Tumorerkrankungen

Wird durch eine neurologische Symptomatik oder einer entsprechenden Bildgebung die Verdachtsdiagnose eines Hirn- oder Rückenmarktumors gestellt, ist es möglich, in unserer wöchentlich angebotenen Tumorsprechstunde des Medizinischen Versorgungszentrums unter folgender Nummer einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

T 0375 590-4000

Selbstverständlich stehen wir im Rahmen unserer ambulanten Betreuung für die Einholung einer Zweitmeinung zur Verfügung.
Tritt eine akute Symptomatik auf, ist jederzeit die Vorstellung in unserer Klinik für Neurochirurgie über die  Notfallambulanz möglich. Diese ist tägl. 24 h besetzt.

T 0375 590-1250

Vor der Operation

Vor der Operation werden übliche bildgebende Verfahren durchgeführt, diese werden um eine spezielle Diagnostik im Sinne eines Funktions-MRT oder hochauflösneden Untersuchungstechniken je nach Fragestellung, ggf. durch zuführende Angiografien erweitert. Hirnstrommessungen und Liquoruntersuchungen werden je nach Diagnose ebenfalls durchgeführt. Weiterhin wird im Rahmen des präoperativen Aufenthaltes eine psychoonkologische Testung im Rahmen eines Distress-Barometers durchgeführt. Zur Betreuung stehen uns dafür Psychoonkologen zur Seite. Bei einer akuten Erhöhung des Hirndruckes, wird umgehend eine antiödematöse Therapie eingeleitet. 

Neurochirurgische Therapie

Die mikrochirurgische Operationstechnik stellt die Basis des operativen Vorgehens dar. Diese Technik wurde in den vergangenen Jahren um weitere moderne intraoperative bildgebende Verfahren erweitert. z.B.:

  • 5-ALA-Fluoreszensen
  • ICG-Angiografie

Ziel der neurochirurgischen Therapie ist es, den Tumor möglichst radikal zu entfernen, den operativen Zugangsweg aber so klein wie möglich zu halten und das umgebende Hirngewebe zu schonen. Verfahren dazu:

  • kernspintomografische Neuronavigation

  • computertomografische Neuronavigation

  • intraoperativer Ultraschall

  • Ableitung elektrophysiologischer Potentiale

  • kombinierte Verfahren der Neuronavigation

Postoperative Versorgung

Routinemäßig werden die operierten Gliome innerhalb von 24 Stunden in einer postoperativen Kernspintomografie untersucht.

In der wöchentlich stattfinden interdisziplinären Tumorkonferenz werden die Optionen der weiteren Therapie besprochen.
Hierbei wird geprüft, ob der Patient in einer der aktuellen Studien integriert werden kann.

Die weiterführende Therapie erfolgt in der Tumorsprechstunde im Medizinischen Versorgungszentrum für Neurochirurgie der Paracelsus-Klinik.

Chemotherapien werden durch unsere onkologische Fachschwester betreut. Hier legen wir besonders Wert auf hohe Sicherheit des Patienten und zeitliche Optimierung mit geringsten Wartezeiten.