Ernährung

Ernährungsprobleme bei Tumorpatienten hängen von verschiedenen Faktoren ab: von der Art der Tumorerkrankung, dem Tumorstadium, der Tumorlokalisation und der Behandlungsart.

Ernährungszustand und Gewichtsverlust haben Einfluss auf den Behandlungserfolg und die Überlebenszeit. Zu einer Mangelernährung (Malnutrition) kommt es durch den krankheitsbedingten Gewichtsverlust und einem daraus resultierenden Eiweiß- und Nährstoffmangel.
Das deutlichste Zeichen einer Mangelernährung ist der relativ starke Gewichtsverlust in kurzer Zeit. Fast jeder Krebspatient hat Angst vor dem Abnehmen, weil damit unbewusst ein Fortschreiten der Krankheit assoziiert wird!
Anzeichen einer Mangelernährung sind: Müdigkeit, Erschöpfung und schlechtes Allgemeinempfinden. Folgen einer Malnutrition: Schwächung des Immunsystems, Verschlechterung der Wundheilung, gesteigerte Infektanfälligkeit und Muskelschwäche. Daraus resultieren Stoffwechselstörungen und eine verminderte Toleranz gegenüber onkologischen Therapien! Der Tagesbedarf eines tumorerkrankten Menschen beträgt ungefähr 3.200 kcal. Oder 45-50 kcal pro kg Sollgewicht. Die einfachste Berechnung des Sollgewichts erfolgt mittels Brocca-Formel (Körpergröße in cm – 100).

Dieses Ernährungsdefizit von Tumorpatienten gilt es durch Schulungsmaßnahmen, sowie durch enterale und wenn notwendig parenterale Nahrungsergänzung zu beheben. In einer engen Kooperation mit der Ernährungsambulanz der Universitätsklinik Münster, die im Rahmen gemeinsamer Sprechstunden intensiv gepflegt wird, betreuen wir Krebspatienten mit Mangelernährung interdisziplinär.

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