Neue Knieprothesen aus dem 3D-Drucker in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg

22. April 2016 | Ort: Klinik Henstedt-Ulzburg

Seit Beginn des Jahres können Patienten der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg neue Knieprothesen eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um zementfreie Prothesen aus Titan, die in einem 3D-Drucker hergestellt werden.

Seit drei Jahren gibt es sie schon auf dem amerikanischen Markt mit dem Resultat: gute Erfolge und gute Standzeiten. In Deutschland arbeiten zwei Referenz-Kliniken seit einem Jahr mit den neuen Knieprothesen. „Wir sind in Norddeutschland die erste Klinik, die diese Prothesen einsetzt“, sagt Dr. Christian Clausen, Chefarzt der medizinischen Abteilung für Unfall-, Hand-, Fuß- und wiederherstellende Chirurgie. „Seit Januar haben wir schon fünf zementfreie Knieprothesen eingebaut. Die Patienten sind sehr zufrieden“, so Dr. Clausen.

Vor allem für jüngere Patienten bis 65 Jahre sind die Prothesen von Vorteil, da sie einen vermehrten Knochenerhalt garantieren. „Sie gewährleisten ein erhöhtes Einwachsen in die Knochen und mehr Stabilität“, sagt der Orthopäde. Das neue Knie ist dadurch von Anfang an voll belastbar. Ein weiterer Vorteil: Im Falle von späteren Operationen lässt sich die Prothese besser auswechseln.

Wo zuvor Zement der Kleber zwischen Prothese und Knochen war, hat der 3D-Drucker bei den neuen Produkten eine poröse Oberfläche geschaffen, die für mehr Stabilität und schnelleres Einwachsen sorgt.

Da das Einsetzen der neuen Prothesen schwieriger ist, hat Dr. Christian Clausen eine Fortbildung in Irland besucht, um den Patienten mit sicherer Hand die Knieprothesen einbauen zu können.