Neurochirurgie

Die Neurochirurgie ist ein medizinisches Arbeitsfeld, das weder der Neurologie noch der Chirurgie zugeordnet ist. Der Arbeitsschwerpunkt liegt dabei auf der Erkennung und operativen Behandlung von Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Im Verbund der Paracelsus-Kliniken stehen kompetente Fachärzte zur Verfügung, sowie sämtliche moderne bildgebende Verfahren inkl. Stereotaxie und Dopplersonographie. Die Neurochirurgen der Paracelsus-Kliniken decken das gesamte Spektrum des Fachgebietes ab.  

Neurochirurgische Krankheitsbilder

Hirntumoren

Die Experten unseres Klinikverbundes wenden moderne Strategien an, um sowohl primäre (aus Zellen des Gehirns bestehende) als auch sekundäre (Metastasen von anderen Tumoren) Gehirntumoren zu behandeln. Bei der so genannten Neuronavigation lassen sich mit Hilfe der Computertomografie und Magnetresonanztomografie dreidimensionale Bilder des Kopfes erzeugen und gewährleisten somit eine exakte Diagnosestellung. Auch der operative Eingriff erfolgt unter Kontrolle hochauflösender bildgebender Verfahren. 

Aneurysmen 

Aneurysmen sind Ausbuchtungen der Hirngefäße, in denen sich Blut ansammelt. Die Gefahr ist, dass diese Gefäße platzen und es zum Austritt von Blut in die mit Nervenwasser gefüllten Räume um das Gehirn kommt. Die Fachärzte der Paracelsus-Kliniken behandeln solche Aneurysmen mit der Clippingmethode oder der Coiling-OP. Beim Clipping erfolgt eine mikrochirurgische Ausschaltung durch Verschluss mit einer speziellen Federklammer (Clip).  Bei der Coiling-OP wird mittels Katheter eine Platinspirale in der Ausbuchtung platziert, um so das Aneurysma zu verschließen. 

Trigeminus-Neuralgie

Unerträgliche, blitzartig einschießende Schmerzen plagen Menschen mit einer Trigeminus-Neuralgie, an der in Deutschland rund 800.000 Menschen leiden. Ist der über das Gesicht bis zu Stirn und Unterkiefer verlaufende Trigeminus-Nerv geschädigt (meist durch eine kleine Blutgefäßschlinge, die auf die Nervenwurzel schlägt), kommt es auf Dauer zu Kurzschlüssen zwischen den Nervenfasern und in der Folge zu heftigen Schmerzen. Erste Behandlungsoptionen sind medikamentöse Therapien oder die Thermokoagulation. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, verspricht eine Operation dauerhafte Linderung. Die Neurochirurgen bei Paracelsus wenden in der Regel die mikrovaskuläre Operation nach Jannetta an. Ebenfalls etabliert ist die Radiochirurgie mit dem Gamma Knife. 

Arachnopathie 

Bei der Arachnopathie handelt es sich um eine Erkrankung der Spinnengewebshaut, also der Haut, die die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) umgibt. Ist diese Haut chronisch entzündet, kommt es zur Behinderung der Liquorzirkulation und zur Bewegungseinschränkung der Nervenstränge. Diese Einschränkungen erzeugen chronische Schmerzen im unteren Rücken, sowie Kribbeln, Taubheit oder Schwäche in den Beinen. Da die Symptome beim Bandscheibenvorfall die gleichen sein können, kann es leicht zu einer Fehldiagnose kommen. Seit einigen Jahren steht im Verbund der Paracelsus-Kliniken mit der Thekaloskopie eine Erfolg versprechende Behandlungsmethode für die Arachnopathie zur Verfügung- Damit gehören die Paracelsus-Kliniken europaweit zu den wenigen Anbietern, die diese minimal invasive Behandlungsmethode durchführen.