Morbus Parkinson

Morbus-Parkinson Behandlung

Parkinson-Erkrankung
Bei der Parkinson-Erkrankung handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung. Es kommt dabei aus verschiedenen Ursachen zu einem vorzeitigen Verlust so genannter dopaminerger Nervenzellen im Gehirn. Dabei handelt es sich um Nervenzellen, die Dopamin, einen wichtigen Nervenüberträgerstoff (so genannter "Neurotransmitter") des Gehirns produzieren. Ein Mangel des Botenstoffes Dopamin führt zu den klassischen Symptomen der Krankheit wie Zittern in Ruhe, Muskelsteifheit, Geh- und Gleichgewichtsstörungen. 

Parkinson-Syndrome
Insbesondere im Frühstadium ähneln die Parkinson-Syndrome auf Symptomebene der Parkinson-Erkrankung. Eine fundierte neurologische Diagnostik gibt hier genauer Aufschluss. Die unterschiedlichen Formen eines Parkinson-Syndroms exakt zu diagnostizieren kann zu Beginn gewisse Schwierigkeiten aufwerfen. Denn nicht jeder Patient, der die klinischen Symptome eines Parkinson-Syndroms aufweist, leidet auch an der Parkinson-Erkrankung. Wir unterscheiden bei den Parkinson-Syndromen deshalb zwischen verschiedenen Unterformen.

Neurologische Diagnostik

Um eine genaue Diagnose stellen zu können, untersuchen wir nach Beobachtung der typischen Parkinson-Symptome unsere Patienten weiter. Dazu stehen uns unterschiedliche diagnostische Verfahren und Techniken zur Verfügung:

  • bildgebende Untersuchung des Gehirns mittels CT oder Kernspintomographie
  • Ultraschall der Dopamin produzierenden "Schwarzen Substanz" (Substantia negra)  
  • L-Dopa-Test, um das Ansprechen des Patienten auf Dopamin zu testen. Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung reagieren schnell, eindeutig und langfristig auf die Behandlung mit L-Dopa.
  • SPECT - computertomographisches Verfahren, um andere Ursachen der Symptome auszuschließen
  • DAT-Scan (nuklearmedizinische Diagnostik)
  • Autonome Funktionstests wie Überprüfung von Blutdruck und Herzfrequenz oder ein Schließmuskel-EMG
  • Überprüfung der Kupferkonzentration im Blut bei Auftreten der Symptome vor dem 50. Lebensjahr

Therapie des Morbus Parkinson

Die moderne Therapie des Morbus Parkinson ruht auf drei Säulen:

  • individuelle, medikamentöse Einstellung des Patienten, um die Symptome der Erkrankung zu lindern
  • aktivierendes Training eingeschränkter Fähigkeiten durch Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Bewegungsbäder, Tanztherapie und andere bewegungstherapeutische Modelle
  • psychotherapeutische Begleitung zur Bewältigung seelischer Probleme bis hin zu Depressionen. Veränderungen im Alltagsleben, im eigenen Verhalten und Erleben sind Gegenstand der therapeutischen Gespräche. Hinzu kommen Stressbewältigungstraining und Entspannungsverfahren.

Parkinson-Komplexbehandlung

An der Paracelsus-Klinik Osnabrück besteht die Möglichkeit, eine stationäre Parkinson-Komplexbehandlung wahrzunehmen. Je nach Ausprägung der Symptomatik werden die Patienten 14 bis 20 Werktage aufgenommen. Bausteine der Behandlung sind neben der fachärztlichen neurologischen Betreuung das physiotherapeutische Programm LSVT-BIG, das logopädische Konzept LSVT-LOUD und eine intensive ergotherapeutische Begleitung. Informieren Sie sich gerne genauer zur Parkinson-Komplexbehandlung

Offene Trainingsgruppe für Parkinson-Patienten

Wir wissen, dass Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, viel dafür tun können, um die Symptome der Erkrankung zu lindern und sogar verloren geglaubte Fähigkeiten wiederzuerlangen. Deshalb haben wir an der Paracelsus-Klinik Osnabrück eine offene Trainingsgruppe für Parkinson-Patienten eingerichtet. Unter fachkundiger therapeutischer Anleitung können Betroffene ein jeweils 30-minütiges physiotherapeutisches und ergotherapeutisches Trainingsprogramm absolvieren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zeit: Mittwochs, 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Ort: Paracelsus-Klinik Osnabrück, Bauteil F, Erdgeschoss, Besprechungsraum gegenüber der Praxis für Innere Medizin

Informieren Sie sich gerne in unserer Neurologischen Praxis.