Fachbereich

Onkologie

In der Fachabteilung Onkologie versorgen wir Patientinnen und Patienten, die an einer Krebserkrankung oder einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden und lymphatischen Systems leiden. Die Klinik ist Mitglied der Tumorzentren Magdeburg und Halle und der Sachsen Anhaltinischen Krebsgesellschaft.

Zu den Schwerpunkten des onkologisch-rehabilitativen Behandlungsspektrums gehören:

  • gastrointestinale Tumore (Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse)
  • Tumore der Atmungsorgane (Luftröhre, Lunge und Bronchien, Rippenfell)
  • Brustkrebs sowie Tumore der weiblichen Genitale (Eierstockkrebs, Unterleibskrebs)
  • Tumore der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane (Niere, Harnblase, Prostata, Penis, Hoden)
  • Maligne Systemerkrankungen (Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphome, Plasmozytome, myelodysplastische und myeloproliferative Syndrome, Leukämien)
  • Zustand nach autologer oder allogener Stammzelltransplantation

 

Unser interdisziplinäres und erfahrenes Rehateam besteht aus Fachärzten, qualifiziertem Pflegepersonal, Psychologen, Physio- und Sporttherapeuten, Ergotherapeuten, Ernährungsberatern sowie Sozialarbeitern. Zu dem fachübergreifenden Team aus Fachärzten gehören auch ein Facharzt für Gynäkologie, ein Facharzt für Gastroenterologie und ein Facharzt für Urologie. Zusammen ermöglichen sie Ihnen eine bestmögliche Betreuung unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Therapiebedürfnisse.

Leistungsspektrum

Hier finden Sie eine Übersicht über die von uns angebotenen Behandlungsmöglichkeiten. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit an unsere Ansprechpartner wenden.

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Die Pflege gehört zu den wichtigsten Bausteinen einer Reha. Unsere Patienten schätzen besonders den respektvollen Umgang und die intensive persönliche Betreuung durch unser professionelles Pflegeteam. Wir sind während Ihres gesamten Aufenthalts an Ihrer Seite und kümmern uns um Ihre persönlichen Bedürfnisse. Denn zu einer besseren Lebensqualität gehört nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Stärkung.

Die Pflege in der Rehabilitation umfasst in erster Linie die Hinführung zu einer möglichst großen Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens. Alle pflegerischen Maßnahmen richten sich deshalb individuell an Ihrem Alltag aus.

Die ständigen Weiterbildungen unseres Personals ermöglichen aktuelle Pflegequalität auf höchstem Niveau.

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Eine onkologische Erkrankung kann kräftezehrend und ermüdend sein. Unsere Physio- und Sporttherapeuten sind bestens für die körperliche Stärkung, Stabilisierung und Mobilisierung unserer Patienten qualifiziert. Das Therapieprogramm richtet sich dabei individuell an ihre Fähigkeiten und die Art der Erkrankung. Ziel der Therapie ist es, Beschwerden zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern.

Im Rahmen der Bewegungstherapie setzen wir unterschiedlichste Methoden der Behandlung in Form von Gruppen- oder Einzeltherapie ein. Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf Ihre Erkrankung. Zu den Therapieangeboten gehören u.a. die Medizinische Trainingstherapie mit Kraftzirkel- und Ausdauertraining, ein EKG-gestütztes Fahrradergometertraining, Herz-Kreislauf-Training, Wassergymnastik, Nordic Walking, Atemtherapie sowie künstlerische Tanztherapie und Qi Gong.

Während der physikalischen Therapie mit ihren verschiedene Massagetechniken, manueller Lymphdrainage, Elektrotherapie, Hydrotherapie sowie der Inhalation in der Paracelsus-Saline helfen wir Ihnen, sich zu entspannen.

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Gemeinsam mit der Physio- und Sporttherapie gehört die Ergotherapie zu den wichtigsten Bausteinen Ihrer Rehabilitation zur Wiederherstellung größtmöglicher Selbstständigkeit sowie zur Steigerung der Lebensqualität. Unsere Ergotherapeuten unterstützen Sie mit viel Hingabe bei der Linderung krankheitsbedingter Funktions- und Fähigkeitsstörungen. Die Anforderungen orientieren sich individuell an Ihrer Erkrankung.

Das ergotherapeutische Therapieangebot beinhaltet aktivierende und handlungsorientierte Verfahren wie:

  • Gestaltungstherapie (Seidenmalerei, Töpfern, Peddigrohrflechten, bildnerisches Gestalten mit Speckstein, Holzbearbeitung)
  • Arbeitsplatztraining
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Selbsthilfetraining/Beratung zu den Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Konzentrations- und Hirnleistungstraining
  • Sensibilitätstraining
  • Hilfsmittelberatung und -einstellung
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik

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Im Verlaufe einer Krebserkrankung können sich unterschiedliche Ernährungsstörungen entwickeln. Chemotherapie oder Strahlentherapie wirken sich häufig auf die Verdauung auf und erfordern eine spezielle Kostform sowie eine sorgfältige Ernährungsberatung. Nach ärztlicher Beratung werden Sie von unseren Ernährungsberaterinnen bzw. Diätassistentinnen kompetent und fürsorglich beraten.

