30. Juni 2021

Paracelsus-Klinik Hemer sichert regionale Notfallversorgung bei Schlaganfällen

Gute Ausstattung der Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) und kompetente Fachärzte sorgen an der Paracelsus-Klinik Hemer für eine zuverlässige Erstversorgung / Wichtig: Bei ersten Anzeichen sofort den Notarzt unter 112 anrufen / Corona-Pandemie ist kein Grund, nicht ins Krankenhaus zu gehen.

Sprachausfälle, Sehstörungen, plötzliche Kopfschmerzen, Schwindel, Lähmungen? Lieber sofort 112 anrufen! Denn gerade plötzlich auftretende Beschwerden können Alarmsignale für einen Schlaganfall sein. „Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute“, weiß Dr. Pieter Roelvink, Leitender Neurologe und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Paracelsus Klinik Hemer. „Denn die Blutversorgung des Gehirns wird reduziert und die Hirnzellen sterben ab, wenn nicht sofort gehandelt wird.“ Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Er ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Auch im Märkischen Kreis trifft er Menschen von einer Minute auf die andere. Allein in Hemer werden im Jahr rund 200 Schlaganfälle behandelt.

Große Kompetenz in der Neurologie

Die Paracelsus-Klinik verfügt dazu über eine eigene Schlaganfall-Spezialstation, eine sogenannte Stroke Unit, deren technische und personelle Ausstattung auf eine schnelle Behandlung akuter Schlaganfälle ausgerichtet ist. Eine umfangreiche Diagnostik mit Computertomographie, Angiographie und Ultraschall steht zur Verfügung, mit der ein Arzt die Ursache des Schlaganfalls schnell feststellen kann. Gleichzeitig bietet die Klinik alle medizinischen Optionen für eine Sofort-Behandlung, denn bei rechtzeitiger, qualifizierter Behandlung und einer gut organisierten Versorgungskette lassen sich die oft schweren Folgen eines Schlaganfalls verhindern oder zumindest mindern. Allen voran kann in Hemer die wichtige systemische Lyse-Therapie durchgeführt werden, die zur Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt wird. Insgesamt vier Stroke-Betten mit Monitorüberwachung, ausgestattet nach den Kriterien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, stehen der Klinik zur Verfügung. Lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel werden rund um die Uhr überwacht. Gleichzeitig sorgt ein Team aus drei Fachärzten dafür, dass alles Notwendige getan wird, um den Patienten schnell und umfassend zu helfen. Unterstützt wird das Ärzteteam von entsprechend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Pflege und Therapie. Dank Kooperationen mit weiteren Spezialkliniken im Ruhrgebiet und mit geriatrischen Abteilungen in der Region sind auch komplexe Fälle kein Problem.

Ohne Unterbrechung in die Reha

Direkt nach der Notfallversorgung bietet die Paracelsus-Klinik in Hemer alle Möglichkeiten der nahtlosen Weiterversorgung von Schlaganfall-Patienten an. Denn speziell geschulte Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten stehen bereit, um direkt mit der neurologischen Frühmobilisation zu beginnen. Das beinhaltet unter anderem Therapien, um eigene Reparaturvorgänge des geschädigten Gehirns zu fördern. Nach spätestens drei Tagen können die Patienten in der Regel dann bereits in normale Krankenzimmer verlegt werden. Dort kümmert sich auch der Sozialdienst der Klinik um sie und hilft, je nach Gesundheitszustand, den Weg in eine stationäre, teilstationäre oder ambulante Rehabilitation zu finden.

Angst vor Infektion ist unbegründet

„Wir haben während der Pandemie immer wieder beobachtet, dass Patienten relativ spät ins Krankenhaus kamen, weil sie Bedenken hatten, sich dort mit dem Corona-Virus anzustecken“, ergänzt Dr. Pieter Roelvink. „Das kann bei einem Schlaganfall fatale Folgen haben. Werden Anzeichen ignoriert, kann das lebensgefährlich sein oder bleibende Behinderungen nach sich ziehen.“ Die Angst vor Ansteckung sei beim Einhalten der umfangreichen Hygiene-Maßnahmen unbegründet, so der Experte. Auch Patienten mit akutneurologischen Erkrankungen, Multipler Sklerose oder Parkinson sowie Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung an Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörungen, sogenannten kognitiven Störungen, leiden, sind in der Klinik jederzeit willkommen.