Darmkrebsmonat März: Check deinen Darm – schütz dein Leben
Acht Meter Länge, 100 Billionen Bakterien – und eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem: Unser Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan. Doch ausgerechnet diese unterschätzte Schaltzentrale wird oft vernachlässigt. Zum Darmkrebsmonat März macht die Paracelsus Klinik Schöneck auf eine Erkrankung aufmerksam, die jährlich rund 58.000 Menschen in Deutschland trifft und bei der Früherkennung wortwörtlich Leben rettet.
Viele wissen nicht, dass Darmkrebs „vererbbar“ sein kann
Etwa 30 Prozent aller Darmkrebserkrankungen haben eine genetische Mitursache. „Wer in der Familie bereits Fälle von Darmkrebs hatte, sollte vorsorglich zehn Jahre vor dem Alter der erkrankten Angehörigen mit der Untersuchung beginnen“, erklärt Dr. Rafael Ulrych, Chefarzt für Innere Medizin an der Paracelsus Klinik Schöneck. Dieser wichtige Zusammenhang ist noch viel zu wenig bekannt.
Der Darm als Stimmungsgeber
Aktuelle Studien zeigen, dass die Zusammensetzung der Darmflora nicht nur Verdauung und Abwehrkräfte beeinflusst, sondern auch Stimmung und Antrieb. „Ein gesunder Darm produziert Botenstoffe wie Serotonin. Gerät das mikrobiologische Gleichgewicht aus der Bahn, kann das langfristig sogar Depressionen begünstigen“, so Dr. Rafael Ulrych. Ein weiterer Grund, regelmäßig auf die Darmgesundheit zu achten und nicht erst, wenn Beschwerden auftreten.
Früherkennung: Fünf Minuten, die Leben retten
Trotz aller Aufklärung nehmen nur etwa 20 Prozent der Anspruchsberechtigten in Deutschland die Vorsorgekoloskopie wahr. Dabei ist sie die einzige Untersuchung, die nicht nur Krebs früh erkennt, sondern ihn verhindern kann. Durch das Entfernen gutartiger Vorstufen (Polypen) direkt während der Untersuchung.
„Aus medizinischer Sicht ist Darmkrebs eine der vermeidbarsten Krebsarten überhaupt“, betont Dr. Rafael Ulrych. Gleichzeitig sinkt das Risiko bereits deutlich, wenn Menschen den kostenlosen Stuhltest nutzen, der ab 45 Jahren jährlich angeboten wird.
Der unterschätzte Risikofaktor Alltag
Überraschend: Nicht nur Rauchen oder Alkohol erhöhen das Risiko, sondern auch Dauerstress, zu wenig Schlaf und sitzende Tätigkeiten. Neuere Forschungsarbeiten zeigen, dass Bewegungsmangel den Stoffwechsel im Darm verlangsamt und damit entzündliche Prozesse fördert.
„Schon 30 Minuten Gehen täglich oder der Verzicht auf die zweite Portion Fleisch pro Woche senken das Risiko messbar“, sagt Dr. Rafael Ulrych von der Paracelsus Klinik Schöneck.
Darmkrebsvorsorge – ein starkes Stück Selbstfürsorge
Die Ärztinnen und Ärzte der Paracelsus Kliniken appellieren darum an alle über 45-Jährigen: „Reden Sie über das Thema – mit Ihrer Familie, Ihrem Hausarzt, Ihrem Umfeld. Wer heute den Mut hat, zur Vorsorge zu gehen, hat morgen die besten Karten, gesund zu bleiben.“