Tumordiagnostik

Tumordiagnostik in der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück

CT-Gerät zur Diagnostik in der Abteilung für Hämatologie und Internistischen Onkologie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück

Falls Ihr Hausarzt bei Ihnen einen Verdacht auf Krebs hat, wird er wahrscheinlich eine Reihe von Untersuchungen anordnen. Einige dieser Tests können direkt von Ihrem Hausarzt durchgeführt werden, während andere nur in spezialisierten onkologischen Zentren durchgeführt werden können.

Diagnoseverfahren in der Onkologie

Biopsie

Ein kleines Gewebestück wird chirurgisch entfernt und vom Pathologen unter einem Mikroskop untersucht. Abhängig von der Lokalisation des Tumors, können manche Biopsien ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Endoskopie

Ein flexibler Schlauch mit einer kleinen Kamera am Ende wird in Körperhöhlen eingeführt und ermöglicht es dem Arzt verdächtige Stellen zu begutachten. Es gibt verschiedene Sorten von Endoskopien, die jeweils entwickelt wurden, um bestimmte Regionen des Körpers zu beurteilen. Bei einer Koloskopie wird z.B.  der Dickdarm (das Kolon) untersucht, während bei einer Bronchoskopie die Bronchien untersucht werden.

Blutuntersuchungen

Manche Krebsarten führen zur Erhöhung von bestimmten Substanzen im Blut, sogenannten Tumormarkern. Diese können nachgewiesen werden und wichtige Hinweise auf den Verlauf oder auch das Neuauftreten von bestimmten Krebsarten liefern. Ein Bluttest für Prostatakrebs bestimmt z.B. die Menge des prostataspezifischen Antigens, kurz PSA genannt. Erhöhte PSA-Spiegel können einen Hinweis auf Prostatakrebs sein. Um eine sichere Diagnose zu stellen, sollte man jedoch neben einem Bluttest immer auch andere Untersuchungen und Methoden hinzuziehen.

Röntgenaufnahmen

Dieses am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren zeigt dem Spezialisten verdächtige Zeichen, die auf Krebs hinweisen.

Computertomografie (CT)

Dieses Verfahren nutzt ebenfalls Röntgenstrahlen, um mit einem speziellen Röntgengerät sowie einem angeschlossenen Computer Schnittbilder des menschlichen Körpers zu erstellen. Dieses Verfahren ist präziser als einfache Röntgenaufnahmen und bietet detailliertere Bilder.

Magnetfeldresonanztomografie (MRT)

Mittels eines starken magnetischen Feldes erstellt dieses Verfahren detaillierte Schnittbilder der weichen Gewebe, Organe und Blutgefäße des Körpers.

Ultraschall

Dieses auch Sonografie genannt Verfahren nutzt Schallwellen von hoher Frequenz, um festzustellen, ob ein verdächtiger Gewebsknoten fest oder mit Flüssigkeit gefüllt ist. Auch lassen sich z.B. Metastasen in inneren Organen wie der Leber mit dem Ultraschall darstellen.

Szintigrafie 

Bei diesem Verfahren verabreicht man schwach radioaktiv markierte Stoffe, die sich dann in bestimmten Organen oder auch an krankhaften Prozessen anreichern. Durch einen Detektor ist man anschließend in der Lage, ein Bild zu erstellen, das Veränderungen oder krankhafte Prozesse im Körper anzeigt. Dieses Verfahren wird vor allem auch in Form der Skelettszintigrafie angewandt, um Knochenmetastasen zu erkennen. Hier arbeiten wir eng mit der Abteilung für Nuklearmedizin zusammen.

Genetischer Test bei Brustkrebs

Der genetische Test EndoProtect® ist Teil des Behandlungskonzeptes bei Brustkrebs. Der Test ermöglicht es, Brustkrebspatientinnen, die aufgrund spezifischer Tumoreigenschaften auf eine Chemotherapie nicht anspringen würden, bereits am Beginn der Therapie zu identifizieren und damit eine Chemotherapie von vorneherein zu vermeiden. Der Test kann vom Pathologen vor Ort durchgeführt werden, Ergebnisse liegen innerhalb von 24 Stunden vor. Die Kosten des Tests werden von den Krankenkassen übernommen. In Niedersachsen ist die Paracelsus-Klinik eine der wenigen Kliniken, die den Test in ihr Behandlungskonzept integriert hat.