Reha begeistert Fachkräfte

26. September 2019 | Location: Klinik Scheidegg

• Bundesweiter Reha-Tag am 28. September 2019 • Paracelsus-Klinik Scheidegg gibt Einblicke in die Arbeit von Therapeuten • Telefon-Hotline zu Chefarzt PD Dr. Holger G. Hass am 1. Oktober 2019

Drei Therapeutinnen der Paracelsus-Klinik Scheidegg gaben Einblick in Ihren Arbeitsalltag.

Am 28. September 2019 findet dieses Jahr der bundesweite Reha-Tag statt. Rund um diesen Termin finden in vielen Reha-Kliniken in Deutschland Aktionen statt, um auf das Thema Rehabilitation aufmerksam zu machen. Patienten, die vor einer Reha-Maßnahme stehen, fragen sich, was sie bei einer Reha erwartet. Therapeuten wiederum fragen sich, ob die Tätigkeit in einer Klinik Vorteile bringt. Die Paracelsus-Klinik Scheidegg nimmt den diesjährigen „Deutschen Reha-Tag“ zum Anlass, um zu zeigen, wie interessant und abwechslungsreich es sein kann, in einer onkologischen Reha-Klinik zu arbeiten.

Telefon-Hotline für Fragen zur onkologischen Reha

Außerdem bietet die Klinik interessierten Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen die Möglichkeit, sich bei Chefarzt PD Dr. Holger G. Hass telefonisch über die onkologische Rehabilitation im allgemeinen und speziell über die Reha-Maßnahmen in der Paracelsus-Klinik Scheidegg zu informieren. Am Dienstag, 1. Oktober 2019 steht der Chefarzt von 16.00 bis 18.30 Uhr unter Tel. 08381 501-504 persönlich zur Verfügung.

Einblick in den Therapiealltag

Die moderne Krebstherapie hat große Auswirkungen auf den Körper und die körperliche Leistungsfähigkeit von Patienten. Im Alltag spüren sie, dass Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit fehlen, leiden teilweise unter einer Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie oder Gedächtnisschwierigkeiten (Chemobrain). Die Therapeuten der Sport- und Bewegungstherapie, der Physio- und Ergotherapie trainieren diese Defizite gezielt. Damit helfen sie Patientinnen und Patienten ein Stück Lebensqualität zurück zu gewinnen. Doch was unterscheidet die Arbeit in einer Reha-Klinik von der Arbeit z.B. in einer Physiotherapiepraxis? Drei Therapeutinnen aus Sport-, Physio- und Ergotherapie sind sich einig: Es ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. In einer Reha-Klinik arbeiten viele Fachkräfte unter einem Dach, die sich gegenseitig, z.B. in regelmäßigen Teamsitzungen über jeden einzelnen Patienten austauschen. Der interdisziplinäre Austausch hilft, dass alle Therapeuten aus den verschiedenen Abteilungen immer auf dem neuesten Stand sind und Therapiepläne zeitnah für die Patienten angepasst werden können. So können Therapeuten gezielter und effektiver arbeiten.

Arbeit in der Reha-Klinik ist vielseitig

Auch die Vielseitigkeit, die die Arbeit in einer Reha-Klinik mit sich bringt, ist den Therapeuten wichtig. „Wir Physios stehen hier nicht nur an der Behandlungsbank und massieren“, meint z.B. Isabella Gerstmayr aus der Physiotherapie. Die Physiotherapeuten der Paracelsus-Klinik Scheidegg betreuen ebenso das Geräte- und Ergometer-Training, halten Vorträge und machen mit den Patienten auch Gehtraining im Freien. So erarbeitet ein Therapeut z.B. in der Krankengymnastik mit dem Patienten einen neuen Bewegungsablauf. In der Gruppentherapie, z.B. beim Gehtraining, kann er dann beobachten, ob der Patient dies in einer völlig anderen Situation umsetzt. Auch in der Ergotherapie ist die Tätigkeit abwechslungsreich: Das Ar-beitsspektrum sieht hier Sensibilitätstraining, Therapien zur Verbesserung der Feinmotorik oder bei Gelenkschmerzen, Hirnleistungstraining, Hilfsmittelberatung sowie eine Beratung zur Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) vor. Abgerundet wird die Tätigkeit durch Kreativtherapien, bei denen Patienten abschalten können.

Interne und externe Fortbildungen unterstützen das Expertenwissen

Auch Begleiterkrankungen werden in der Paracelsus-Klinik Scheidegg mitbehandelt. Dennoch ist das Krankheitsspektrum die Onkologie. Dies ermöglicht den Therapeuten, sich bei ihrer Arbeit in das Thema zu vertiefen und sich zu Experten auf diesem Fachgebiet zu entwickeln. Zusätzlich führen regelmäßige interne und externe Fortbildungen dazu, dass die Therapeuten immer auf dem neuesten Stand sind, was den Patienten zu Gute kommt. Bleibt am Ende noch die Frage, wie belastend der tägliche Umgang mit onkologischen Patienten für die Therapeuten ist. Auch hier sind sich alle drei Therapeutinnen einig: „Man schätzt seine eigene Gesundheit und die seiner Familie und Freunde umso mehr“, so Sporttherapeutin Tanja Weixler. Und Ergotherapeutin Isabel Pech ergänzt: „Man lernt das Schöne auch in kleinen Dingen zu sehen“. Die Therapeuten begleiten die Patienten in der intensiven Therapiezeit während ihres Reha-Aufenthalts. In dieser Zeit ändern viele Patienten ihre Lebenseinstellung, lernen ihren Körper neu kennen und leben bewusster. Die Therapeuten sind Teil dieser Entwicklung, worüber alle auch ein wenig stolz sind und was alle am Ende das Tages zufrieden in den Feierabend gehen lässt.

Das ausführliche Interview mit den Therapeutinnen finden Sie hier.