Stroke Unit

Was ist eine Schlaganfall – Spezialstation (Stroke Unit)?

Team Neurologie

stroke (engl.) = Schlaganfall
unit (engl.) = Behandlungseinheit, Spezialstation

Auf dieser Station werden Patienten mit einem frischen Schlaganfall aufgenommen, untersucht und behandelt. Während der Akutphase des Schlaganfalls ist der Gesundheitszustand des Patienten meist noch instabil und der Krankheitsverlauf durch intensive Überwachung und Behandlung günstig zu beeinflussen. Ziel ist eine rasche Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Schlaganfallsymptomatik, manchmal auch das Verhindern einer Krankheitsverschlechterung.

Station und Betreuung

Wir haben 6 Patientenbetten, jeweils ausgestattet mit Monitor zur ständigen Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktionen wie Herzrate, Blutdruck, Sauerstoffsättigung. Zudem gibt es lnfusiomaten, Spritzen- und Ernährungspumpen.

8 normale Betten ohne apparative Überwachung zur Weiterbehandlung und frühen Rehabilitation der Schlaganfall-Patienten stehen zudem zur Verfügung.

 

Für die hochqualifizierte medizinische Versorgung steht 24 Stunden ein speziell geschultes Team bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern/- pflegern, Physio-, Ergo- und Sprachtherapeuten, Neuropsychologen und Sozialarbeitern zur Verfügung. Ein großer Teil unserer Schwestern hat eine Spezialausbildung als Stroke nurse absolviert.

Die wichtigsten Untersuchungen im Überblick

Zunächst erfolgen immer Schnittbildaufnahmen des Kopfes (MRT, CT) zur Unterscheidung eines Hirninfarkts (d. h. einer Mangeldurchblutung) von einer Hirnblutung, um das Ausmaß der Hirnschädigung zu erkennen und um bei einer Mangeldurchblutung definitiv infarziertes von noch rettbarem Hirngewebe zu unterscheiden (vorzugsweise Kernspintomographie = Magnetresonanztomographie - MRT).

Weiterhin erfolgen:

Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße:Mit der farbkodierten Duplexsonographie können Aussagen über das Gewebe und den Blutfluss in den Gefäßen gemacht werden.

Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie):
Um Blutgerinnsel im Herzen, Veränderungen der Herzklappen und der Herzkraft zu erkennen.

Neurophysiologische Untersuchungen (EEG, evoz. Potentiale):
Aussagen über das Ausmaß, die Lokalisation und die Prognose der Hirnschädigung.

EKG- und Blutdruck-Langzeitableitung:
Aussagen über Herzfunktion bzw. Herzrhythmus und über den Blutdruck im Tagesverlauf. In einigen Fällen werden wir einen Ereignisrecorder (event recorder = dauerhaftes EKG) unter die Haut implantieren.

Angiographie der hirnversorgenden Gefäße:Gefäßdarstellung im Rahmen einer Katheteruntersuchung, um z.B. einen Gefäßverschluss wiederzueröffnen, eine Gefäßaussackung (Aneurysma) oder Gefäßmissbildung als Ursache einer Hirnblutung zu entdecken.