Wenn das Gehirn den Takt verliert: Paracelsus Klinik Bremen setzt Zeichen zum Welttag des Gehirns
Unter dem diesjährigen Motto „Gehirngesundheit als Zugang für alle“ rückt die Paracelsus Klinik Bremen die Parkinson-Erkrankung in den Fokus und zeigt, wie spezialisierte Neurologie Betroffenen heute mehr Lebensqualität ermöglicht.
Rund zehn Millionen Menschen weltweit leben mit der Diagnose Parkinson, Tendenz steigend. Anlässlich des Welttags des Gehirns, der jährlich am 22. Juli von der internationalen Fachgesellschaft für Neurologie ausgerufen wird, macht die Paracelsus Klinik Bremen auf die Bedeutung von Gehirngesundheit, früher Diagnostik und spezialisierter Behandlung aufmerksam. Das internationale Motto 2026 lautet: Gehirngesundheit als Zugang für alle. Genau hier setzt die Arbeit des Fachbereichs Neurologie an, der Menschen mit Parkinson eine auf die Erkrankung zugeschnittene Versorgung bietet.
Das Gehirn ist die Kommandozentrale des Körpers: Über ein feines Netzwerk aus Nervenzellen und Botenstoffen steuert es nicht nur Denken, Fühlen und Erinnern, sondern auch jede noch so kleine Bewegung, vom Greifen einer Tasse bis zum sicheren Gehen. Bei Parkinson gerät genau dieses Zusammenspiel aus dem Takt: Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, gehen nach und nach verloren. Die Folge sind die typischen Symptome der Erkrankung, darunter Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen.
Parkinson verändert dabei nicht nur die Beweglichkeit, sondern häufig den gesamten Alltag der Betroffenen. Der Fachbereich Neurologie der Paracelsus Klinik Bremen behandelt Menschen mit Morbus Parkinson und bietet dafür ambulante wie stationäre Versorgung aus einer Hand. Kernstück ist die Parkinson-Komplextherapie: ein 15 bis 21-tägiges stationäres Intensivprogramm für Betroffene, bei denen eine rein medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht. Neurologen, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologische Begleitung arbeiten dabei eng zusammen. Ziel ist es, Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Lebensfreude zu erhalten und den Alltag wieder aktiv zu gestalten.
Eingebettet ist die Versorgung in das Parkinsonnetzwerk Bremen+, in dem Neurologen, Neurochirurgen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Pflegekräfte und Sozialarbeiter interdisziplinär zusammenarbeiten, damit für jede Patientin und jeden Patienten die passende Therapie entsteht.
„Parkinson beginnt oft schleichend und wird deshalb häufig erst spät erkannt. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung sind entscheidend, um den Verlauf positiv zu beeinflussen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Betroffene langfristig und fachübergreifend zu begleiten“, sagt Dr. med. Kouroush Dehghani, Chefarzt der Neurologie an der Paracelsus Klinik Bremen.
Auch wenn sich Parkinson nicht in jedem Fall verhindern lässt, zeigt die Forschung: Ein aktiver Lebensstil kann das Gehirn nachweislich schützen. Regelmäßige Bewegung, geistige Aktivität, ausgewogene Ernährung und ein guter Umgang mit Stress zählen zu den wichtigsten Schutzfaktoren für die Gehirngesundheit und damit auch für die Prävention neurologischer Erkrankungen. Die Paracelsus Klinik Bremen setzt daher neben der Akutbehandlung gezielt auf Aufklärung und Prävention.