Chefarzt Holger G. Hass jetzt Privatdozent

12. August 2019 | Ort: Klinik Scheidegg

Chefarzt schließt Habilitationsverfahren an der Universität Würzburg erfolgreich ab. Lehrtätigkeit eröffnet Lehrtätigkeit intensivere Zusammenarbeit mit der Universität in der Forschung.

PD Dr. med. Holger G. Hass

Die Paracelsus-Klinik Scheidegg gratuliert sehr herzlich ihrem onkologischen Chefarzt Dr. med. Holger G. Hass, der im Juli erfolgreich sein Habilitationsverfahren an der Universität Würzburg abgeschlossen hat und ab sofort den Titel „Privatdozent“ (PD) tragen darf.

Seine Habilitationsschrift behandelt das Thema „Genomisches Profiling und Detektion von molekularen Pathomechanismen und Screening-Markern der Hepato- und Cholangiokarzinogenese“. Dabei geht es im Wesentlichen um die Entdeckung von neuen Markern zur Früherkennung und zur Behandlung von bösartigen Lebertumoren.

„Wir freuen uns sehr über das erfolgreich abgeschlossene Habilitationsverfahren unseres Chefarztes“, so Klinikmanager Martin Schömig. „Durch seine Lehrtätigkeit ergeben sich für die Paracelsus-Klinik Scheidegg interessante Ansatzpunkte“, so Schömig weiter. Gemeint ist damit, dass durch die Lehrtätigkeit von PD Dr. med. Holger G. Hass in Würzburg eine enge Zusammenarbeit mit der Universität und dem Universitätsklinikum besteht, was u.a. dazu geführt hat, dass die Paracelsus-Klinik offizieller Kooperationspartner des CCC Mainfranken (Comprehensive Cancer Center Mainfranken, eine gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums und der Universität Würzburg) wurde und an gemeinsamen Studien sowie Promotionsarbeiten beteiligt ist.

So wird aktuell in Kooperation mit Prof. Dr. med. A. Wöckel, Klinikdirektor der Universitäts-Frauenklinik Würzburg, eine Studie zur Verbesserung des Rehabilitationsangebots durchge-führt. Ziel dieser Studie, die auch von der Deutschen Krebshilfe finanziert wird, ist es, die seelischen Belastungen, den Informationsbedarf sowie die Bedürfnisse von an Krebs erkrankten Frauen in der Akut-Behandlung und Rehabilitation zu erfassen. Denn die betroffenen Frauen sind durch die seelischen und sozialen Folgen meist länger als durch die körperlichen Neben-wirkungen der Krebstherapie beeinträchtigt. Diese Beeinträchtigungen werden im akutmedizi-nischen Bereich jedoch meist nicht ausreichend dokumentiert und untersucht.

Chefarzt PD Dr. Holger G. Hass hofft durch diese Studie mittelfristig bessere Nachsorge-Konzepte nicht nur im Bereich Akut-Versorgung, sondern insbesondere in der Rehabilitation konzipieren, evaluieren und langfristig etablieren zu können. Dies alles kommt dann auch den Patienten in der Paracelsus-Klinik Scheidegg zu Gute.

Der gebürtige Franke Hass, der in Ulm studiert und promoviert hat, absolvierte am Universi-tätsklinikum Tübingen seine internistische und onkologische Facharztausbildung, bevor er, nach Tätigkeit als onkologischer Oberarzt im Marienhospital in Stuttgart im Herbst 2008 die ärztliche Leitung der Paracelsus-Klinik in Scheidegg übernommen hatte. Seit 2009 ist PD Dr. Hass zudem im ambulanten Bereich als ermächtigter Onkologe im Kreis Lindau mit eigener Praxis tätig.

Schon seit 2010 unterrichtet Dr. Hass an der Medizinischen Klinik der Universität Würzburg, wo er zudem 2011 seine Ausbildung zum Gastroenterologen erfolgreich abschließen konnte.