Zentrum für rekonstruktive Urologie
Friedrich-Lau-Straße 11, 40474 Düsseldorf,
Sprechzeiten:
Mo & Do: 08.00 – 16.00 Uhr, nach Vereinbarung, Privatsprechstunde: Di 08.00 - 15.00 Uhr
Wiederherstellung von Funktion und Lebensqualität.
Wenn Erkrankungen, Verletzungen oder frühere Operationen die Funktion der Harnröhre, Blase oder Harnwege beeinträchtigen, ist oft eine spezialisierte Behandlung erforderlich. Unser Ziel ist es, die Funktion bestmöglich wiederherzustellen und Deine Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Dafür setzen wir auf moderne Operationsverfahren, individuelle Therapiekonzepte und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.
Deine Vorteile auf einen Blick
Spezialisierung auf rekonstruktive Eingriffe
Moderne operative Verfahren
Individuelle Diagnostik und Therapieplanung
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Persönliche Begleitung von der ersten Beratung bis zur Nachsorge
-
Eine Engstelle am Übergang vom Nierenbecken zum Harnleiter kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Dadurch kann sich Urin in der Niere stauen. Beschwerden wie Flankenschmerzen, wiederkehrende Infektionen oder eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion können die Folge sein.
Bei der Nierenbeckenplastik (Pyeloplastik) wird die Engstelle entfernt und anschließend eine neue, ausreichend weite Verbindung zwischen Nierenbecken und Harnleiter geschaffen.
Der Eingriff kann in geeigneten Fällen roboterassistiert durchgeführt werden. Die dreidimensionale Sicht und die hohe Beweglichkeit der Instrumente ermöglichen dabei besonders präzise Nahttechniken. Bei bestimmten Ausgangssituationen oder komplexen Voroperationen kann weiterhin eine offene Operation sinnvoll sein.
Auch bei einer erneuten Engstelle nach bereits erfolgter Nierenbeckenplastik können rekonstruktive Verfahren infrage kommen.
-
Schädigungen oder Engstellen des Harnleiters können beispielsweise nach vorausgegangenen Operationen, Entzündungen, Bestrahlungen, Endometriose, Steinbehandlungen oder anderen Erkrankungen auftreten.
Die geeignete Rekonstruktion hängt insbesondere davon ab, wo sich die Engstelle befindet und wie lang der betroffene Harnleiterabschnitt ist.
Zu den möglichen Verfahren gehören unter anderem:
Entfernung einer kurzen Engstelle und erneute Verbindung der Harnleiterenden
Neueinpflanzung des Harnleiters in die Harnblase
Mobilisation der Harnblase zur Überbrückung längerer Defekte, beispielsweise mittels Psoas-Hitch
Rekonstruktion mittels Boari-Flap
Rekonstruktion komplexer Harnleiterengen unter Verwendung von Mundschleimhaut
Wiederherstellung des oberen Harnleiters oder des Übergangs zum Nierenbecken
Rekonstruktionen nach vorausgegangenen Operationen oder Verletzungen
Viele dieser Eingriffe können bei geeigneten Voraussetzungen roboterassistiert minimalinvasiv erfolgen.
-
Ist ein sehr langer Abschnitt des Harnleiters geschädigt oder steht nicht mehr ausreichend gesunder Harnleiter für eine direkte Rekonstruktion zur Verfügung, können klassische Rekonstruktionsverfahren an ihre Grenzen kommen.
In ausgewählten Fällen kann dann ein Dünndarmsegment als Ersatz für einen Teil oder nahezu den gesamten Harnleiter verwendet werden. Dieses Verfahren wird als Ileum-Ureter oder Harnleiterersatz durch Darminterponat bezeichnet.
Dabei wird ein geeigneter Abschnitt des Dünndarms ausgeschaltet und so eingesetzt, dass der Urin wieder von der Niere zur Harnblase abfließen kann.
Der Harnleiterersatz mit Darm ist ein komplexes rekonstruktives Verfahren und erfordert eine sorgfältige individuelle Planung. Insbesondere Nierenfunktion, Länge und Lokalisation des Defektes, vorausgegangene Operationen sowie Begleiterkrankungen müssen bei der Entscheidung berücksichtigt werden.
