Zum Weltnichtrauchertag 2018

23. Mai 2018 | Ort: Klinik Golzheim Düsseldorf

Rauchen fördert die Entstehung urologischer Tumoren

Tabakkonsum ist ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs.

Etwa sechs Millionen Menschen sterben nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit jedes Jahr durch Tabakkonsum. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 120.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen, dies entspricht jedem siebten Todesfall. Tabakkonsum steht im Zusammenhang mit vielen Krebserkrankungen, Lungenkrebs ist lediglich der „prominenteste“. Auch für die Entstehung urologischer Tumoren ist das Tabakrauchen vielfach mitverantwortlich. Insbesondere bei Blasenkrebs stellt Rauchen den größten Risikofaktor dar. In Deutschland erkranken jährlich 30.000 Menschen an einem bösartigen Tumor der Harnblase. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen; Blasenkrebs ist bei Männern die zweithäufigste urologische Krebserkrankung. 

„Viele Menschen wissen nicht, dass das Rauchen eine der Hauptursachen, wenn nicht die Hauptursache für die Entstehung von Blasenkrebs ist“, erklärt der Chefarzt und Ärztliche Direktor der Paracelsus-Klinik Golzheim, Prof. Dr. med. Johannes Wolff. „Und weil Harnblasenkarzinome zunächst keine Beschwerden verursachen, wird der Tumor oft erst spät oder über einen Zufallsbefund erkannt“, so Professor Wolff weiter. 

Das Nierenzellkarzinom steht an dritter Stelle der urologischen Tumorerkrankungen; hier sind Männer ebenfalls häufiger betroffen als Frauen. Nikotin zählt auch für die Entstehung von Nierenkrebs zu den Risikofaktoren. Wie die Deutsche Krebsgesellschaft erklärt, nimmt das Risiko einer Krebserkrankung der Niere mit steigender Zahl der täglich gerauchten Zigaretten und mit der Dauer des Rauchens zu. Je früher im Leben mit dem Rauchen begonnen wird, desto höher ist das Risiko, in späteren Jahren an einem Nierenkarzinom zu erkranken. 

Die Paracelsus-Klinik Golzheim ist auf die Diagnose und Therapie urologischer Erkrankungen spezialisiert und widmet sich schwerpunktmäßig der Behandlung von urologischen Tumoren. Mit modernsten Diagnoseverfahren kann das Ärzteteam um Professor Wolff bereits kleinste Veränderungen im Gewebe feststellen und eine geeignete Behandlung einleiten. Wie bei den meisten Krebserkrankungen gilt auch für Blasen- und Nierenkrebs: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 

So liegt bei einem kleinen, organbegrenzten Nierenzellkarzinom die Heilungschance bei etwa 95 Prozent und auch bei großen, aber noch auf das Organ begrenzte Tumoren erreicht man Heilungsraten von 85 - 90 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit Tumoren der Harnblase: „Wenn Blasenkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen gut“, sagt Professor Wolff von der urologischen Fachklinik in Golzheim. „Allerdings bilden sich oft Rezidive, das heißt, der Blasenkrebs kann wieder auftreten. Wer trotzdem weiter raucht, verdoppelt sein Risiko, dass das Blasenkarzinom erneut auftritt“, erklärt der Chefarzt.