Behandlungsangebote

Zytostatische und endokrine Therapien

Bei Bedarf kann eine systemische Tumortherapie während der Rehabilitation durchgeführt werden. Hierfür steht ein moderner Behandlungsraum mit bequemen Ruhesesseln zur Verfügung, eine kontinuierliche pflegerische bzw. ärztliche Überwachung während der Therapie ist selbstverständlich gewährleistet.

Folgende Tumortherapien können durchgeführt werden:

  • Einleitung / Fortsetzung einer systemischen Chemotherapie (immer nach Information und Rücksprache mit den betreuenden Fachärzten im Heimatort)
  • Einleitung / Fortsetzung einer intravenösen Antikörpertherapie (z.B. mit Trastuzumab, Bevacizumab, Cetuximab, etc.)
  • Intravenöse Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab
  • Fortsetzung und Einleitung einer antihormonellen Therapie (z.B. Tamoxifen, Aromatase-Hemmer, etc.)

Generell ist allerdings die Durchführung der Systemtherapie direkt vor bzw. nach der Rehabilitation zu empfehlen, damit sich unsere Patientinnen und Patienten auf die Rehabilitation und Rekonvaleszenz konzentrieren können.

Supportive Maßnahmen

Unter der Leitung erfahrener Fachärzte und speziell ausgebildeter Pflegekräfte werden die spezifischen Probleme der Toxizität durch begleitende Therapiemaßnahmen (Schleimhautprotektion, Uroprotektion, antiemetische Therapie (zur Verhinderung von Erbrechen und Übelkeit), gegebenenfalls Granulozytenstimulation, etc.) gemindert.

Bei Bedarf ist zur weiteren und rascheren Genesung auch die intravenöse Gabe von Bluttransfusionen oder Eisen zur Linderung einer symptomatischen Blutarmut (Anämie) möglich, ebenso wie die intravenöse (parenterale) Ernährung bei Mangelernährung und postoperativem Gewichtsverlust (z.B. nach Magenentfernung).

Onkologische Beratung - Zweitmeinung ("Second opinion")

Gerne bieten wir auch unseren Patientinnen und Patienten an, sich bei unklarer Erkrankungssituation oder geplanter onkologischer Therapie bei unserem Chefarzt eine onkologische Zweitmeinung einzuholen. Zudem können sich Patientinnen und Patienten mit erhöhtem familiären Krebsrisiko zum Thema „Nach- und Vorsorge“ beraten lassen .

Schmerztherapie

Über die Möglichkeiten moderner Schmerztherapie bestehen bei betroffenen Patienten meistens nur unklare Vorstellungen. Viele Patienten mit Schmerzen meinen, dass eine Schmerztherapie ihre körperliche und seelische Befindlichkeit zu sehr einschränken könnte. Durch genaue Schmerzanamnese, Diagnostik und ein aufklärendes Gespräch lassen sich die Missverständnisse häufig ausräumen. Darüber hinaus kann durch eine adäquat eingesetzte Schmerztherapie die Lebensqualität der betroffenen Patienten deutlich verbessert werden. Im Regelfall erfolgt die Schmerztherapie nach dem Stufenplan der WHO.

Wegen der großen Bedeutung einer Schmerztherapie in der Onkologie wurde schon 2012 ein interdisziplinäres Schmerzkonzept zur besseren Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten in der Klinik etabliert („Scheidegger Schmerzkonzept“).