Nuklearmedizin

Die Abteilung für Nuklearmedizin an der Paracelsus-Klinik Osnabrück

In der Nuklearmedizin werden schwach-radioaktive Substanzen eingesetzt, um krankhafte Prozesse in verschiedenen Organen des Körpers nachzuweisen und zu behandeln. Die Substanzen werden dabei in Stoffwechselprozesse des Körpers eingeschleust (Einspritzen in die Vene oder Haut, Einatmen oder Verschlucken), um dadurch mögliche Störungen zu entdecken oder zu therapieren.

Die Strahlung, die von den radioaktiven Substanzen abgegeben wird, kann mit speziellen Kamerasystemen (Gammakamera) aufgenommen und die Verteilung der Substanzen im untersuchten Organ im Bild (Szintigramm) dargestellt werden. Es können z.B. markierte Phosphatverbindungen für die Untersuchung von Knochen eingesetzt werden, um Knochenmetastasen zu entdecken. Die Substanzmengen zur Darstellung der Verteilung im Körper sind in der Regel so gering, dass keinerlei Nebenwirkungen, wie z.B. allergische Reaktionen, zu erwarten sind. Auch wird durch die sehr kleine Menge an radioaktiver Substanz die Strahlenexposition für die untersuchten Patienten so gering wie möglich gehalten.

Die Gammakamera ist keine „geschlossene Röhre“, so dass auch Patientinnen und Patienten mit Platzangst in der Regel ohne Probleme untersucht werden können.

Einige der radioaktiven Substanzen können auch Strahlung abgeben, die lokal begrenzt eine zerstörerische Wirkung entfaltet und zu therapeutischen Zwecken genutzt werden kann. So können mit Hilfe des 131-Iod viele gutartige und bösartige Erkrankungen der Schilddrüse effektiv behandelt werden.
Einige Untersuchungen (PET/CT) und Therapien (Radiosynoviorthese) werden interdisziplinär mit der Abteilung für Radiologie im Haus durchgeführt um eine optimale Versorgung für Sie sicherzustellen.

Chefarzt der Abteilung

Chefarzt

Dr. med. Norbert Blumstein
Facharzt für Nuklearmedizin
Facharzt für Strahlentherapie

Kontakt
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