-
Behandlung von Harnröhrenengen
Eine Harnröhrenstriktur ist eine narbige Verengung der Harnröhre. Typische Beschwerden sind ein schwacher Harnstrahl, erschwertes Wasserlassen, Restharn, wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder im ausgeprägten Fall ein vollständiger Harnverhalt.
Kurze Engstellen können teilweise endoskopisch behandelt werden. Bei längeren, wiederkehrenden oder komplexen Harnröhrenengen ist jedoch häufig eine operative Rekonstruktion der Harnröhre (Urethroplastik) erforderlich.
Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut
Wenn eine direkte Rekonstruktion nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, kann körpereigene Mundschleimhaut – meist aus der Innenseite der Wange – als Transplantat verwendet werden.
Mundschleimhaut hat sich aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften seit vielen Jahren in der rekonstruktiven Harnröhrenchirurgie bewährt.
Abhängig von Länge, Lage und Ursache der Engstelle kommen unterschiedliche Rekonstruktionsverfahren infrage. Auch bereits mehrfach vorbehandelte Harnröhrenengen können eine erneute individuelle Beurteilung und gegebenenfalls eine komplexe Rekonstruktion erforderlich machen.
-
Bei bestimmten Erkrankungen besitzt die Harnblase nicht mehr ausreichend Volumen oder kann den Urin nur unter erhöhtem Druck speichern. Dies kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und langfristig auch die oberen Harnwege und die Nieren gefährden.
Wenn konservative und weniger invasive Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichen, kann in ausgewählten Fällen eine operative Vergrößerung der Harnblase – die sogenannte Augmentationszystoplastik – erforderlich sein.
Hierbei wird meist ein Darmsegment verwendet, um das Fassungsvermögen der Blase zu vergrößern und den Speicherdruck zu reduzieren.
Eine Blasenaugmentation ist ein komplexer Eingriff. Die Entscheidung hierfür erfolgt deshalb erst nach einer umfassenden Diagnostik und einer ausführlichen Beratung über mögliche Alternativen sowie die langfristige Nachsorge.
-
Ein besonderer Schwerpunkt der Wiederherstellungschirurgie sind komplexe Situationen nach vorausgegangenen Eingriffen.
Narbenbildungen, Verletzungen oder Durchblutungsstörungen können unter anderem nach Operationen im Bauch- und Beckenbereich, gynäkologischen oder urologischen Eingriffen sowie nach Strahlentherapie auftreten.
Gerade in diesen Situationen ist eine individuelle Planung besonders wichtig.
Je nach Befund können beispielsweise Harnleiter, Harnblase oder Harnröhre rekonstruiert und natürliche Harnwege wiederhergestellt werden.
Auch wenn bereits mehrere Operationen stattgefunden haben oder zuvor andere Behandlungsverfahren erfolglos waren, kann eine erneute spezialisierte Beurteilung sinnvoll sein.
-
Urologische Fisteln sind unnatürliche Verbindungen zwischen den Harnwegen und benachbarten Organen und können beispielsweise nach Operationen, Bestrahlungen, Entzündungen oder Verletzungen entstehen. Häufig sind Blasen-Scheiden-Fisteln, Harnleiter-Scheiden-Fisteln sowie Fisteln zwischen Harnblase und Darm.
Je nach Lage, Ursache und Komplexität erfolgt die Rekonstruktion offen, vaginal oder roboterassistiert minimalinvasiv. Auch bei wiederkehrenden Fisteln oder nach Voroperationen sind individuelle rekonstruktive Lösungen möglich. Ziel ist der sichere Fistelverschluss und die Wiederherstellung der natürlichen Harnwege und Kontinenz.
-
Nicht jede komplexe Rekonstruktion muss heute über einen großen offenen Zugang erfolgen.
Die roboterassistierte Chirurgie verbindet einen minimalinvasiven Zugang mit einer hochauflösenden dreidimensionalen Darstellung des Operationsgebietes und sehr beweglichen Instrumenten. Gerade bei feinen Präparationen und Nahtrekonstruktionen kann dies Vorteile bieten.