In unserer Lehrküche können Sie unter Anleitung selbst die Herstellung besonders für Sie geeigneter Ernährungsformen erlernen und einüben. Auch beim Vorliegen von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, bei Unter- oder Überernährung werden diätetische Hilfestellungen angeboten.

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Unser Sozialdienst unterstützt Patienten bei persönlichen, familiären, beruflichen und finanziellen Problemlagen.

Die Mitarbeiterinnen im Sozialdienst arbeiten eng mit den Patienten, den Ärzten im Haus, den Beratern der Rentenversicherungen und Krankenkassen sowie mit Experten außerhalb der Reha-Klinik zusammen. Gemeinsam wird mit den Patienten über die zukünftige Lebenssituation, mögliche Veränderungen und persönliche oder materielle Hilfen gesprochen – gerne auch mit den Angehörigen zusammen.

Wir können folgende Beratungen und Hilfestellungen anbieten:

  • individuelle sozialrechtliche Beratung (z.B. Schwerbehindertenrecht, Rentenrecht, Kranken- und Pflegeversicherung)
  • Beratung über ambulante Hilfen (z.B. Sozialstation, Haushaltshilfe)
  • Beratung bezüglich stationärer Pflegeeinrichtungen
  • Kontaktvermittlung zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen am Wohnort
  • Hilfsmittelplanung und Versorgung
  • Angehörigengespräche
  • Wirtschaftliche Sicherung – Übergangsgeld, Härtefonds der deutschen Krebshilfe

 

Insbesondere für berufstätige Patientinnen und Patienten werden folgende Informationen und Beratungen angeboten:

  • Stufenweise Wiedereingliederung – Hamburger Modell
  • Berufsfördernde Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Rehabilitationsberatern der Rentenversicherer und Berufshelfern der Berufsgenossenschaft
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement – BEM
  • Erwerbsminderung bei medizinischer Notwendigkeit
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben – Berufliche Rehabilitation

 

Der Sozialdienst ist zuständig für das Entlassmanagement und steht den Rehabilitanden auch zur Seite, wenn es darum geht, Nachsorgemaßnahmen am Heimatort einzuleiten.

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Durch die Diagnose und medizinische Behandlung der Krebserkrankung stellen sich für viele Patientinnen und Patienten zahlreiche Fragen wie: Was muss ich selbst zu einem günstigen Verlauf der Erkrankung tun? Wie bewältige ich meine Zukunftsängste? Wie kann ich wieder Hoffnung schöpfen, mehr Vertrauen und Lebensfreude finden und wie komme ich wieder zurück in den normalen Alltag?

Für all diese und weitere Fragen finden Sie im Rahmen unserer Psychotherapie gemeinsam mit den Therapeuten Antworten. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie bei Ihrer Krankheitsbewältigung und hilft bei Entscheidungsprozessen bezüglich der Krebstherapien. Unser Ziel ist es, körperliche, seelische und geistige Kräfte anzuregen und Ihnen so Hilfestellungen zur Bewältigung der Krankheit und Impulse zur Gesundung, zum Wohlbefinden und zur Heilung zu geben.

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Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Patientinnen und Patienten einen ganz unterschiedlichen Reha-Bedarf haben. Deshalb haben wir zu unserem allgemeinen Reha-Programm ganz spezielle, interdisziplinäre Behandlungskonzepte entwickelt.

Stoma- und Inkontinenzversorgung
Speziell geschulte Stomatherapeutinnen unterstützen unsere Patienten im Umgang mit ihrem Stoma, um im Alltag so selbstverständlich wie möglich leben zu können. Unser spezielles Angebot umfasst die:

  • Aufklärung über die Auswirkung auf die Lebensgestaltung verschiedener Stoma
  • Kontrolle und Versorgung von Wunden und Nähten nach Anlage oder Korrektur der Stomata
  • Stomasprechstunde: Schulung bzw. Anleitung von Patienten und Angehörigen im technischen und wirtschaftlichen Umgang mit Hilfsmitteln zur Stoma- und Inkontinenzversorgung

 

Wundmanagement
Die vorangegangen onkologischen Operationen hinterlassen oft große Wunden, die während des kurzen Krankenhausaufenthalts nicht vollständig heilen können. Die Wundversorgung in der anschließenden Rehabilitation ist daher ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Unsere speziell geschulten Wundmanager bieten eine fundierte, individuelle und stadiengerechte Wundbehandlung.

Mit praktischen Übungen helfen wir bei der Versorgung von Wunden, der Aufklärung und Beratung rund um das Thema „Wundheilung“ sowie bei der Beratung von Angehörigen und Patienten zu Hilfsmitteln und Unterstützung am Heimatort.

Fortsetzung einer Chemotherapie / Immuntherapie
Wenn Sie in Ihrem Heimatort bereits eine Chemotherapie oder Immuntherapie begonnen haben, kann diese selbstverständlich während der Reha-Maßnahme weitergeführt werden. Unsere Chefärztin und ihr onkologisches Fachärzteteam behandeln Sie in enger Absprache mit Ihrem behandelnden Onkologen und gewährleisten dadurch eine individuelle und bestmögliche Therapie mit kurzen Kommunikationswegen.

Wir beraten Sie bei der Einleitung bzw. Weiterführung einer systemischen Chemotherapie oder Immuntherapie sowie bei unterstützenden Maßnahmen zur Behandlung von Folgen der systemischen Therapie wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit.

Karriere

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