1. Spatenstich erfolgt

15. Mai 2018 | Ort: Klinik Adorf

Adorf. Der "1. Spatenstich" am Therapiegarten wurde vergangene Woche getätigt. Der Garten soll im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie in den Therapieplan aufgenommen werden. Der Therapiegarten dient unter anderem dem Erlernen von Schmerzbewältigungsstrategien, dem Erkennen von Leistungsgrenzen und der Förderung der Sinneswahrnehmung. In Hochbeeten kann so gut wie alles angepflanzt werden und der Rücken sowie die Gelenke werden dabei geschont.
Zum bearbeiten, harken und Unkraut jäten müssen die Patienten sich nicht bücken oder auf die Knie gehen. Im Therapiegarten wird richtiges Heben bei Wirbelsäulenerkrankungen, bewegen des Nacken-Schulterbereiches und optimaler Stand bei Knieerkrankungen gelernt. Gleichzeitig kann der Patient entspannen und zu sich finden. Viele Patienten haben einen Garten zu Hause und können die erlernten Bewegungsabläufe zu Hause anwenden. Die Instandhaltung des Gartens und der Hochbeete wird durch die Therapien von Physiotherapie und Ergotherapie bei den Patienten gesichert.

Stürze vermeiden
Die geplante Balancestrecke mit verschiedenem Untergrundmaterial dient der Kräftigung der gesamten Körpermuskulatur, als Koordinations- und Gleichgewichtstraining sowie der Sturzprophylaxe. Die Wahrnehmungsförderung im Bezug auf den eigenen Körper und dessen Grenzen werden vom Patienten erlernt. 

Im Einklang mit sich und der Natur
Das Anlegen eines solchen Therapiegartens ist aus therapeutischer Sicht ein Gewinn für die multimodale Schmerztherapie und vereint pflegerische,  ergo- und physiotherapetische sowie psychologische und ernährungstherapeutische Aspekte. Der Patient gestaltet mit und nimmt sich und seine Umgebung bewusster wahr. Durch den Anbau von verschiedenster Gemüsesorten und Kräutern werden Sinneswahrnehmungen geschult und das Bewusstsein für gesundes Essen gefördert.