7. Dezember 2020

Operation gelungen, Stimme geschützt

  • An der Paracelsus-Klinik Bad Ems senkt modernste Technik das Risiko des Stimmverlustes bei Schilddrüsenoperationen
  • Wohnortnahe Behandlung von Patienten aus der Region ist dank erfahrener Ärzte und modern ausgestatteter Klinik kein Problem

Müdigkeit, gedrückte Stimmung, Gewichtsveränderung oder auch Gedächtnisprobleme: Die Symptome einer Störung oder Erkrankung der Schilddrüse beginnen meist unbemerkt. Und sie sind in Deutschland weit verbreitet. Bei etwa jedem dritten Erwachsenen bildet sich im Laufe des Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung. Mit zunehmendem Alter steigt zudem die Häufigkeit. „Die Schilddrüse hat im Körper eine wichtige Funktion, denn sie steuert über Hormone zahlreiche Körperfunktionen, unter anderem Stoffwechsel, Kreislauf, Wachstum sowie unser psychisches Wohlbefinden“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Martina Kötting, Chefärztin der allgemein- und viszeralchirurgischen Abteilung der Paracelsus-Klinik Bad Ems. „Über- oder Unterfunktionen, aber auch Änderungen in Größe und Beschaffenheit wie Knoten oder Tumoren können gravierende Folgen für den Patienten haben.“ Wenn medikamentöse Einstellungen nichts mehr nutzen, Probleme beim Atmen oder Schlucken oder aber bösartige Gewebeneubildungen vorhanden sind, kann es notwendig sein, Teile der Schilddrüse oder sogar das ganze Organ chirurgisch zu entfernen.

Neuromonitoring schützt die Stimme

In der allgemein- und viszeralchirurgischen Abteilung der Paracelsus-Klinik Bad Ems ist man darauf bestens vorbereitet. Bis zu 100 solcher Operationen wurden dort bereits im Jahr von erfahrenen Operateuren durchgeführt. Obwohl der Routineeingriff in der Regel nur mit einem Krankenhausaufenthalt von ein oder zwei Tagen verbunden ist und die Operation minimalinvasiv nur knapp zwei Stunden dauert, ist sie nicht ohne Risiko. „Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das unterhalb des Kehlkopfes an der Luftröhre liegt. Wir operieren nah am Stimmbandnerv, der während der OP leicht verletzt werden könnte“, berichtet Chefärztin Dr. Kötting. „Das kann im schlimmsten Fall zu erheblichen und dauerhaften Schwierigkeiten beim Sprechen führen.“ Das Problem: In Struktur und Farbe sind die Nerven dem Bindegewebe und kleinen Blutgefäßen sehr ähnlich und können leicht verwechselt werden. Um den Nerv zu schützen, setzt man an der Paracelsus-Klinik in Bad Ems deshalb auf modernste Technik – das sogenannte Neuromonitoring. Mit minimalen elektrischen Impulsen über Spezial-Sonden überwacht ein eigens angeschafftes Gerät laufend die Nervenbahnen, gibt akustische Signale und zeigt dem Operateur und seinem Team auf einem Display an, ob alles in Ordnung ist. „Wir konnten bereits sehr positive Erfahrungen mit dieser Technik sammeln und setzen sie jetzt bei Schilddrüsenoperationen standardmäßig ein“, berichtet Dr. Kötting. „So können unsere Patienten und wir sicher sein, dass dem Stimmbandnerv nichts passiert. Mit dieser Technik sind wir in der Region führend. Wer eine Schilddrüsenoperation plant, ist bei uns mit unserer jahrelangen Erfahrung bestens aufgehoben.“ Eine ganz besondere zusätzliche Expertise kann Chefärztin Dr. Martina Kötting darüber hinaus persönlich vorweisen: Sie operiert auch Nebenschilddrüsen. Die vier reiskorngroßen Erhebungen auf der Schilddrüse sind für den Calcium-Haushalt und damit auch für die Knochen und Nieren zuständig. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kommt es in der Regel darum häufig auch zu einer Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen. „Auch hier können wir an der Paracelsus-Klinik in Bad Ems helfen“, bietet Dr. Martina Kötting an. „Wer als dialysepflichtiger Patient an der Nebenschilddrüse operiert werden muss, kann sich vertrauensvoll an uns wenden.“

Bei Symptomen rechtzeitig zum Arzt

Allen, die bei sich Probleme mit der Schilddrüse vermuten und erste Symptome beobachten, empfiehlt die versierte Chirurgin zunächst den Gang zum Hausarzt. Dort wird die Basisuntersuchung per Ultraschall gemacht und festgestellt, ob die Schilddrüse eine Fehlfunktion oder zum Beispiel Knoten hat. Bei einem Krankheitsbefund geht es anschließend weiter zum Nuklearmediziner. Er kann mittels einer Szintigrafie ein Bild von der Schilddrüse erstellen und die Fehlfunktion genauer analysieren. Je nach Befund gibt es anschließend unterschiedliche Behandlungsmethoden und -strategien, die von den behandelnden Ärzten festgelegt werden. Sie reichen von einer medikamentösen Einstellung der Schilddrüse über eine Radiojod-Therapie bis zur Operation an der Paracelsus-Klinik in Bad Ems. „Als Ärztin kann ich nur dazu raten, bei Problemen mit der Schilddrüse rechtzeitig in medizinische Behandlung zu gehen“, schließt Dr. Kötting. „Auch die derzeitige Covid-19-Pandemie sollte kein Grund sein, gesundheitliche Probleme zu ignorieren oder geplante Operationen zu verschieben. Wir haben in Bad Ems ein hervorragendes Hygienekonzept und können Operationen sicher und zuverlässig durchführen.“