ganz groß geschrieben. So stellen die Mitarbeiter während der vierteljährlich stattfindenden Treffen das Schmerztherapiekonzept der Klinik vor, informieren zu unterschiedlichen Therapieansätzen und beantworten im persönlichen Gespräch Fragen der Betroffenen. Das Angebot ersetzt ausdrücklich nicht den Besuch in einer Spezialsprechstunde, kann aber einen ersten Einblick in die Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie bieten.

Dass viele von chronischen Schmerzen Betroffene von ihrem Umfeld oft nicht ernst genommen werden, wissen die Schmerzexperten der Paracelsus-Klinik nur allzu gut. Umso hilfreicher ist die gegenseitige Unterstützung der Patienten untereinander. „Wir beobachten immer wieder, dass sich viele Patienten auch nach einem stationären Aufenthalt in der Multimodalen weiterhin treffen, Kontakt halten, sich gegenseitig Tipps geben – manchmal entstehen hier Freundschaften“, weiß Cornelia kleine Klausing, die als ausgebildete Pain Nurse die Patienten auf der Station betreut und begleitet.

Eine Anmeldung für das Schmerzcafé PIENE ist nicht erforderlich. Kaffee, Kuchen und Softgetränke stehen bereit.