Qualitätsmanagement

Akut-Krankenhäuser: Managementsysteme

Das Projekt „Einführung und Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems“ konnte im Jahr 2004 erfolgreich abgeschlossen werden: Alle Akut-Krankenhäuser sind nun im Bereich Qualitätsmanagement zertifiziert. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist die Grundlage eines erfolgreichen Qualitätsmanagementsystems. Zu den spezifischen Maßnahmen gehörte beispielsweise, ein Konzept zur „Optimierung der medizinischen Dokumentation“ zu erstellen. Verschiedene Checklisten, die die Patientenakte und die allgemeine Klinikdokumentation überprüfbar machen, bilden den Schwerpunkt. Für das Risikomanagement wurden medizinische Haftpflichtschäden der Klinikgruppe zentral ausgewertet. Aufgrund der Ergebnisse wurde zum Beispiel ein Sturzmanagementkonzept entwickelt und in allen Akut-Krankenhäusern etabliert.

Gesetzliche Vorschriften

Der Gesetzgeber hat mit dem GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 festgelegt, dass jedes zugelassene Krankenhaus einen strukturierten Qualitätsbericht zu erstellen hat. Dies gilt erstmals ab 2005 für das Jahr 2004, danach im Turnus von jeweils zwei Jahren. Dieser Qualitätsbericht ist unverändert von den Landesverbänden der Krankenkassen im Internet zu veröffentlichen.


Neben Umfeld und Lage gibt der Bericht Auskunft über die allgemeine Strukturqualität wie Bettenzahl, Fachabteilungen, Personal- und Geräteausstattung. Ferner stellt er die Art und die Anzahl (auch Mindestmengen) der Leistungen dar. Im Rahmen der Ergebnisqualität wird der Stand der Qualitätssicherung einschließlich der gesetzlich geforderten externen Klinikvergleiche und des internen Qualitätsmanagements abgefragt. Spezielle und individuelle Informationen zum klinikinternen Qualitätsmanagement, z.B. Qualitätspolitik, Qualitätsmanagement-Projekte und -Ziele, finden ebenfalls besondere Betrachtung. Der Bericht hat somit das Ziel, genaue Informationen über die Klinik und deren Leistungsspektrum zu geben. Er soll als Entscheidungshilfe für Versicherte und Patienten im Vorfeld einer Krankenhausbehandlung dienen. Für Zuweiser bedeutet er eine Orientierungshilfe bei der Einweisung und Weiterbetreuung der Patienten. Besonderes Interesse bekunden auch Vertragsärzte und Krankenkassen.

Reha-Kliniken: Managementsysteme

Die Einführung und Verbesserung des internen Qualitätsmanagements in den Reha-Kliniken ist im Jahr 2004 konsequent fortgesetzt worden. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Reha-Kliniken nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Zusätzlich ist 2004 damit begonnen worden, in den Kliniken auch ein rehaspezifisches Qualitätsmanagement, das IQMP-Reha (Integriertes Qualitätsmanagement-Programm-Reha), entwickelt vom IQMG (Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen) Berlin, einzuführen. Im Laufe des Jahres 2005 werden alle Reha-Kliniken sowohl nach DIN EN ISO 9001:2000 als auch nach IQMP zertifiziert sein.

Der Zeit voraus

Bereits im Jahr 2002 wurde eine interne Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Art, Inhalt und Umfang eines Qualitätsberichts für die Akut-Krankenhäuser formulierte. Spätestens seit dem Jahr 2003 erstellen alle Paracelsus-Akut-Krankenhäuser interne Qualitätsberichte. Diese bieten eine hervorragende Grundlage für den nun zu veröffentlichenden Qualitätsbericht: Der eigens entwickelte Qualitätsbericht muss lediglich in die vom Gesetzgeber vorgegebene Reihenfolge gebracht werden. Die inhaltlichen Forderungen stimmten weitgehend überein, so dass am 31.08.2005 alle Paracelsus-Akut-Krankenhäuser den strukturierten Qualitätsbericht nach § 137 SGB V veröffentlicht haben. Der Qualitätsbericht bietet eine Möglichkeit, Leistungen qualitativ sichtbar und damit transparent zu machen. Die aktuellen Qualitätsberichte können Sie auch hier downloaden!

Ihr Ansprechpartner

Dr. med.  Christoph Winkler
Dr. med. Christoph Winkler
Leiter Qualitätsmanagement
Medizinisches Risikomanagement
0541 6692-411