Diagnostik in der Neuroradiologie

Präziser Blick ins Innere von Gehirn, Gefäßen und Rückenmark

Magnetresonanztomografie (MRT)

Es werden Schnittbilder durch hochfrequente Magnetfelder erzeugt. An Gehirn, Rückenmark, den Blutgefäßen und der Wirbelsäule lassen sich mit diesem strahlungsfreien Verfahren feinste Veränderungen erkennen. Diese hochauflösenden Aufnahmen aus dem Inneren des Körpers bilden die diagnostische Grundlage für die weitere Therapieplanung.

Computertomografie (CT)

Es werden Schnittbilder mit Hilfe von Röntgenstrahlen erzeugt. Die modernen Geräte erlauben eine Untersuchung mit minimaler Strahlendosis und zeigen u.a. einen Gefäßverschluss, Aneurysma oder sonstige Gefäßanomalien präzise an. CT-gestützte Untersuchungen führen wir an folgenden Körperregionen durch:

  • Gehirn inkl. Perfusionsdarstellung
  • Schädelbasis und Felsenbeine, Traumadiagnostik, 3D-Rekonstruktionen
  • Gesichtsschädel
  • Hals
  • Wirbelsäule inkl. Myelo-CT zur Darstellung der Nervenwurzeln und knöcherner degenerativer Veränderungen, z.B. Verengungen

Angiografie

Angiographie

Die Angiografie liefert eine hochauflösende Darstellung der Gefäße und deren Missbildungen. Bei diesem Verfahren wird unter CT-Kontrolle ein Kontrastmittel mittels eines Katheters in die Blutgefäße injiziert. Die Paracelsus-Klinik Osnabrück verfügt über eine hochmoderne biplanare Angiografieanlage, das neuroradiologische Fachärzteteam verfügt über eine jahrzehntelange Expertise auf dem Gebiet. Die Risiken dieses invasiven Eingriffs sind damit auf ein Minimum reduziert.

Angiografisches Untersuchungsspektrum

  • CT-Angiografie des Gehirns
  • CT-Angiografie der Halsarterien
  • CT-Angiografie der Rückenmarksgefäße

Darüber hinaus lassen sich so genannte endovaskuläre Eingriffe auf der Anlage durchführen, eine offene Operation lässt sich vermeiden. Per Katheter können Gefäßerkrankungen wie Aneurysma oder Gefäßverschluss schonend behandelt werden.

präoperativer Ballonverschlusstest

Der absichtsvolle Verschluss eines hirnversorgenden Gefäßes, beispielsweise im Rahmen einer Tumorentfernung im Hals-Nasen-Ohrenbereich, kann zur vollständigen Tumorentfernung notwendig werden. Ein solcher künstlich herbeigeführter Gefäßverschluss birgt jedoch die Gefahr eines Schlaganfalls. Um das zu vermeiden, wird das Gefäß vor dem eigentlichen Eingriff testweise mit einem Ballonsystem verschlossen und der Patient einem Belastungstest unterzogen (präoperative Probeokklusion). Taucht während der Testsituation ein neurologisches Problem auf, wird der Gefäßverschluss sofort geöffnet, es kommt zu keinem bleibenden Ausfall. Mit Hilfe dieses Tests kann der Neuroradiologe das Komplikationsrisiko eines Eingriffs, bei dem ein künstlicher Verschluss notwendig ist, exakter einschätzen.

Komplettiert wird die diagnostische Neuroradiologie durch das gesamte Spektrum der Projektionsradiografie (Röntgen) an Schädel und Wirbelsäule.