Vorträge im Rahmen der Herzwochen

7. November 2019 | Ort: Klinik am Silbersee Langenhagen

Plötzlich und unerwartet: der Sekunden-Herztod -wer ist gefährdet, wie schützt man sich?

Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer. „Besonders gefährdet sind Menschen mit einer Herzkranzgefäßerkrankung, die vorher nicht bekannt sein musste“, warnt der Notfallmediziner und Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entkommen gibt, sondern Komplikationen einer langjährigen Herzkranzgefäßerkrankung, auch koronare Herzkrankheit genannt“, betont der Kardiologe. „Der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod ist daher der Schutz vor einer Herzkranzgefäßerkrankung.“

Wie kommt es zum plötzlichen Herztod?

Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod vor allem durch das plötzliche Auftreten der bösartigsten Herzrhythmusstörung, dem Kammerflimmern. Diese führt innerhalb weniger Sekunden zum Kreislaufkollaps. Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach ca. zehn Minuten tritt der Tod ein. Was können wir tun?
Die deutsche Herzstiftung hat zur Aufklärung die bundesweiten Herzwochen vom 01.-30.11.2019 mit über 1.000 Veranstaltungen (Termine und Ratgeber-Infos unter (www.herzstiftung.de) unter das Motto „bedrohliche Herzrhythmusstörungen“: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod“ gestellt. Die Aufklärungskampagne soll die Menschen darüber informieren, wie es zu den bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, die den Herztod verursachen. Mit welchen Symptomen machen sie sich bemerkbar und wie kann man sich am effektivsten vor dem plötzlichen Herztod schützen? 

Was tun beim Herzstillstand?

Patienten mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand haben nur eine Chance zu überleben: wenn Zeugen vor Ort sind, die das Geschehen beobachten, richtig einschätzen und nach Alarmierung der Notrufnummer (112) sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Ohne eine Erstversorgung durch einen anwesenden Beobachter hat ein Patient mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand kaum eine Chance erfolgreich wiederbelebt zu werden. 

Auch die Paracelsus Klinik am Silbersee beteiligt sich an der bundesweiten Aufklärungskampagne. Die Oberärzte Julia Brandl, Suat Evcümen, Arne Simann und der Chefarzt Dr. med. Michael Neubauer werden über die Thematik referieren. Die Veranstaltung mit anschließender Diskussion findet am Mittwoch, den 13. November in der Zeit von 17:00-19:00 Uhr im großen Konferenzraum der Klinik statt.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Um Anmeldung wird gebeten. (Tel.: 0511 77 94 103).