Zu den rekonstruktiven Eingriffen, die je nach Befund roboterassistiert durchgeführt werden können, gehören beispielsweise:
Nierenbeckenplastiken
Harnleiterrekonstruktionen
Neueinpflanzungen des Harnleiters
Psoas-Hitch- und Boari-Flap-Rekonstruktionen
ausgewählte komplexe Harnleiterrekonstruktionen
bestimmte Revisionsoperationen nach vorausgegangenen Eingriffen
Gleichzeitig bleibt die offene rekonstruktive Chirurgie ein wichtiger Bestandteil des Behandlungsspektrums. Insbesondere bei sehr ausgedehnten Defekten, komplexen Voroperationen oder bestimmten Harnröhren- und Blasenrekonstruktionen kann ein offenes Vorgehen die bessere Option darstellen.
Entscheidend ist deshalb nicht „offen oder Roboter“, sondern welches Verfahren im individuellen Fall die besten Voraussetzungen für eine sichere und dauerhafte Rekonstruktion bietet.
-
Rekonstruktive Urologie lässt sich nicht immer nach einem Standardschema planen.
Die Länge und Lokalisation einer Engstelle, die Qualität des vorhandenen Gewebes, vorausgegangene Operationen oder Bestrahlungen sowie die Funktion von Niere und Harnblase können von Patient zu Patient erheblich unterschiedlich sein.
Deshalb beginnt eine erfolgreiche Wiederherstellungschirurgie mit einer individuellen Diagnostik und Operationsplanung.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden, die nicht nur technisch möglich ist, sondern auch langfristig zu Ihrer persönlichen Situation passt.
-
Eine spezialisierte Beratung kann insbesondere sinnvoll sein bei:
Nierenbeckenabgangsenge
wiederkehrender Engstelle nach bereits erfolgter Nierenbeckenplastik
Harnleiterenge oder Harnleiterverletzung
Harnleiterproblemen nach vorausgegangenen Operationen
langen oder komplexen Harnleiterdefekten
wiederkehrenden Harnröhrenengen
Harnröhrenstrikturen nach mehrfachen endoskopischen Behandlungen
komplexen Veränderungen nach Operation oder Strahlentherapie
kleiner oder funktionell beeinträchtigter Harnblase
der Frage nach einer offenen oder roboterassistierten Rekonstruktion
komplexen Befunden, bei denen bisher keine dauerhafte Lösung gefunden werden konnte
-
Bei komplexen Erkrankungen der Harnwege kann es sinnvoll sein, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen.
Gerne beurteilen wir auch Befunde von Patienten, die bereits vorbehandelt oder mehrfach operiert wurden. Vorhandene CT-, MRT-, Röntgen- und Funktionsuntersuchungen sowie frühere Operationsberichte können dabei in die Beurteilung einbezogen werden.
Sie möchten wissen, ob in Ihrem Fall eine rekonstruktive Operation möglich ist?
Vereinbaren Sie einen Termin zur persönlichen Beratung. Nach Sichtung Ihrer Vorbefunde besprechen wir mit Ihnen die möglichen Behandlungswege und klären, ob eine offene oder roboterassistierte Rekonstruktion für Ihre individuelle Situation infrage kommt.
Online Sprechstunde
jeden Montag von 14 - 15 Uhr
Hol Dir eine Zweitmeinung von unserem leitenden Oberarzt Salahedein Alkeilanei.
Anmeldung
Telefonisch: +49 211 4386 252
per Mail: sprechstunde@golzheim.pkd.de
Zugangsmöglichkeit
Überweisung vom Facharzt für Urologie.
Nach Terminvereinbarung fordern wir Unterlagen von Dir an. Diese müssen vor dem Termin vorliegen.
Der Zugangslink zur Online-Sprechstunde wird Dir per E-Mail zugeschickt.
Deine Ansprechpartner im Zentrum für rekonstruktive Urologie Golzheim Düsseldorf:
-

Dr. med. Samer Schakaki
Chefarzt Urologie und Ärztlicher Direktor
Telefon: +49 211 4386 101
Mail: sprechstunde@golzheim.pkd.de -

Salahedein Alkeilanei
Leitender Oberarzt Urologie und Sektionsleiter Andrologie
Telefon: +49 211 4386 101
Mail: sprechstunde@golzheim.pkd.de -

Mohammed Al-Refai
Oberarzt und Sektionsleiter Robotik
Telefon: +49 211 4386 101
Mail: sprechstunde@golzheim.pkd.de