Geräte im Einzelnen

PET / CT- Gerät

Die PET / CT ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren, nämlich der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und der Computertomografie (CT). Diese beiden Geräte funktionieren ganz unterschiedlich und liefern dementsprechend sehr verschiedene Bilder und Informationen. Man hat festgestellt, dass sich bei bestimmten Fragestellungen die Informationen von PET und CT hervorragend ergänzen. Um die beiden ganz unterschiedlichen Funktionsweisen optimal miteinander zu verknüpfen (Fusion), wurde die PET zur kombinierten PET / CT weiterentwickelt. Erst dieses Gerät mit seiner sehr komplexen Technik macht es möglich, beide Untersuchungen (quasi) gleichzeitig durchzuführen und als Ergebnis ein Fusionsbild mit den Informationen beider Verfahren (PET und CT) zu erhalten. PET ist ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren, das seit mehr als fünfzehn Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Für eine PET-Untersuchung werden dem Patienten winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe, so genannte Tracer, verabreicht. Deren unterschiedliche Verteilung in den Körperzellen wird mithilfe der PET-Kamera sichtbar gemacht. Der radioaktiv markierte Tracer wird insbesondere von Zellen mit erhöhtem Stoffwechsel, z. B. Tumorzellen aufgenommen. Die CT wird in der Röntgendiagnostik angewendet. Sie arbeitet mit Röntgenstrahlen, die von außen durch den Körper des Patienten geschickt werden. So entstehen Aufnahmen, die die inneren Körperstrukturen des Patienten in kontrastreichen Bildern zeigen.

Mit der PET lässt sich auch klären, ob eine in der CT entdeckte auffällige Gewebestruktur tatsächlich einen Tumorrückfall (stark erhöhter Stoffwechsel) oder Narbengewebe (besonders niedriger Stoffwechsel) darstellt.

Afterloading

Unter dem Begriff Afterloading versteht man eine Art Nachladetechnik für die intrakavitäre und die interstitielle Strahlentherapie. Bei diesem Verfahren wird vor der eigentlichen Therapie ein leerer Applikator in das Zielvolumen gebracht (zum Beispiel in den Uterus) und nach erfolgreicher Lagekontrolle mit einem radioaktiven Präparat beschickt. Der Applikator wird im Anschluss an die Therapie nach einer vorausberechneten Zeit wieder entfernt.

CT mit virtueller Simulation

Bei der virtuellen Simulation werden die Bestrahlungsparameter simuliert während die CT-Bilder für die Bestrahlungsplanung erzeugt werden.  Mittels eines Lasersystems können dann Markierungen für Ziel- und Referenzpunkte der Bestrahlungsgeometrie schon am CT am Patienten angebracht werden. Digital rekonstruierte Röntgenaufnahmen ersetzen konventionelle Röntgenfilmaufnahmen. Der Schritt der (konventionellen) Simulation entfällt.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Viele Personen, die in den herkömmlichen Geräten auf Grund der Enge in der Röhre unter Beklemmungen litten, können mit dem neuen Gerät besser untersucht werden. Der neue MR-Tomograf eignet sich darüber hinaus auch für besonders kräftige Personen, mit einem Gewicht bis 200 Kilo.

Therapiesimulator

Es ist von großer Bedeutung, die Bestrahlung sorgfältig zu planen, damit eine möglichst große Strahlendosis am Tumor und eine möglichst niedrige Dosis im umgebenden gesunden Gewebe eingestrahlt wird. Je nach Art der Erkrankung können dazu verschiedene Vorbereitungen nötig sein.

Meist werden die Bestrahlungsfelder an einem speziellen Röntgendurchleuchtungsgerät, dem Therapiesimulator, auf der Haut des Patienten aufgezeichnet. Oft werden darüber hinaus spezielle Planungsuntersuchungen mittels CT oder MRT zur computerunterstützten Bestrahlungsplanung angefertigt.

Linearbeschleuniger

Ein Linearbeschleuniger oder Linac (von engl. Linear Accelerator) ist eine Art von Teilchenbeschleuniger. Mit ihm können elektrisch geladene Teilchen (z. B. Elektronen, Protonen, Positronen oder Ionen) auf gerader Bahn beschleunigt werden.

Hyperthermie-Gerät

Hyperthermie bedeutet Überwärmung des ganzen Körpers oder einzelner Körperareale. Erprobt wird in der Krebstherapie eine künstliche Temperaturerhöhung auf Werte zwischen 40 und 44 Grad Celsius, je nach angewandter Methode. Die Temperaturerhöhung wird dabei zum Beispiel durch Ultraschall, elektromagnetische Wellen wie Radiowellen oder Mikrowellen oder durch Infusion einer erwärmten Flüssigkeit erreicht. Das primäre Ziel ist nicht das direkte Abtöten von Krebszellen durch die Überwärmung: Die dazu notwendigen Temperaturen würden auch gesundes Gewebe schädigen oder den Patienten gefährden. Tumorzellen sollen vielmehr sensibler gegenüber Strahlen- oder Chemotherapie werden.

Stereotaktische Strahlentherapie

Stereotaktische Bestrahlung eines Lungentumors

Stereotaktische Bestrahlungen können dazu dienen, gesundes Gewebe besser zu schonen und/oder höhere Bestrahlungsdosen am Tumor innerhalb kürzerer Zeit zu applizieren. Bei der Stereotaxie wird unter Zuhilfenahme einer exakten Lagerung der Patienten eine Bestrahlung mit sehr kleinen Sicherheitsabständen durchgeführt. Ermöglicht wird diese Genauigkeit durch individuell angefertigte Lagerungshilfen (z. B. Vakuumkissen oder spezielle Masken) sowie die Anwendung multipler Bestrahlungsfelder aus verschiedenen Richtungen. Meist werden bei der Stereotaxie hohe Einzeldosen pro Sitzung in nur einer oder wenigen Sitzungen appliziert. Der große Vorteil dieser Technik ist die sehr genaue Bestrahlung des Zielvolumens mit nur geringer Strahlendosis im umgebenden Gewebe. Bestimmte Patientengruppen können dadurch schonender und auch effektiver behandelt werden.

Röntgenreizbestrahlung zur Schmerzlinderung bei Verschleißerkrankungen der Gelenke

Verschleißerkrankungen und entzündliche Erkrankungen können in vielen Fällen durch ionisierende Bestrahlung gelindert werden, wobei insbesondere die Schmerzen mit Wahrscheinlichkeiten von bis zu 80 % - 90 % innerhalb von wenigen Wochen nach Ende der Bestrahlung verschwinden. Diese Behandlung wird seit mehr als 100 Jahren in Deutschland durchgeführt. Sie ist von den Behörden zugelassen und in den bisher vorliegenden Studien konnte keine erhöhte Krebsrate durch die verwendeten Röntgenstrahlen nachgewiesen werden.

Der Ausdruck Röntgenreizbestrahlung soll besagen, dass es sich hierbei um eine kleine Mini-Strahlentherapie handelt, in der max. 6 Fraktionen innerhalb von 2 Wochen eingestrahlt werden. Nebenwirkungen treten generell nicht auf.