Schlaganfall

Die "Stroke Unit" an der Paracelsus-Klinik Osnabrück

Schlaganfall-Versorgung auf der Stroke Unit

Patienten mit einem Schlaganfall werden in der Paracelsus-Klinik Osnabrück auf der Stroke Unit behandelt, die 2017 erfolgreich zertifiziert wurde.
Die Stroke Unit ist eine Spezialstation, die sich ausschließlich der Behandlung von Schlaganfall-Patienten im Akutstadium widmet. Nach den Vorgaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft werden die Patienten fächerübergreifend durch ein speziell ausgebildetes Team aus Experten der Neurologie, Kardiologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie sowie physikalischer und logopädischer Therapie versorgt. Alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen stehen rund um die Uhr zur Verfügung, so dass alle Untersuchungen in wenigen Tagen abgeschlossen werden können.

Schlaganfall: Behandlung

Der Behandlungserfolg bei Schlaganfall steht und fällt mit dem möglichst frühen Beginn der Therapie. Dies setzt voraus, dass Schlaganfall-Patienten in ein Krankenhaus gebracht werden, das wie die Paracelsus-Klinik für die Behandlung von Schlaganfall-Patienten ausgerüstet ist.

Notfalldiagnostik in der Neuro-Notaufnahme

Direkt mit Eintreffen des Patienten in der Neuro-Notaufnahme wird in der Regel als Notfalldiagnostik ein CT des Schädels durchgeführt, in welcher zunächst eine Hirnblutung ausgeschlossen werden muss, welche ähnliche Symptome wie eine Durchblutungsstörung des Gehirns machen kann. Bei einer Hirnblutung werden die Fachärzte der Abteilung für Neurochirurgie frühzeitig hinzugezogen.

Therapie des Schlaganfalls auf der Stroke Unit

Bestätigt sich in der Notfalldiagnostik die Diagnose eines Schlaganfalls als Folge einer Durchblutungsstörung, ist es möglich innerhalb der ersten 4,5 Stunden durch eine blutverdünnende Therapie zu versuchen, das Blutgerinnsel wieder aufzulösen (Thrombolyse-Therapie). Ziel ist es, dadurch die Folgen des Schlaganfalls zu verringern und dauerhafte Hirnschädigungen abzuwenden.
Des Weiteren ist eine rasche Diagnostik zur Klärung der Ursache des Schlaganfalls erforderlich, um dem Patienten einen möglichst guten Schutz vor weiteren Schlaganfällen geben zu können.

Interventionelle Katheterbehandlung bei Schlaganfall

Sind große Blutgefäße verschlossen, lassen sich diese in Einzelfällen auf mechanischem Weg mithilfe eines Katheters, der durch die Adern eingeführt wird, öffnen. Für diese interventionelle Katheterbehandlung steht an der Klinik eine  hochmoderne Angiografie-Anlage zur Verfügung.

Frühe Rehabilitation: Folgen des Schlaganfalls minimieren

Neben der Diagnostik und Überwachung des Patienten beginnt spätestens am folgenden Tag der Kampf um die Fähigkeiten, die durch den Schlaganfall verloren gegangen sind. Ist ein Teil des Gehirns durch den Sauerstoffmangel geschädigt, können andere Bereiche „lernen“, dessen Aufgaben, zum Beispiel beim Bewegen eines Armes oder beim Sprechen, zu übernehmen.

Je eher mit den entsprechenden krankengymnastischen, ergotherapeutischen und sprachtherapeutischen Übungen begonnen wird, umso besser gelingt dies. Entsprechende Fachpraxen für Logopädie und Krankengymnastik befinden sich unter dem Dach der Klinik. Die Therapeuten sind auch am Wochenende einsatzbereit.

Priv.-Doz. Dr. med. Cornelius Bachmann zum Thema "Schlaganfall"

Der Chefarzt der Abteilung für Neurologie, Priv.-Doz. Dr. med. Cornelius Bachmann, informiert in der Sprechstunde des Senders os1.tv zum Thema "Schlaganfall".