Behandlung von Hirntumoren

Mikrochirurgische Eingriffe an Gehirn, Hirnanhangsdrüse, Rückenmark, Wirbelsäule

Tumorchirurgie in Osnabrück

Mehr als 5000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an einem Gehirntumor, betroffen sind Kinder ebenso wie Erwachsene. Die Abteilung für Neurochirurgie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück unter Leitung des Neurochirurgen Chefarzt Prof. Dr. Franz-Josef Hans ist seit mehr als vier Jahrzehnten auf die Behandlung von gut- und bösartigen Hirntumoren spezialisiert und ist damit in der Region das führende Kompetenzzentrum für die Behandlung von Hirntumoren.

Mögliche Symptome eines Hirntumors

Oft bemerken Betroffene diesen Tumor zunächst über einen längeren Zeitraum nicht. In vielen Fällen entdecken die Kollegen aus der Neurologie einen Hirntumor im Rahmen einer neurologischen Untersuchung. Folgende Beschwerden und Störungen können Anzeichen für einen Hirntumor sein:

  • Schwindel und neu auftretender Kopfschmerz
  • unwillkürliche Zuckungen einer Extremität oder Körperhälfte
  • Übelkeit und Erbrechen ohne Hinweis auf eine Magen-Darm-Erkrankung
  • Sehstörungen
  • Lähmungserscheinungen

Hirntumore und Metastasen

Wir unterscheiden primäre und sekundäre Hirntumoren. Primäre Hirntumoren bilden sich aus verschiedenen Zellen des Gehirns. Bei den sekundären Hirntumoren handelt es sich um Tochtergeschwülste (Metastasen) von Tumoren anderer Organe. Die primären Hirntumoren wiederum unterteilen sich in gut- und bösartige.

Gutartige Hirntumore

Gutartige Tumoren wachsen sehr langsam und gut abgegrenzt. Rechtzeitig erkannt, verkürzen gutartige Geschwulste die Lebenserwartung in aller Regel nicht. Gutartig heißt aber nicht ungefährlich. Durch den knöchernen Schädel ist der Raum für das Gehirn begrenzt. Ein Puffervolumen ist kaum vorhanden. Macht sich dann ein Tumor breit, verdrängt er das umgebende Gewebe oder erschwert den Abfluss der Gehirnflüssigkeit (Liquor). Der Druck im Schädelinneren nimmt immer weiter zu und kann so das Gehirn lebensbedrohlich schädigen. Sehr äufig treten die von den Hirnhäuten ausgehenden Meningeome auf. Sie sind meist gutartig, wachsen sehr langsam, werden aber oft erst spät erkannt.

Bösartige Hirntumore

Bösartige Hirntumoren dagegen sind schon im Frühstadium sehr gefährlich. Nicht nur weil sie sehr schnell wachsen, sondern auch, weil sie in gesundes Hirngewebe eindringen. Zu den häufigsten Gehirntumoren zählen die Gliome. Sie machen 50 Prozent aller primären Geschwülste aus.

Die Behandlung von Hirntumoren

Tumorerkrankungen werden in der modernen Medizin immer fachübergreifend behandelt. An der Paracelsus-Klinik bilden Fachärzte aus den Bereichen Neurologie, Neuroonkologie, Neuroradiologie, Strahlentherapie, Neurochirurgie und Psychoonkologie ein kompetentes Behandlerteam, das innerhalb eines so genannten Tumorboards zusammenarbeitet.

Die meisten Tumoren versuchen wir operativ vollständig zu entfernen. Bei gutartigen Geschwülsten liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent. Aber auch bei bösartigen Tumoren sind wir nicht mehr machtlos. Je nach Diagnose, folgt auf die Operation eine Strahlenbehandlung, um möglichst alle entarteten Zellen zu entfernen.

Ob ein Tumor operativ komplett entfernt werden kann, hängt von Art, Ort und Ausdehnung des Tumors ab. Modernste Verfahren ermöglichen heutzutage allerdings einen größtmöglichen Behandlungserfolg. Es stehen an der Paracelsus-Klinik Osnabrück Computertomografie, Magnetresonanztomografie und PET/CT zur exakten Lokalisation des Tumors zur Verfügung. Intraoperatives Neuromonitoring, Neuronavigation, Fluoreszenztechnik und der 3D-Ultraschall ermöglichen es dem Operateur, den Tumor sicher und möglichst vollständig zu entfernen, ohne umliegendes Gewebe zu schädigen.

Prof. Dr. med. Franz-Josef Hans über Hirntumortherapie