März ist Darmkrebsmonat: Paracelsus Kliniken informieren über Vorsorge und Darmgesundheit
Acht Meter Länge, 100 Billionen Bakterien – und eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem: Unser Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan. Doch ausgerechnet diese unterschätzte Schaltzentrale wird oft vernachlässigt. Zum Darmkrebsmonat März machen die Paracelsus Kliniken auf eine Erkrankung aufmerksam, die jährlich rund 58.000 Menschen in Deutschland trifft – und bei der Früherkennung wortwörtlich Leben retten kann.
Viele wissen nicht, dass Darmkrebs auch vererbbar sein kann
Etwa 30 Prozent aller Darmkrebserkrankungen haben eine genetische Mitursache. „Wer in der Familie bereits Fälle von Darmkrebs hatte, sollte vorsorglich zehn Jahre vor dem Alter der erkrankten Angehörigen mit der Untersuchung beginnen“, erklärt Dr. Tom Steinmetz, Chefarzt für Innere Medizin an der Paracelsus Klinik am Silbersee in Langenhagen. „Dieser Zusammenhang ist noch immer viel zu wenig bekannt – dabei kann die richtige Vorsorge entscheidend sein.“
Der Darm als Stimmungsgeber
Aktuelle Studien zeigen, dass die Zusammensetzung der Darmflora nicht nur Verdauung und Abwehrkräfte beeinflusst, sondern auch Stimmung und Energielevel. „Ein gesunder Darm produziert Botenstoffe wie Serotonin. Gerät das mikrobiologische Gleichgewicht aus der Bahn, kann das langfristig sogar Depressionen begünstigen“, so Dr. Steinmetz. Ein weiterer Grund, regelmäßig auf die eigene Darmgesundheit zu achten – und nicht erst, wenn Beschwerden auftreten.
Früherkennung: Fünf Minuten, die Leben retten
Trotz aller Aufklärung nehmen nur etwa 20 Prozent der Anspruchsberechtigten in Deutschland die Vorsorgekoloskopie wahr. Dabei ist sie die einzige Untersuchung, die nicht nur Krebs früh erkennt, sondern ihn verhindern kann – denn gutartige Vorstufen (Polypen) lassen sich direkt entfernen.
„Jede entdeckte und entfernte Vorstufe ist ein Stück gewonnenes Leben“, betont Dr. Rafael Ulrych, Chefarzt der Inneren Medizin an der Paracelsus Klinik Schöneck. „Viele Menschen zögern aus Angst oder Scham, doch die Untersuchung ist heutzutage schonend, sicher und schnell. Wer sie nutzt, schützt sich effektiv.“
Der unterschätzte Risikofaktor Alltag
Nicht nur Rauchen oder Alkohol erhöhen das Risiko, sondern auch Dauerstress, zu wenig Schlaf und Bewegungsmangel. Neuere Studien zeigen, dass körperliche Inaktivität den Stoffwechsel im Darm verlangsamt und entzündliche Prozesse fördert. „Schon 30 Minuten Gehen täglich oder der Verzicht auf die zweite Portion Fleisch pro Woche senken das Risiko messbar“, ergänzt Dr. Steinmetz.
Darmkrebsvorsorge – ein starkes Stück Selbstfürsorge
„Darmkrebs ist eine Krankheit, die wir heute in vielen Fällen verhindern können – wenn wir sie ernst nehmen“, sagt Dr. Roman Koch, Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg. „Niemand sollte warten, bis Beschwerden auftreten. Vorsorge ist einfache, aber wirkungsvolle Selbstfürsorge.“
Die Ärztinnen und Ärzte der Paracelsus Kliniken in Langenhagen, Schöneck und Henstedt-Ulzburg appellieren daher an alle über 45-Jährigen:
„Reden Sie über das Thema – mit Ihrer Familie, Ihrem Hausarzt, Ihrem Umfeld. Wer heute den Mut hat, zur Vorsorge zu gehen, hat morgen die besten Karten, gesund zu bleiben.“