Spezialkonzepte

Spezialisierte Therapieangebote

Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Patientinnen und Patienten einen ganz unterschiedlichen Reha-Bedarf haben. Deshalb haben wir unser allgemeines Behandlungsspektrum um spezielle, innovative erweitert.

Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation (VOR)

Manche orthopädischen Leiden, die mit chronischen Schmerzen und seelischen Belastungen verbunden sind, können nicht immer mit konventionellen Therapieangeboten behandelt werden.

In der Paracelsus Klinik an der Gande bieten wir daher seit 2003 ein Konzept der verhaltensmedizinischen orthopädischen Rehabilitation in eigener Abteilung an.

Die Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation (VOR)

Seit 2015 gab es seitens der Deutschen Rentenversicherung eine bundesweite Vereinheitlichung durch ein VOR-Anforderungsprofil zur Verhaltensmedizin in der Orthopädie. Der Begriff Verhaltensmedizin beinhaltet die beiden Komponenten »Verhalten« und »Medizin« und umfasst die Interaktion zwischen psychischen Vorgängen einerseits und körperlichen Prozessen andererseits. Schwerpunkte in diesem VOR-Konzept sind Gruppenbehandlung, Interdisziplinarität und spezifische Anforderungen an die beteiligten Berufsgruppen.

Die Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation (VOR) in der Paracelsus Klinik an der Gande

Wie auch im Anforderungsprofil vorgegeben, zielt die Behandlungskonzeption bei uns auf die gleichzeitige Behandlung von körperlichen-funktionellen Beeinträchtigungen wie besonderen psychosozialen Belastungen. Insofern sind bei der Indikationsstellung sowohl die somatische wie die psychische Dimension zu berücksichtigen.

Auf der körperlichen-funktionellen Ebene betrifft dies Krankheitsbilder, wie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes sowie Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen. Hauptaugenmerk liegt auf Bandscheibenschäden und chronifizierter unspezifischer Rückenschmerz. Auf der Ebene der psychischen Beeinträchtigungen bestehen in der Abteilung Behandlungsmöglichkeiten vor allem für psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen oder Anpassungsstörungen.

Das Konzept zeichnet sich durch geschlossene Behandlungsgruppen mit den Schwerpunkten Bewegungs-/Sporttherapie und Psychologie/Psychotherapie sowie einer Psychodiagnostik zu Beginn und zum Abschluss der Rehabilitation aus. Dabei profitieren diese Patienten vom Austausch ähnlicher Problemlagen untereinander und sollen die Freude an körperlicher Bewegung wiederentdecken.

Unser Ziel

Unser wesentliches Ziel einer verhaltensmedizinisch orientierten Rehabilitation (VOR) in der Orthopädie ist es, nicht nur körperliche, sondern auch persönliche und soziale Faktoren zu berücksichtigen, die möglicherweise zur Entstehung und Aufrechterhaltung der orthopädischen Erkrankung führen. Die Betroffenen sollen nachhaltig dazu motiviert werden, realistische Ziele im Umgang mit der orthopädischen Erkrankung für die Zukunft zu entwickeln. Wir erklären die Zusammenhänge zwischen Schmerz, Ablenkung und Stress und vermitteln den Betroffenen wieder Spaß an körperlicher Bewegung. Denn psychosoziale Faktoren sind nicht zuletzt entscheidende Beeinflussungsfaktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von chronischen Schmerzen.

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VOR steht für Verhaltensmedizinisch Orientierte Rehabilitation und ist ein übergeordnetes Rahmenkonzept der Deutschen Rentenversicherung. Das Konzept beschreibt, wie sich verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitationen gestalten.

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Patienten, die an chronischen Schmerzzuständen des Bewegungsapparates und gleichzeitiger psychosozialer Belastung leiden.

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Mit unserem VOR-Programm erfahren Sie die Zusammenhänge zwischen Schmerzerleben, körperlicher Anspannung und psychischer Erkrankung. Ihre Rehabilitation erfolgt in einem multimodalen Behandlungsansatz, das heißt bestehend aus sport- und physiotherapeutischen, sozialtherapeutischen und insbesondere psychologischen Maßnahmen. Mittels verschiedener Techniken zur Körperwahrnehmung sowie Stress- und Schmerzbewältigungstraining helfen wir Ihnen, schmerzreduzierende Strategien zu entwickeln. Ihre Therapie findet in einer geschlossenen Gruppe mit dem Ziel statt, Ihre primäre Orientierung auf den Schmerz abzulösen und Ihr Selbstvertrauen zu stärken.

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Die körperlich aktive Therapie gehört als tägliche Maßnahme zum Konzept. Wir halten ein vielfältiges Therapieangebot, wie Nordic Walking, Wassergymnastik, Funktionstraining, Medizinische Trainingstherapie mit und ohne Geräte und Rückenschule, für Sie bereit.

