Therapiespektrum

Informieren Sie sich im Folgenden zum hochspezialisierten Leistungsangebot der Paracelsus-Strahlenklinik in Osnabrück:

Ergänzende Therapien

  • Psychoonkologische Begleitung für Patienten und Angehörige krebserkrankter Patienten
  • Komplementäre Behandlungen 
  • Im Rahmen des Entlassmanagements unterstützen Sie die Mitarbeiterinnen bei Antragstellungen für Rehabilitationsverfahren, Hilfsmitteln usw.

IMRT (Intensitätsmodulierte Radiotherapie)

Patient in einer Bestrahlungssituation an der Paracelsus-Klinik für Strahlentherapie in Osnabrück

Mit dieser neuen, innovativen Bestrahlungsplanungstechnik wird es möglich sein, gesundes Gewebe noch weniger durch Strahlung zu belasten. Es können andererseits insgesamt mehr Strahlen appliziert werden, was zu besseren Ergebnissen führen kann.

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Stereotaktische Strahlentherapie

Aufnahme eines Gehirns im Querschnitt

Stereotaktische Bestrahlungen können dazu dienen, gesundes Gewebe besser zu schonen und/oder höhere Bestrahlungsdosen am Tumor innerhalb kürzerer Zeit zu applizieren. Bei der Stereotaxie wird unter Zuhilfenahme einer exakten Lagerung der Patienten eine Bestrahlung mit sehr kleinen Sicherheitsabständen durchgeführt. Ermöglicht wird diese Genauigkeit durch individuell angefertigte Lagerungshilfen (z. B. Vakuumkissen oder spezielle Masken) sowie die Anwendung multipler Bestrahlungsfelder aus verschiedenen Richtungen. Meist werden bei der Stereotaxie hohe Einzeldosen pro Sitzung in nur einer oder wenigen Sitzungen appliziert. Der große Vorteil dieser Technik ist die sehr genaue Bestrahlung des Zielvolumens mit nur geringer Strahlendosis im umgebenden Gewebe. Bestimmte Patientengruppen können dadurch schonender und auch effektiver behandelt werden.

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Hyperthermie (Versuch der Tumorheilung durch Überwärmung)

Diese Methode erlebt zurzeit eine Renaissance, ist allerdings schulmedizinisch noch nicht durch entsprechende klinische Studien abgesichert. In Einzelfällen kann die Hyperthermie den Tumor positiv beeinflussen. Schulmedizinisch gesichert ist allerdings, dass die Kombination aus Hyperthermie und Strahlen-/Chemotherapie die Wirkung der Strahlen-/Chemotherapie verstärkt, ohne die Toxizität zu erhöhen.

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Apparaturen zur Durchführung einer Hyperthermie (Versuch der Tumorheilung durch Überwärmung) an der Paracelsus-Klinik für Strahlentherapie in Osnabrück

Image-guided Radiotherapy (IGRT)

Image-guided Radiotherapy (IGRT) mittels Goldmarker in der Prostata

Die IGRT, also die bildgestützte Bestrahlungsführung, ist eine wirksamere und schonendere Bestrahlung bei Prostatakrebs in fortgeschrittenen Stadien.

Eine Dosiserhöhung ist möglich, die bessere Ergebnisse bei der Tumorkontrolle bringt. Dazu wird heute in der Strahlentherapie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (s. o.) mit der bildgestützten Radiotherapie kombiniert. Die bildgestützte Behandlung garantiert, dass tatsächlich nur die Prostata und nicht die gesunden Nachbarorgane zu sehr belastet werden. Dazu werden drei Goldmarker vor Beginn der Behandlung  in die Prostata eingebracht, die dann vor den Bestrahlungen durch eine besondere Computertomografie (cone-beam-CT), die in unseren modernen Strahlentherapiegeräten integriert ist, kontrolliert werden. Nur wenn das aktuell erstellte CT-Bild mit dem ursprünglichen Simulationsbild übereinstimmt oder anders ausgedrückt, wenn die Goldmarker in Deckung zu bringen sind, wird die Bestrahlung ausgelöst und somit garantiert, dass tatsächlich eine optimale Bestrahlung nur der Prostata ohne Schädigung der Nachbarorgane erfolgt. Diese Technik ist neu und wird bis heute nur an wenigen Strahlentherapie-Standorten angeboten. 

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Apparaturen zur Image-guided Radiotherapy (IGRT) an der Paracelsus-Klinik für Strahlentherapie in Osnabrück

Prostata-Seed-Therapie

(Interstitielle Kontaktbestrahlung bei bösartigen Geschwulsterkrankungen der Prostata)

Die Seed-Therapie wird in Kooperation mit der Abteilung für Urologie der Paracelsus-Klinik Osnabrück durchgeführt. Leitende Ärzte: Dres. med. Fleig und Mechelhoff. Die Seed-Therapie ist indiziert bei nichtfortgeschrittenen Tumoren im Frühstadium und besitzt sehr gute Therapieergebnisse bei geringen Nebenwirkungen. Voraussetzungen für die Behandlung mit Seeds: PSA < 10; Gleason-Score: ? 7; maximal 2 positive Proben in der Sextantenbiopsie.

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Einzelne Seeds (vergrößert)
Seeds nach der Operation im Röntgenbild
Bestrahlungsplan mit eingezeichneten Dosislinien bei der Seed-Therapie der Prostata

Interstitielle Spickung der Prostata (High Dose Rate)

Die interstitielle Prostata-Spickung mittels Iridium-192 wird als alleinige Maßnahme oder in Kombination mit der Bestrahlung von außen durchgeführt bei fortgeschrittenen bzw. aggressiveren Prostatakrebsen. Im Gegensatz zur Seed-Behandlung, bei der die Radionuklide ja für immer in der Prostata verbleiben, wird das Radionuklid-192 für einige Minuten operativ in die Prostata eingebracht, bestrahlt dort vor Ort den Tumor und wird anschließend, während der Pat. in Narkose ist, aus der Prostata wieder entfernt (Afterloading-Verfahren).

Diese Therapie wird in der Regel einmal pro Woche insgesamt 2 - 3 x durchgeführt mit oder ohne anschließender Aufsättigung durch eine Bestrahlung von außen.