Jahrestreffen

Jahrestreffen 2018

Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein fand am 26. Mai das diesjährige Jahrestreffen der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik  in Hüsede statt.

Nach dem traditionellen und auch in diesem Jahr von Pastor Hartmut Smoor wieder sehr lebendig gestalteten Eröffnungsgottesdienst in der Mehrzweckhalle begrüßte Chefarzt Dr. Ulf Gerhardt „Ehemalige“ und ihre Angehörigen, die zum Teil von weit her angereist waren. In seiner Festrede nahm er nicht nur Bezug zum Thema des diesjährigen Treffens, Workaholic – Alcoholic, indem er einen Blick hinter die Abhängigkeit warf - auf ihre Auslöser, verschiedene Erscheinungsformen und Funktionalität. Er nutzte auch die Gelegenheit, Bezüge zu  vergangenen Ehemaligentreffen herzustellen sowie einen Blick in die Zukunft zu werfen. Hierzu gehörte zum einen der zukunftssichernde Verkauf des Paracelsus-Konzerns an die Porterhouse-Group, aber auch die eigene Verabschiedung von Dr. Gerhardt als Chefarzt, da er sich ab Juli neuen beruflichen Herausforderungen widmen wird.

In diesem Zuge stellte er auch den zukünftigen Chefarzt der Klinik vor, der den ehemaligen PatientInnen gut vertraut ist. Jacek Namyslowski, der seit über 30 Jahren als Oberarzt in der Wiehengebirgsklinik fester Bestandteil des Behandlungsteams ist, wird im Juli die Nachfolge von Dr. Gerhardt antreten. Verwaltungsdirektor Dirk Wehmeier nutzte die Gelegenheit, um sich bei Dr. Gerhardt für die gute Zusammenarbeit zu bedanken und Herrn Namyslowski im Namen des gesamten Teams im Amt zu begrüßen.

Am Nachmittag  hatten schließlich die ehemaligen PatientInnen das Wort und berichteten von ihren Erfahrungen, Fortschritten und auch Stolpersteinen auf ihren individuellen Wegen in eine zufriedene Abstinenz. Dabei machten sie mit ihren motivierten und engagierten Reden auch den PatientInnen Mut, die sich gerade am Anfang dieses Weges befinden.

Traditionell öffnete auch in diesem Jahr die Ergotherapie der Wiehengebirgsklinik mit einem Basar ihre Pforten und auf dem Campus gab es die Gelegenheit, sich mit Kaffee, Kuchen, Steaks und Bratwurst sowie kühlen Getränken zu versorgen. Für das musikalische Rahmenprogramm und viel Applaus sorgten die Meller Band „Los Elegantos“ sowie die Patientenband unter der Leitung von Herrn Namyslowski.

Mit gutem Essen, Musik und vielen Gesprächen mit alten Bekannten, Freunden und Weggefährten war das Jahrestreffen auch in diesem Jahr ein tolles Ereignis und wurde bis in den späten Nachmittag gefeiert.

Jahrestreffen 2017

„Wer ich wirklich bin, was ich wirklich will“, unter diesem Motto stand das diesjährige Ehemaligentreffen am 10. Juni 2017 in der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik in Bad Essen-Hüsede.

Nach einem sehr lebendigen Eröffnungsgottesdienst, geleitet von Herrn Pastor Hartmut Smoor, konnte der Chefarzt der Klinik, Herr Dr. Ulf Gerhardt, rund 300 ehemalige und aktuelle PatientInnen und MitarbeiterInnen in der Mehrzweckhalle der Klinik zu seinem Festvortrag unter diesem Motto begrüßen. Gleich zu Beginn nutzte er die Gelegenheit, um mit einem Text über einen Mann, der immer und immer wieder in ein Schlagloch fällt und nur mühsam wieder herauskommt bis er einen neuen Weg einschlägt, augenzwinkernd auf die aktuell auf dem Klinikgelände befindlichen Baulöcher Bezug zu nehmen. Dieses Bild diente als Überleitung zu der Frage: Wie kann ich Irrwege vermeiden, wie kann ich mich in stürmischen Zeiten orientieren? Herr Dr. Gerhardt suchte zur Erläuterung ein Symbol aus der Seefahrt und verglich das professionelle Suchthilfesystem, zu dem auch die Wiehengebirgsklinik gehört, mit einem Seenotrettungskreuzer. Abhängigkeitserkrankte gehen oftmals nach schweren Stürmen des Lebens in der Klinik an Bord und haben die Orientierung verloren. Die Therapie kann zunächst die Bedeutung eines sicheren Hafens haben, damit Körper und Seele überleben können, im weiteren Verlauf des Lebens kann sie zu einer Orientierungsmarke wie einem Leuchtturm werden, um eine langfristige Abstinenz zu sichern.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann hinaus auf den Campus. Kaffee, Kuchen, Steaks und Bratwurst sowie kalte Getränke und viele, viele Gespräche über damals und heute begleiteten die Gäste durch den Tag.

