Psychosomatik

Der Begriff "Psychosomatik" setzt sich aus den griechischen Wortteilen "Psyche" (Geist, Seele, aber auch Verstand, Gefühle, Erleben) und "Soma" (Körper) zusammen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde immer klarer, dass Krankheit und Gesundheit nicht nur mit unserem Körper, unserer biologischen Grundausstattung zu tun haben, sondern auch mit unserer Psyche, unserem Erleben, das heißt unserer Art, die Welt zu verstehen.

Damit ist auch das soziale Umfeld, in dem wir aufgewachsen sind und jetzt tagtäglich leben, mit uns verbunden und durch unsere persönlichen Anlagen, Entwicklungen und Erfahrungen eng mit uns verflochten. Alle diese Bereiche durchdringen und beeinflussen sich wechselseitig, so dass durchaus körperliche Auslöser zu psychischen Störungen führen können (typisch bei Angststörungen oder chronischen körperlichen Erkrankungen) und umgekehrt (zum Beispiel bestimmte Depressionen, Stress-, Ess- und Stoffwechselstörungen).

Hieraus ist der neuere Begriff eines ganzheitlichen "bio-psycho-sozialen" Krankheits- und Gesundheitsmodells entwickelt worden, der heute die Grundlage moderner Psychosomatik bildet.