Onkologische Rehabilitation

Eine Krebserkrankung beeinträchtigt den ganzen Menschen an Körper, Seele und Geist. Die Reha-Behandlung bei Paracelsus bezieht deshalb sowohl die körperliche als auch die seelische Seite in die Therapie mit ein. Ziel jeder onkologischen Reha-Behandlung ist es, im heilsamen, ganzheitlichen Umgang die vorhandenen körperlichen und seelischen Belastungen der Betroffenen abzubauen, umfassend zu informieren, die gesundheitsfördernden Kräfte der Patienten zu aktivieren und so die Rückkehr in ein gesünderes Leben zu unterstützen. 

Das Komeptenznetzwerk "Onkologische Rehabilitation" der Paracelsus-Kliniken ist ein Zusammenschluss der vier onkologischen Reha-Kliniken im Verbund. Die Arbeitsgruppe hat einen rehabilitationsonkologischen Versorgungspfad entwickelt, der die hohe Qualität der Rehabilitation von Patienten mit Krebserkrankungen sicherstellt. 

Gynäkologische und internistische Onkologie

Spezielle Reha-Angebote bestehen für Patienten, die an körperlichen und psychischen Folgestörungen nach Brustkrebs, Krebs der Verdauungsorgane, der Harnorgane, der Atemorgane oder des blutbildenden Systems leiden. Neben einer medikamentösen Therapie sind Physiotherapie, physikalische Therapie, unterschiedliche Entspannungs- und Bewegungstrainings, psychoonkologische Begleitung, Ergotherapie und krankheitsspezifische Behandlungen wie z. B. Atemtraining oder Inkontinenztraining Teil des individuell erstellten Behandlungsplans. 

Um körperliche und psychische Folgestörungen der onkologischen Patienten umfassend behandeln zu können, arbeiten in den Paracelsus-Reha-Kliniken Fachärzte verschiedener Fachrichtungen, Dipl.-Psychologen, spezialisierte Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Lymphtherapeuten, Stomatherapeuten, Ernährungsberater und Sozialarbeiter Hand in Hand zum Wohle der Patientinnen und Patienten. 

Spezialisiertes Psycho-Onkologisches Rehabilitationsprogramm (SPOR)

Für Patienten mit einem besonderen psychoonkologischen Rehabilitationsbedarf wird das Spezialisierte Psycho-Onkologische Rehabilitationsprogramm (SPOR) angeboten. Dieses Therapiekonzept ist ein überwiegend gruppentherapeutisches Angebot, das sich über vier Wochen erstreckt. Die Patienten werden innerhalb einer geschlossenen Gruppe (Basisgruppe) betreut. Diese bietet Gesprächsthemen, Informationen und Übungen zum Erlernen angemessener Verhaltensweisen, um mit der Krebserkrankung und krankheitsbedingten Veränderungen besser umgehen zu können. Die Gesprächsangebote werden durch ergo- und bewegungstherapeutische Angebote ergänzt. Begleitet werden die Patienten dabei von einem interdisziplinären Therapeutenteam. Die Gruppe ist auch für interessierte Angehörige offen. Alle Teilnehmer erlernen die progressive Muskelrelaxion nach Jacobson. 

Kombi-Reha "Mama hat Krebs" in Scheidegg

"Mama hat Krebs" ist ein gemeinsames Therapieprogramm für krebskranke Mütter mit behandlungsbedürftigen Kindern. Denn für viele Mütter ist es schwer vorstellbar, ihre Kinder während der wochenlangen Rehabilitation alleine zu lassen, insbesondere wenn diese Kinder selbst unter einer chronischen Krankheit leiden oder durch die Erkrankung der Mutter seelisch belastet sind.

In Zusammenarbeit mit der Fachklinik Prinzregent Luitpold in Scheidegg, einer Fachklinik für die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen, entwickelte die Paracelsus-Klinik in Scheidegg das Reha-Konzept "Mama hat Krebs". Es ermöglicht krebskranken Müttern eine onkologische Rehabilitation wahrzunehmen und ihr Kind gleichzeitig am gleichen Ort behandeln zu lassen. Je nach Alter des Kindes ist die Mutter entweder als Begleitperson des Kindes in der Fachlinik Prinzregent Luitpold untergebracht oder in der Paracelsus-Klinik Scheidegg. Neben den einzelnen Reha-Maßnahmen für Mutter und Kind sind gemeinsame Therapieaktivitäten ein wichtiger Baustein des Behandlungsansatzes.