Leistenbruch: Kein Grund zu warten, aber auch keiner zur Sorge

Zum Tag der Hernie: Die Paracelsus Klinik am Silbersee Langenhagen informiert, worauf es ankommt

Ein leichtes Ziehen in der Leiste beim Heben einer Kiste, eine kleine Wölbung, die sich im Liegen wieder zurückzieht: Viele Menschen kennen diese Anzeichen und schieben den Arztbesuch trotzdem vor sich her. Dabei steckt dahinter häufig ein Bruch, eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Anlässlich des Tages der Hernie am 3. November ruft die Paracelsus Klinik Langenhagen dazu auf, Beschwerden ernst zu nehmen und sich frühzeitig untersuchen zu lassen.

Eine Volkskrankheit, über die kaum jemand spricht

Hernien, umgangssprachlich Brüche, entstehen, wenn Gewebe oder Teile des Darms durch eine Schwachstelle in der Bauchwand nach außen drücken. Am häufigsten betroffen ist die Leiste, aber auch Nabel und Narben nach früheren Operationen sind typische Stellen. In Deutschland zählt die Versorgung von Leistenbrüchen zu den häufigsten Operationen überhaupt, jedes Jahr werden mehr als 200.000 Eingriffe durchgeführt. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Viele Betroffene suchen ärztlichen Rat erst, wenn die Beschwerden längst ihren Alltag bestimmen. Dabei heilt ein Bruch nicht von allein. Je früher er erkannt wird, desto besser lässt sich die Behandlung planen, und desto entspannter verläuft sie für alle Beteiligten.

Moderne Verfahren, kurze Wege zurück in den Alltag

Die gute Nachricht: Hernien lassen sich heute sicher und schonend behandeln. Minimalinvasive Verfahren mit wenigen kleinen Schnitten sind längst Standard, viele Patienten sind nach kurzer Zeit wieder mobil, im Beruf und beim Sport. Welches Vorgehen im Einzelfall das richtige ist, hängt von Art und Größe des Bruchs, den Beschwerden und der persönlichen Lebenssituation ab.

Nicht jeder Bruch muss sofort operiert werden. Am Anfang stehen eine gründliche Untersuchung und ein offenes Gespräch, in dem Arzt und Patient gemeinsam klären, welche Behandlung passt und was den Patienten erwartet.

Warnsignale ernst nehmen

Es gibt Anzeichen, bei denen schnelles Handeln gefragt ist: Lässt sich die Wölbung nicht mehr zurückdrücken, wird sie hart und schmerzhaft oder kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu, kann ein eingeklemmter Bruch vorliegen. Dann sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe suchen oder den Notruf wählen.

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