Neurologie

Die Neurologie ist ein junges innovatives Fachgebiet welches ständig wächst. In kaum einem Fach in der Humanmedizin gab es in den letzten Jahren so viel neue Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten. Das macht das Fach so attraktiv und spannend. 

Die klinischen Neurologen beschäftigen sich in der Akutneurologie federführend mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur. 

Wir behandeln in unserem 2011 neu eröffneten Neubau geplant stationäre Patienten aber auch viele akute Notfälle in der Notaufnahme. 

Junge Assistenzärzte und auch Studenten im Praktischen Jahr lernen unter ständiger fachärztlicher Supervision die klinisch neurologische Untersuchung, richtige Anamneseerhebung, Einleitung der notwendigen Diagnostik und Therapie. Ebenfalls unter Supervision werden Arztbriefe erstellt. 

Dafür ist man entweder auf der neurologischen Normalstation oder im Akutbereich der Intermediate Care Station oder in der neurologischen Funktionsabteilung eingeteilt. 

Auf der neurologischen Normalstation werden die nicht überwachungspflichtigen Patienten versorgt. Hier handelt es sich vor allem um Krankheitsbilder der peripheren Neurologie und Schmerzsyndrome, aber auch neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Amyotrophe Lateralsklerose sowie entzündliche Erkrankungen des ZNS wie z.B. die Multiple Sklerose oder Neuroborreliose uvm. 

Im Akutbereich werden Patienten mit Schlaganfall, Anfällen oder anderen akutneurologischen Erkrankungen (z.B. Meningitis, Schwindel) versorgt. Durch die Schnittstelle in der Notaufnahme lernt man als junger Arzt schnell, neurologische Erkrankungen zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Therapiemöglichkeiten einzuleiten (z.B. Lysetherapie, mechanische Rekanalisation, EEG Monitoring, Immunadsorption). 

Unter ständiger fachärztlicher Begleitung erlernt man die basalen Methoden der stationären neurologischen Diagnostik wie Lumbalpunktionen, Liquorresorptionswiderstandsmessung, Laktatischämietest und die Routinemethoden des stationären Ablaufs incl. Anlage von zentralen Venenkatheterns und arterieller Druckmessung (IMC). 

Für Ärzte in Weiterbildung wird ein fester Rotationsplan erstellt. Im Rahmen dieser Rotation erfolgt auch die fundierte Ausbildung in der neurologischen Funktionsdiagnostik (mind. 6 Monate). Dafür steht eine neu erbaute und modern ausgestattete neurologische Funktionsabteilung zur Verfügung. Hier werden alle Methoden der neurologischen Routinediagnostik incl. Doppler/Duplex der hirnversorgenden Gefäße, EP’s aller Art, Elektroneurographie und Elektromyographie, Schwindeldiagnostik sowie vegetative Diagnostik erlernt. Dabei wird man von einem erfahrenen Oberarzt angeleitet und unterstützt. Ziel ist es, mit all den Untersuchungsverfahren sicher umgehen zu können, und diese im Alltag interpretieren zu können. 

Jeden Morgen beginnt der Tag mit einer Visite aller IMC Patienten durch die Chefärztin und das Team. Einmal wöchentlich findet eine Chefvisite statt und mehrmals wöchentlich Oberarztvisiten. Zum Ausbau der (Neuro)radiologischen Kenntnisse erfolgen jeden Tag radiologische Befundbesprechungen. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Neurochirurgen ergeben sich viele spannende Synergien. 

Weiterhin finden regelmäßig Fortbildungen statt. Hierfür laden wir externe Referenten ein oder führen Inhouse-Schulungen durch. 

Letztlich werden in unserer Neurologie alle Krankheitsbilder behandelt. Wir legen sehr viel Wert auf fundierte Diagnostik und bieten alle modernen Therapien. Das wichtigste aber ist: wir geben gern unser Wissen an junge Kollegen aus unserem Team weiter. Dies ist uns ein besonderes Bedürfnis. So macht der Weg zum Facharzt Spaß, man fühlt sich nicht alleingelassen und kann am Ende der Ausbildung ohne Lücken und ohne Angst die Facharztprüfung absolvieren.