Am Nachmittag hatten auch die Ehemaligen die Gelegenheit, sich in der Mehrzweckhalle mit Gedanken, Reden und Anregungen an die Gäste von damals und heute zu wenden. Und auch ihre Therapeutinnen und Therapeuten von „damals“ luden zum Gespräch – ein bisschen wie früher. Die Ehemaligen bestätigten in eindrucksvoller Weise die Worte von Herrn Dr. Gerhardt vom Vormittag und würdigten den Stellenwert der Therapie für ihren weiteren Lebensweg. Erst durch die dauerhafte Abstinenz hatten sie erkannt, was sie wirklich wollten und konnten zu dem werden, was sie wirklich sind. Ein Ehemaliger war wie jedes Jahr extra aus Sachsen angereist und sorgte für Stimmung mit drei Melodien auf seiner Mundharmonika.

Es war ein schöner Tag in der Wiehengebirgsklinik, ein Wiedersehen von Freunden und Weggefährten mit einem gemeinsamen Ziel: Ein glückliches Leben und zufriedene lebenslange Abstinenz.

Jahrestreffen 2016

Am 21. Mai 2016 fand das diesjährige Jahrestreffen der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik in Bad Essen-Hüsede statt, das jedes Jahr am Samstag nach Pfingsten gefeiert wird. Auch dieses Mal konnten wieder zahlreiche „Ehemalige“ mit ihren Angehörigen und auch Besucher in der Klinik begrüßt werden.

Nach dem traditionellen Eröffnungsgottesdienst in der gut gefüllten Mehrzweckhalle wurden die Gäste vom Chefarzt der Klinik, Herrn Dr. Ulf Gerhardt, begrüßt. In seiner Festrede ging er auf das diesjährige Motto des Treffens „Addicted to love – Beziehungssucht und Beziehungssuche“ ein. Herr Dr. Gerhardt beschrieb in seiner Rede zunächst die Abhängigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen. In der Psychologie spricht man auch von einer abhängigen Persönlichkeitsstruktur- oder störung. Für diese Menschen ist die Distanz zu dem geliebten Menschen mit massiven Verlustängsten verbunden. Das dahinterliegende Grundgefühl ist die Angst, allein und schutzlos in der Welt zu stehen. Häufig bleiben sie in Beziehungen verhaftet, die für sie schädlich sind, in denen sie leiden, betrogen oder sogar misshandelt werden, obwohl es ihnen rational klar ist, dass eine Trennung das Beste wäre. An dieser Stelle wird die Nähe dieses Beziehungsmusters zu einer stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankung deutlich. Auch hier wird die Droge trotz des Wissens um die gravierenden schädlichen Auswirkungen weiterhin konsumiert. Hier wie auch bei der Beziehungs-Abhängigkeit ist letztendlich eine absolute Abstinenz erforderlich, um zu einem selbstbestimmten Leben zu gelangen. Auch das sehr eindrückliche Bühnenbild, das von Patienten und Mitarbeitern der Klinik gestaltet wurde, beschäftigte sich auf der künstlerischen Ebene mit diesem Thema.

Im Anschluss verabschiedete Herr Dr. Gerhardt noch den langjährigen Verwaltungsdirektor der Bad Essener Paracelsus-Kliniken, Herrn Klaus Bogler, der nach 20-jähriger Tätigkeit nun in den wohlverdienten Ruhestand geht. Herr Dr. Gerhardt dankte in seiner Rede Herrn Bogler für seinen engagierten Einsatz für die Klinik und verglich ihn dabei mit einem Torwart, der die Wiehengebirgsklinik vor so manchen „Treffern“, wie z.B. nach der Reha-Krise aus den 90-er Jahren, bewahrt hatte. Als Dank hierfür erhielt er ein Paar Torwarthandschuhe seines Lieblingsvereins Schalke 04.