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Häufig sind emotionale Stressbelastungen an der Entstehung und Verstärkung chronischer Schmerzen wesentlich beteiligt und verhindern eine nachhaltige Besserung. Gemeinsam in Gesprächen und Übungen erarbeiten wir individuelle Lösungen. Darüber hinaus thematisieren wir mit unserem Sozialdienst soziale und berufliche Perspektiven.

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Die durchschnittliche stationäre Behandlungsdauer in der Paracelsus Klinik an der Gande beträgt 4 Wochen (28 Tage). So kann das in der Klinik bewährte curriculare, aufeinander aufbauende Therapieangebot sinnvoll ausgeschöpft werden kann.

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Die verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation erfolgt immer als Heilverfahren nach Beantragung über einen Rehabilitationsantrag.

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Im besten Fall können Sie nach der Reha zurück an Ihren Arbeitsplatz kehren. Darüber hinaus ist eine ambulante Nachsorge empfehlenswert, beispielsweise durch die Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen oder durch die Teilnahme an einer Intensivierten Rehabilitationsnachsorge (IRENA) oder Trainingstherapeutischen Rehabilitationsnachsorge (T-RENA).

Kehren Sie zufriedener und mit weniger Schmerzen in den Alltag zurück

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Maßnahmen der VOR langfristige Erfolge bringen. Am Ende einer Rehabilitation lässt sich in der Regel nicht nur eine Verbesserung der medizinisch-orthopädischen Komponente nachweisen, sondern gleichzeitig auch ein verbesserter Umgang mit den Schmerzen und ein Nachlassen eventueller depressiver Stimmungen.

Wenn Sie nicht nur unter einer orthopädischen Erkrankung leiden, sondern auch gleichzeitig mit privaten, beruflichen oder psychischen Problemen zu kämpfen haben, könnte die VOR (verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation) für Sie der ideale Ansatz sein. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR)

Sie leiden unter orthopädischen Schmerzzuständen, die sich an Ihrem Arbeitsplatz negativ auswirken? Orthopädische Erkrankungen führen häufig zu einer langen Krankheitsdauer und damit auch zur langfristigen Gefährdung der Erwerbsfähigkeit. Dieses kann bei den Betroffenen zu finanziellen Nöten bis zu existentiellen Ängsten führen.

In der Paracelsus Klinik an der Gande bieten wir daher seit 2010 ein Konzept der Medizinisch-beruflich orthopädischen Rehabilitation in eigener Abteilung an.

Erhaltung oder Wiedererlangung von Erwerbsfähigkeit

Seit 2010 liegt das MBOR-Anforderungsprofil der Deutschen Rentenversicherung vor. Die Paracelsus Klinik an der Gande wirkte an der Erstellung der Neuauflage 2012 mit. Die Erhaltung oder Wiedererlangung von Erwerbsfähigkeit sind gesetzlicher Auftrag und ein zentrales Anliegen von Rehabilitation in Deutschland. Mit zunehmender Veränderung unserer Arbeitswelt ergeben sich auch neue Anforderungen im Berufsalltag, welche für Arbeitsnehmer herausfordernd sein können. Im Vordergrund stehen heute vermehrt psychomentale und sozio-emotionale Belastungen. Das MBOR-Konzept berücksichtigt die individuellen Belastungen am Arbeitsplatz, um den Auswirkungen einer langfristigen Erkrankung oder Behinderung auf der Arbeit entgegenzuwirken.

Die Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) in der Paracelsus Klinik an der Gande

Nicht selten bestehen Zusammenhänge zwischen der orthopädischen Krankheitssituation und dem Berufsleben. Mit einer Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation möchten wir erreichen, dass Sie trotz orthopädischen Erkrankungen und besonderer beruflicher Problemlage (BBPL) weiterhin selbständig im Berufsalltag zurechtkommen. Nicht selten bestehen Zusammenhänge zwischen der orthopädischen Krankheitssituation und dem Berufsleben. Die derzeitige Situation der Arbeitswelt erschwert es Betroffenen mit am Arbeitsmarkt zu bestehen. Besondere berufliche Problemlagen können sein: durchgängige Arbeitsunfähigkeit über 3 Monate, aktuelle und/oder häufig wiederkehrende Arbeitsunfähigkeit in den letzten 12 Monaten, Arbeitsunfähigkeit in Verbindung mit Arbeitslosigkeit oder negative subjektive Erwerbsprognose. Ausschlusskriterien für die Teilnahme an diesem spezialisierten Rehabilitationsweg sind im Wesentlichen: nicht vorhandene Rehabilitationsfähigkeit, geistig-psychische Erkrankungen oder Anschlussheilbehandlungen, bei denen eine körperliche Behandlung ganz im Vordergrund steht.

