Behandlungsablauf

Im Rahmen der Aufnahmeuntersuchung wird entsprechend den bestehenden Beschwerden vor Beginn der Therapie eine individuelle Diagnostik zur Leistungsbeurteilung und zur Therapieplanung veranlasst.

Abhängig von den bestehenden Beschwerden und Reha-Zielen des Patienten, die bei jeder Aufnahmeuntersuchung gemeinsam festgelegt und schriftlich fixiert werden, wird unter Beachtung der ermittelten Leistungsfähigkeit ein passender Therapieplan erstellt. Hierbei wird insbesondere die Auswirkung der Beschwerden auf Einschränkungen der Teilhabe im sozialen und beruflichen Bereich dokumentiert. Die Therapie umfasst die folgenden 5 Schwerpunktbereiche:

  1. Allgemeine Leistungs- und Konditionssteigerung, Muskelaufbau (Schwerpunkt Sporttherapie)
  2. Beseitigung/Linderung von lokalen Funktionsstörungen (z.B. Lymphödem, Gelenkbeschwerden, Nervenschäden, Mangelernährung, etc.; Schwerpunkt Physio-/Ergo-/Lymph- und/oder Ernährungstherapie)
  3. Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung, Abbau von Rezidivängsten, Konzentrations- und Schafstörungen (Schwerpunkt Psychoonkologie, Entspannungstechniken)
  4. Informationen und Patientenschulung (z.B. zu bestimmen Therapien wie „Antihormonelle Therapie“, „Komplementärmedizin“, „Ernährung“, etc.; Umgang mit Folgestörungen z.B. „Lymphödem“, „Polyneuropathie“)
  5. Sozialmedizinische Beratung und Unterstützung (Schwerbehindertenrecht, berufliche Eingliederung, Unterstützung bei Anträgen)

In wöchentlichen Visiten, fachärztlichen Konsilen und regelmäßigen interdisziplinären Therapeutenbesprechungen wird der Verlauf dokumentiert und – in Abstimmung mit dem Patienten – der Therapieplan angepasst.

Am Ende des Aufenthaltes erfolgt im Rahmen einer längeren Abschlussuntersuchung eine ganzheitliche Bewertung der erreichten Rehabilitationsziele im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich. Zur Festigung des Reha-Erfolges werden mit dem Patienten notwendige Nachsorge-Maßnahmen wie z.B. Reha-Sport, ambulante Physio- und Psychotherapie empfohlen oder verordnet und Informationen zum Bereich „Komplementärmedizin“ (z.B. „Sport nach Krebs“, pflanzliche Medikamente bei Schlafstörungen, etc.) vermittelt. Bei erwerbstätigen Patienten werden berufsfördernde Maßnahmen wie stufenweise Wiedereingliederung oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) organisiert.

Die weiterbetreuenden Ärzte des Patienten erhalten kurzfristig nach Entlassung den abschließenden Entlass-Bericht, in dem all diese Punkte aufgeführt und weitere Maßnahmen zur Rekonvaleszenz empfohlen werden.