Gefäßerkrankungen

Behandlung von Gefäßerkrankungen

Das Gehirn des Menschen reagiert empfindlich auf die Unterbrechung der Sauerstoffversorgung. Da diese vom Blutkreislauf bereitgestellt wird, kann grundsätzlich jede Fehlfunktion des Herzkreislaufsystems auch Auswirkungen auf die Funktionsweise des Gehirns haben. Gefäßengstellen, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand sowie die meist angeborenen Gefäßmissbildungen können die Funktionsfähigkeit des Gehirns teilweise oder ganz außer Gefecht setzen.

Schnelle Hilfe

Je akuter die Beeinträchtigung, desto eiliger ist Hilfe geboten. Schlaganfälle und Blutungen gehören zu den schwerwiegendsten Folgen akuter Durchblutungsstörungen im Gehirn. Je schneller der Patient versorgt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Folgeschäden verhindert oder vermindert werden können. Dabei geht es oft um wenige Minuten.

Die Ursachen für die oben genannten Störungen sind äußerst vielfältig, zu den bekanntesten gehören sicherlich Gefäßverschlüsse durch Emboli, Thrombosen sowie Aneurysmata. In enger Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie, der Neurochirurgie und den Gefäßchirurgen stellen die Neurologen Art und Ausmaß des Schadens fest, stellen Therapiepläne auf und legen die Medikation der Patienten fest.

Versorgung bei Schlaganfall

Die Schlaganfallstation (Stroke Unit) der Klinik mit 4 Betten ist auf eine rasche und umfassende Versorgung von Schlaganfall-Patienten hin ausgerichtet. Eine solch spezialisierte Station nimmt innerhalb der Versorgungskette eine Schlüsselstellung ein. Wir gewährleisten in enger Zusammenarbeit mit den Notfallärzten der Stadt Osnabrück eine diagnostische und therapeutische Akutversorgung der Schlaganfallpatienten.

Die Betten der Station sind ausgestattet mit Beatmungsgeräten und Rund-um-die Uhr-Monitorüberwachung. Ein Team aus Fachärzten, geschulten Pflegekräften, Psychologen und Therapeuten gewährleistet eine umgehende Notfalldiagnostik und unmittelbar einsetzende Therapie. Die medikamentöse Intervention (u.a. Lysetherapie) und eine intensive  physio- und ergotherapeutische sowie logopädische Frührehabilitation ermöglichen eine optimale Versorgung.