Das Konzept zeichnet sich durch geschlossene Behandlungsgruppen mit den Schwerpunkten Bewegungs-/Sporttherapie und Psychologie/Psychotherapie sowie einer sozialpädagogischen Diagnostik zu Beginn und zum Abschluss der Rehabilitation aus. Dabei profitieren diese Patienten vom Austausch ähnlicher Problemlagen untereinander.

Unser Ziel

Ziele der MBOR sind die Klärung der berufsbezogenen und erwerbsbezogenen Prognose und nach Möglichkeit die Sicherung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Zusammen mit Ihnen klären wir Ihr Berufsinteresse und Ihre Motivationslage.
Alle unsere Therapiemaßnahmen sind daher auf das Arbeits- und Erwerbsleben und die persönliche berufliche Situation der Rehabilitanden ausgerichtet. Darauf zielen auch die gesamte Diagnostik und die Schulungen und Informationen während der MBOR-Reha.

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MBOR steht für Medizinisch-Beruflich Orientierte Rehabilitation und ist ein übergeordnetes Rahmenkonzept der Deutschen Rentenversicherung. Mit diesem Konzept kann verhindert werden, dass Patienten aufgrund der orthopädischen Erkrankung in die Lage geraten, nicht mehr ihrem Beruf nachgehen zu können und erwerbsunfähig werden.

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Geeignet ist eine MBOR für alle orthopädischen Rehabilitanden im erwerbsfähigen Alter mit besonderer beruflicher Problemlage. Ob eine MBOR notwendig ist, wird mithilfe standardisierter Assessment- und Screening-Verfahren festgestellt.

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Die körperlich aktive Therapie gehört als tägliche Maßnahme zum Konzept. Wir halten ein vielfältiges Therapieangebot, wie Nordic Walking, Wassergymnastik, Funktionstraining, Körperwahrnehmungsübungen Medizinische Trainingstherapie mit und ohne Geräte und Rückenschule, für Sie bereit. Sie sollen wieder Vertrauen in die eigene körperliche Leistungsfähigkeit aufbauen, schmerz- und bewegungsbezogenes Schon- und Vermeidungsverhalten dagegen abbauen. Unsere Behandlung zielt auf eine positivere Körperwahrnehmung, Leistungssteigerung und Bewusstheit über die individuelle physische Belastungsbreite.

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Um psychomentale und sozio-emotionale Belastungen am Arbeitsplatz zu thematisieren, bieten wir Ihnen psychologische und psychotherapeutische Interventionen in der Gruppe und zu Einzelgesprächen an. Wir behandeln die Themen: Mobbing, Stress und Konflikte am Arbeitsplatz.

Ein besonders wichtiger Inhalt der MBOR ist auch die möglichst frühzeitige Anbahnung weiterführender berufsbezogener Teilhabe. Die gesamte Rehabilitation sollte den Rehabilitanden eine klare berufliche Perspektive ermöglichen. Dazu gehört neben einer realistischen Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens und der berufsbezogenen Fähigkeiten auch ein Plan, wie es konkret nach der medizinischen Rehabilitation beruflich weitergehen soll. Zusammen mit dem Sozialdienst lassen sich nächste Schritte, wie eine stufenweise Wiedereingliederung, Berufliches Eingliederungsmanagement am Arbeitsplatz (BEM), verschiedene Formen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder externe und interne Belastungserprobung, besprechen.

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Die durchschnittliche stationäre Behandlungsdauer in der Paracelsus Klinik an der Gande beträgt 3 Wochen (21 Tage). So kann das in der Klinik bewährte curriculare, aufeinander aufbauende Therapieangebot sinnvoll ausgeschöpft werden kann.

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Das Angebot einer MBOR-Maßnahme richtet sich ausschließlich an Berufstätige und wird entsprechend bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt. Obwohl sie in erster Linie der berufsbezogenen Orientierung dient, wird sie nicht gesondert beantragt, sondern mittels eines Reha-Antrags zur medizinischen Rehabilitation. Anhand des Antrags überprüft die DRV, ob eine MBOR oder ein anderes Heilverfahren zielführender ist. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, Ihre beruflichen Probleme bereits bei der Antragstellung ausführlich zu begründen.

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Im besten Fall können Sie nach der Reha zurück an Ihren Arbeitsplatz kehren. Darüber hinaus ist eine ambulante Nachsorge empfehlenswert, beispielsweise durch die Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen oder durch die Teilnahme an einer Intensivierten Rehabilitationsnachsorge (IRENA) oder Trainingstherapeutischen Rehabilitationsnachsorge (T-RENA).

Kehren Sie zufriedener an Ihren Arbeitsplatz zurück

Die Sorgen über Ihre berufliche Situation nehmen zu? Dann ist eine Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) in unserer Klinik mit hoher Wahrscheinlichkeit genau die richtige Reha-Maßnahme für Sie. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass die Maßnahmen der MBOR Erfolge erzielen, orthopädische Defizite beheben und den Betroffenen neue Energie für die Rückkehr an den Arbeitsplatz geben. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Karriere

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