Spezielle Verfahren

PIPAC

Die PIPAC®-Therapie (engl.: Pressurized Intra Peritoneal Aerosol Chemotherapy) kennzeichnet ein innovatives Verfahren, eine Sonderform der Chemotherapie zur Behandlung von Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinose). 

Als Peritonealkarzinose wird ein flächiger Befall des Bauchfells (Peritoneums) mit bösartigen Tumorzellen bezeichnet. In der Regel handelt sich dabei um Metastasen anderer im Bauchraum gelegener Tumore. Bei 10 bis 20% aller Patienten mit einem Tumor des Magens, des Darms und der Eierstöcke haben die Krebszellen bereits bei der Erstdiagnose in den Bauchraum und das die Bauchhöhle auskleidende Bauchfell gestreut. Ansonsten über Medikamente oder über die Blutbahn verabreicht, wird bei PIPAC® das Chemotherapeutikum unter Hochdruck als Aerosol endoskopisch in die Bauchhöhle direkt vor Ort eingebracht. 

Vorteil: durch dieses Verfahren wird das Therapeutikum in feinnebligen Form in den Bauchraum versprüht. Dort hat es die beste Aussicht, jede Ecke des Raumes zu erreichen.  Ein weiterer Vorteil ist. dass mit niedrigeren Dosen des Zytostatikums (Chemomittel) gearbeitet wirdund dies für den Patienten somit weniger belastend ist.

Bislang nutzen nur wenige Kliniken in Deutschland diese Möglichkeit.