Amyotrophe Lateralsklerose

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Betroffen ist das so genannte erste und zweite Motorneuron, das seinen Ursprung in der motorischen Hirnrinde und dem Rückenmark hat, zu den Muskeln zieht und diese erregt. Die in der Folge auftretende Verminderung der Muskelsubstanz führt zu einer Muskelschwäche (Parese). 

Im Schnitt sind etwa vier von 100.000 Menschen in Deutschland an ALS erkrankt, Männer häufiger als Frauen. In der Regel erkranken die Betroffenen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Der Krankheitsverlauf dieser sehr seltenen Erkrankung ist sehr schnell, die Fünfjahresüberlebensrate liegt bei 14 bis 25 Prozent. 

Ursachen der ALS

Die Ursachen für die Erkrankung sind bis heute unklar. Bei fünf bis zehn Prozent der Erkrankten lässt sich eine genetische Veränderung feststellen. Der Großteil erfolgt aber sporadisch. Berühmtester ALS-Patient ist der Astrophysiker Stephen Hawking. Er leidet an einer besonderen Variation der Krankheit, der juvenilen ALS, die sich durch einen untypisch langsamen Krankheitsverlauf auszeichnet.

Symptome bei ALS

  • fortschreitende Muskelschwäche
  • schwerfällige Sprache
  • unwillkürliche Muskelzuckungen sehr kleiner Muskelgruppen (Faszikulationen)
  • fortschreitende Beeinträchtigung der allgemeinen Bewegungsfähigkeit, der Atmung und des Schluckvorgangs

Behandlung bei ALS

Bei einer so schlimmen Erkrankung wie ALS ist die sichere Diagnosestellung immens wichtig. Mithilfe einer Elektromyographie (EMG) wird die elektrische Muskelaktivität gemessen. Bei ALS müssen mehrere Ebenen der Muskulatur verändert sein. 

Bislang gibt es kein Heilmittel gegen diese Erkrankung. Lediglich das Medikament Riluzol verlängert die Lebensdauer und hält die Erkrankung länger in frühen Stadien. Neben der Medikation mit Riluzol steht die symptomatische Behandlung bei ALS im Vordergrund.

Symptomatische Therapie bei ALS

  • Ergo- und Logopädie
  • Krankengymnastik
  • Hilfsmittel zum Sprechen
  • cpap-Maske zur besseren Sauerstoffversorgung

Eiskalter Einsatz für ALS-Forschung

Ärzte und Klinikleitung der Paracelsus-Klinik Osnabrück haben am 21. August 2014 an der "Ice Bucket Challenge" teilgenommen. Ziel der weltweiten Kampagne ist es die Aufmerksamkeit für die Nervenkrankheit "ALS" zu erhöhen und Spendengelder zur Grundlagenforschung zu sammeln. Der Osnabrücker Sender Os1.tv berichtete in den Nachrichten vom 22. August 2014.

Die Krankheit hinter der Ice Bucket Challenge

Zurzeit in aller Munde: ALS und die so genannte Ice Bucket Challenge. Doch worum handelt es sich bei der Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) überhaupt? Dies interessierte die Redaktion von OS1.TV. Sie  lud Privat-Dozent Dr. Cornelius Bachmann, Chefarzt für Neurologie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück, ins Studio ein, um Genaues zu erfahren.

 

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