Die Festrede wurde musikalisch von der Patientenband unter der Leitung des Oberarztes der Klinik, Herrn Dr. Namyslowski, umrahmt und bekam viel Applaus. Bei besten Wetterbedingungen sorgte die Band anschließend im Innenhof der Klinik weiterhin bis in den späten Nachmittag für Stimmung und rundete diese insgesamt sehr gelungene Veranstaltung ab.

Bericht über das Jahrestreffen 2015

Am 30.05.2015 fand das diesjährige Jahrestreffen der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik in Bad Essen-Hüsede statt, das traditionell jedes Jahr am Samstag nach Pfingsten gefeiert wird. Auch dieses Mal waren trotz der eher ungünstigen Wetterbedingungen wieder Hunderte von Besucher mit ihren Angehörigen in die Klinik gekommen.

Nach dem traditionellen Eröffnungsgottesdienst in der Mehrzweckhalle wurden die Gäste vom neuen Chefarzt der Klinik, Herrn Dr. Ulf Gerhardt, begrüßt. In seiner Festrede ging er auf das diesjährige Motto des Treffens „I did it my way – individuelle Wege aus der Sucht“ ein.  

Die Rede ging zunächst von dem Bühnenbild aus, welches von den aktuellen Patienten der Wiehengebirgsklinik gestaltet worden war und sowohl die Irrwege im Leben vieler Abhängigkeitserkrankter als auch den Weg in eine zufriedene Abstinenz sehr anschaulich darstellte.

Auf dieser Grundlage erläuterte Dr. Gerhardt die zwei großen, untrennbar miteinander verflochtenen therapeutischen Linien einer guten Suchttherapie: Den Weg ins Innerste des Menschen und den Weg in seiner äußeren Lebenswirklichkeit.

Im Anschluss verabschiedete der Verwaltungsdirektor der Bad Essener Kliniken, Herr Klaus Bogler, den langjährigen Suchttherapeuten, Herrn Conny Vry, der praktisch seit der Gründung der Paracelsus-Wiehengebirgsklinik sowohl hier als auch in der Paracelsus-Berghofklinik tätig war. Nach seinem offiziellen Ausscheiden leitete der mittlerweile 85-jährige zuletzt noch immer mit großem Engagement eine Selbsthilfegruppe. Gedankt wurde auch seiner Ehefrau, die ihn von seinem Heimatort Meppen regelmäßig zu diesen Treffen fuhr.

Bericht über das Jahrestreffen 2014

Am 14.06.2014 fand das diesjährige Jahrestreffen der Paracelsus Wiehengebirgsklinik in Bad Essen statt. Auch in diesem Jahr sind viele ehemalige Patientinnen und Patienten der Einladung zum Jahrestreffen gefolgt das traditionell am Samstag nach Pfingsten stattfindet.

Ab 9.00 Uhr bot der Gottesdienst einen gelungenen Einstieg und stimmte auf den weiteren Tagesverlauf ein. Der anschließende Festvortrag von Dr. Sieveking stand in diesem Jahr unter dem Motto „?Schatzsuche!“ und hat anschaulich gemacht, wie wichtig es ist, dass sich die Betroffenen bei der Behandlung ihrer Suchterkrankung auf die Suche nach Alternativen zum Suchtmittel und eigenen sinngebenden Schätzen begeben. In einer bewegenden Rede kündigte er auch seinen bevorstehenden Ruhestand an, um im Anschluss Dr. Gerhardt als zukünftigen Chefarzt vorstellen zu können. (Die Rede von Dr. Sieveking kann hier herunter geladen werden.)

Auch an das leibliche Wohl ist vielfältig gedacht worden und bei Grillspezialitäten und Kuchen fanden sich später so manche Ehemalige zu einem regen Austausch zusammen. Auch gab es die Möglichkeit, mit der ehemaligen Therapeutin ins Gespräch zu kommen und die seit der Therapie vergangene Zeit zu reflektieren. Die Klinikband wurde auch in diesem Jahr durch Ehemalige verstärkt und bot mit toller Musik einen schönen Rahmen für ein rundum gelungenes Jahrestreffen.