Neue Behandlungsansätze bei Inkontinenz in Golzheim

12. März 2018 | Ort: Klinik Golzheim Düsseldorf

Urologische Fachklinik widmet sich einem Tabuthema

Oberarzt PD Dr. Hoda bespricht mit seinen Patienten die geeignete Therapiemethode.

Inkontinenz oder auch Blasenschwäche ist international und deutschlandweit ein sehr verbreitetes Leiden. Nach heutiger Schätzung sind in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen davon betroffen, und ihre Zahl steigt ständig an. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist damit zu rechnen, dass im Jahr 2050 fast 30 Prozent der Bevölkerung unter Inkontinenz leiden werden. Trotz ihrer hohen Verbreitung ist die Volkskrankheit Blasenschwäche immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema. Viele Betroffene zögern lange, bevor sie sich zu einer Behandlung entschließen. 

Mit dem Ausbau des Fachbereichs Inkontinenz will die Paracelsus-Klinik Düsseldorf Betroffene ermutigen, sich frühzeitig fachkundige Hilfe zu suchen. Oberarzt und Sektionsleiter Priv.-Doz. Dr. med. Raschid Hoda macht das Thema Inkontinenz zu einem weiteren medizinischen Schwerpunkt der urologischen Fachklinik und bietet seinen Patienten im ersten Schritt eine spezielle urologische Diagnostik an: Neben speziellen Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen der Harnblase und der Nieren sowie Funktionsprüfungen von Blase und Schließmuskel besteht die Möglichkeit einer Blasenspiegelung und eines Beckenboden-MRTs (in Kooperation mit auswärtigen Röntgeninstituten), um den Ursachen der Inkontinenz auf den Grund zu gehen. Die Therapiemöglichkeiten sind ebenfalls weit gefächert: Die Paracelsus-Klinik setzt zur Verbesserung der Blasenfunktion Beckenbodentraining, medikamentöse Behandlung, Botox-Injektionen oder auch operative Eingriffe wie beispielsweise minimal-invasive Beckenbodenrekonstruktionen mittels Laparoskopie (Bauchspiegelung, Schlüsselloch-Technik) ein. Darüber hinaus steht mit der Möglichkeit eines so genannten Blasenschrittmachers (sakrale Neuromodulation) ein neues, minimal-invasives Therapieverfahren zur Behandlung von Blasenfunktionsstörungen beispielsweise bei schwacher Blase mit Restharnbildung oder aber auch bei einer überaktiven Blase mit sehr häufigen Toilettengängen zur Verfügung. 

Sein vordringliches Therapieziel formuliert Dr. Hoda so: „Wenn es gelingt, die Kontinenz zu verbessern, geht damit eine Wiederherstellung der sozialen Kompetenz und eine Steigerung der Lebensqualität einher. Das ist uns besonders wichtig, denn Inkontinenz ist leider immer noch ein Tabuthema.“ Die Vielfältigkeit der therapeutischen Möglichkeiten erfordert eine Zuordnung der vorliegenden Störung zur entsprechenden Inkontinenzform, um ein optimales Therapieergebnis zu ermöglichen. Auch die individuellen Erwartungen der Patienten fließen in die Therapie ein. Nicht selten werden operative und medikamentöse Therapieprinzipien kombiniert. 

Weitere Informationen unter:

www.paracelsus-kliniken.de/duesseldorf-golzheim/inkontinenz