Geschichte

Am Stadtrand von Reichenbach wurde im Jahre 1862 das Städtische Krankenhaus eröffnet. Das zunächst nur eingeschossige Gebäude bot Platz für 18 bis 24 Betten. Zur medizinischen Betreuung der Kranken wurden 1864 zwei Ärzte für ein festes Jahresgehalt von 70 Talern vom Stadtrat angestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt das Gebäude eine zweite Etage. Im Garten wurde wegen der damals häufig auftretenden Seuchen eine Isolierbaracke errichtet. Damit verfügte das Krankenhaus über 60 Betten. Durch weitere Um- und Ausbauarbeiten und Einbeziehung des ehemaligen, nicht mehr benötigten Armenhauses stieg die Bettenzahl 1928 auf 160 an. Die erste, damals moderne Röntgenanlage erhielt das Krankenhaus 1922.

Nach Ende des II. Weltkrieges erweiterte sich das Einzugsgebiet des Krankenhauses weit über die Grenzen der Stadt hinaus und die Patientenzahlen stiegen stetig an. Aus dem ehemaligen Belegerkrankenhaus wurde 1946 ein Regelkrankenhaus. Aus Platzgründen wurde in der Folgezeit die gesamte Innere Abteilung in zwei umgebaute Gebäude in der Reichenbacher Innenstadt ausgelagert, da für einen Krankenhausneubau die finanziellen Mittel fehlten. Im Krankenhausgelände entstanden zusätzlich behelfsmäßige Baracken. Nach der Gründung des Kreises Reichenbach 1952 kamen 1956 eine Entbindungsabteilung in der Stadt und 1958 eine Abteilung für chronisch Kranke in Friesen zum nunmehrigen Kreiskrankenhaus hinzu.

Ende der 1980-er Jahre wurde mit dem Neubau eines Bettenhauses begonnen, um die in der ganzen Stadt verstreuten Abteilungen und Bereiche des Krankenhauses zu zentralisieren. Das neue fünfgeschossige Bettenhaus mit Bettenstationen der Abteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Urologie und Gynäkologie / Geburtshilfe sowie der Abteilung Physikalische Therapie wurde 1993 eingeweiht. Es folgten 1997 der Umbau und die Neugestaltung der Radiologischen Abteilung. Mit der Inbetriebnahme eines Computertomographen begann der schrittweise Umstieg auf digitale bildgebende Verfahren in der Röntgendiagnostik. 1998 erfolgten Umbau und Modernisierung des Labors. 2002 wurde der neu erbaute Funktionstrakt mit drei OP-Sälen inklusive Aufwachbereich, einer Intensivstation, einer Bettenstation sowie Lager, Küche und Cafeteria in Betrieb genommen. Damit wurden die räumlichen Voraussetzungen für den Ausbau der Ambulanz am Krankenhaus zur zentralen Notfallambulanz geschaffen, die 2004 eröffnet wurde. Die „Digitalisierung der Radiologie“ begann 2008 mit der Ablösung des konventionellen Rasterarbeitsplatzes durch ein digitales Gerät als Erweiterung zu den Investitionen im Rahmen der Teilnahme am Projekt „Telematikverbund Vogtland“. 2009 bezog die Verwaltung des Krankenhauses ihre neuen Räumlichkeiten.

Mit der Einweihung des Kernspintomographen (MRT) in Februar 2012 erfolgte die weitere Modernisierung der Radiologie. Damit wurde auch die vollständige Digitalisierung einschließlich Bild- und Befunddokumentation abgeschlossen.

Seit Ende 2008 besteht auf dem Gelände des Krankenhauses ein Medizinisches Versorgungszentrum mit den Bereichen Radiologie und Chirurgie. Außerdem gehört noch der Bereich Urologie in unserer Außenstelle in Plauen dazu.

Die Geschichte von 150 Jahren Krankenhaus in Reichenbach haben wir in einer Chronik niedergeschrieben, welche 2012 erschienen ist.

Diese Chronik können Sie bei uns käuflich erwerben.