Neurologie

Mit spezialisierten Fachkliniken, umfassenden Versorgungskonzepten und studienbasierten Forschungen ist die Paracelsus-Gruppe bundesweit einer der führenden Anbieter für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen.

Die neurologischen Abteilungen der Paracelsus-Kliniken behandeln alle Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Interdisziplinäre Teams mit Spezialisten aus der Neurologie, der Inneren Medizin und der Radiologie bieten eine bestmögliche Versorgung. Das Behandlungsspektrum umfasst dabei so verschiedene Bereiche wie:  

  • Gefäßerkrankungen (Schlaganfall, Hirnblutung)
  • Demenzerkrankungen (z. B. Alzheimer)
  • Bewegungsstörungen (Morbus Parkinson, Restless-Legs-Syndrom, Dystonien, Tremor u.a.)
  • Kopfschmerz-Syndrome
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose und andere Autoimmunerkrankungen

Standorte

Neurologie wird an folgenden Standorten angeboten:  

Neurologische Krankheitsbilder

Parkinson 

Die Parkinson-Erkrankung und die auf Symptomebene ähnlichen Parkinsonsyndrome sind meist Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters. Bereits vor 200 Jahren beschrieb James Parkinson erstmals die später nach ihm benannte Schüttellähmung. Doch noch immer gibt es viele unbeantwortete Fragen zu den Ursachen, der Frühdiagnose und vor allem der bestmöglichen Behandlung dieser Erkrankung des zentralen Nervensystems. 

Insbesondere im Frühstadium der Erkrankung lässt sich die Parkinson-Erkrankung nur schwer von anderen Parkinsonsyndromen unterscheiden. Eine fundierte neurologische Diagnostik ist deshalb unbedingt erforderlich. Unseren neurologischen Fachärzten stehen folgende Verfahren für ein Maximum an Diagnosesicherheit zur Verfügung:

  • Pharmakologische Testungen (L-Dopa-Test, Apomorphin-Test)
  • Kernspintomografische Untersuchungen oder computertomografisches Verfahren, um andere Ursachen der Symptome auszuschließen
  • DAT-Scan (nuklearmedizinische Diagnostik)
  • Autonome Funktionstests wie Überprüfung von Blutdruck und Herzfrequenz 
  • Ultraschall der Substantia nigra 
  • Riechtest 
  • Liquor (Nervenwasser)-Untersuchung

Die moderne Therapie von Parkinson-Patienten umfasst neben der individuellen medikamentösen Einstellung des Patienten ein aktivierendes krankengymnastisches (einschließlich "BIG-Therapie"), sprach- und kreativtherapeutisches Training. Fähigkeiten können so wiedererlangt und möglichst lange aufrecht erhalten werden. Hinzu kommt eine begleitende psychologische Betreuung, um Probleme im Verlauf der fortschreitenden Erkrankung zu bewältigen. 

Restless-Legs-Syndrom (RLS) 

Das RLS, zu Deutsch "Syndrom der ruhelosen Beine", ist eine Nervenerkrankung, die sich in Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in Füßen, Beinen und selten auch Armen ausdrückt. Das RLS ist nach der Migräne und dem Essentiellen Tremor die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland. Die Diagnose wird aus den klinischen Kriterien gestellt und durch Untersuchungen im Schlaflabor unterstützt. Weitere Untersuchungen können eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten zum Ausschluss einer Polyneuropathie oder eine quantitative sensorische Testung sein. Spezialzentren zur Diagnostik und Therapie des RLS sind die Paracelsus-Elenaklinik in Kassel und die Neurologische Abteilung der Paracelsus-Klinik Osnabrück. Die Ärztlichen Leitungen der Abteilungen (Univ.-Prof. Claudia Trenkwalder, Kassel und PD Dr. Cornelius Bachmann, Osnabrück) forschen seit Jahren an dieser Erkrankung und veröffentlichten zahlreiche Studien zur Therapie und Pathophysiologie des RLS. Wichtig in der Behandlung ist es, eine niedrige Dosierung der zugelassenen Medikamente einzuhalten, da ansonsten sogar eine Verschlimmerung der Symptome eintreten kann, die "Augmentation".