Hilfe bei Analbeschwerden von Hämorrhoiden bis zur Stuhlinkontinenz

12. März 2018 | Ort: Klinik Hemer

Dr. med. Jamal Driouch spricht in der Paracelsus-Klinik über die Behandlungsmöglichkeiten

Der leitende Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. med. Jamal Driouch informiert in der Paracelsus-Klinik am Mittwoch, 14. März um 18.00 Uhr über Erkrankungen in der Analregion und über Behandlungsmöglichkeiten, die die Lebensqualität verbessern. Der After ist für viele Menschen eine unangenehme Region. Die Menschen scheuen sich beim Hausarzt oder Proktologen vorzustellen, weil es häufig als ein unästhetisch empfundenes Organ gesehen wird. Von Hämorrhoiden oder Analfisteln sind nach Schätzung von Ärzten rund ein Drittel aller Deutschen betroffen, bei den über 50-Jährigen vermutlich sogar fast die Hälfte. Die schmerzenden Abszesse und Fissuren am After und die damit einhergehenden Beschwerden wie Jucken, Brennen, Nässen und Wundsein sollten offen besprochen und diskutiert werden. 

Die Paracelsus-Klinik hat die »Sakrale Neurostimulation« als neue Methode der Inkontinenzbehandlung mit Herrn Dr. Driouch eingeführt. Diese Behandlung wird bei Enddarm- sowie bei Blasenfunktionsstörungen eingesetzt und bei richtiger Indikationsstellung und Ausschluss anderer Ursachen ist ein Erfolg von 70 – 80 Prozent zu verzeichnen. Zunächst erfolgt eine Testphase, bei der eine Stimulations-Elektrode außerhalb des Rückenmarks an den Sakralnerven angebracht und an einen externen Schrittmacher angeschlossen wird. Bei erfolgreicher Testung  mit einer Verbesserung der Inkontinenzbeschwerden von >50 Prozent wird ein permanenter Schrittmacher ins Fettgewebe des oberen Gesäßbereichs verlegt, sodass dieser im Allgemeinen von außen nicht sichtbar ist. 

Der Facharzt beantwortet auch Fragen wie zum Beispiel: Wie unterscheide ich Hämorrhoidalbeschwerden von anderen Erkrankungen? Wer ist mein ärztlicher Ansprechpartner? Wann muss ich sofort handeln und zum Arzt gehen, um schlimmeres zu vermeiden? 

Der Vortrag findet im Mehrzweckraum der Paracelsus-Klinik Hemer statt und der Eintritt ist kostenlos. Nach dem Vortrag beantwortet Herr Dr. Driouch persönliche Fragen.