7. August 2020

Paracelsus investiert 5 Millionen Euro in Dreifach-Standort Bad Gandersheim

  • Modernisierung der Klinik-Immobilien auf gehobene Standards bringt bis Ende 2021 mehr Komfort für Patienten
  • Technische Maßnahmen sichern modernen Klinikbetrieb
  • Bettenzahl der Klinik an der Gande wird aufgestockt

Mit einem Investitionsvolumen von rund 5 Millionen Euro bauen die Paracelsus-Kliniken ihren Standort Bad Gandersheim aus. Bis Ende 2021 sollen die Paracelsus-Klinik am See, die Paracelsus-Klinik an der Gande und die Paracelsus Roswitha-Klinik energetisch saniert, technisch modernisiert und zum Teil auch erweitert werden. „Wir wollen die Infrastruktur unserer Häuser auf den neusten Stand bringen und gleichzeitig mehr Komfort für unsere Patienten erreichen“, erklärt Klinikmanager Thorsten Prieß. „Das ist bei den Häusern, die teilweiseaus den 1970er Jahren stammen, mit einem großen Aufwand verbunden. Aber der lohnt sich, weil wir dadurch neben der hervorragenden medizinischen Behandlung und Betreuung auch in der Unterbringung attraktiver für immer mehr Patienten werden.“

Umfangreiche Baumaßnahmen

Das Pflichtenheft für die Baumaßnahmen der kommenden Monate ist lang: Gebäudetechnisch werden die Heizungs- und Lüftungssysteme aller drei Häuser auf den neuesten Stand gebracht. In weiten Teilen der drei Kliniken gibt es neue Fußböden und neue Anstriche für Zimmer und Flure. Je nach Belegung und Arbeitsmöglichkeiten werden schrittweise einzelne Räume oder komplette Flure renoviert. Die Eingangsbereiche werden neugestaltet und alle renovierten Zimmer bekommen neue Möbel. „Unser Standard sind Einzelzimmer mit eigener Dusche und Balkon, Flachbildfernseher, Mobiliar in gehobener Hotel-Qualität und W-LAN“, erläutert Thorsten Prieß. „Damit heben wir unseren Komfort in Bad Gandersheim auf bis zu vier Hotelsterne. Gleichzeitig werden wir in neue medizinische Geräte – zum Beispiel im Bereich der Trainingstherapie – investieren.“

Zusätzliche Betten für die orthopädische Klinik

Größtes Bauvorhaben von Paracelsus wird die orthopädische Klinik an der Gande. Dort sind derzeit noch zwei von fünf Etagen ungenutzt. Sie sollen entkernt und komplett neu aufgebaut künftig 30 neue Zimmer und zusätzliche Behandlungsräume beherbergen. Damit steigt die Kapazität des Hauses bis Ende 2021 von 120 auf 150 Betten. Auch der psychosomatischen Roswitha-Klinik stehen größere Baumaßnahmen ins Haus, die separat vom Eigentümer gemeinsam mit Paracelsus geplant und ausgeführt werden. Hier fließen zusätzlich Gelder in Dacharbeiten, Bäder und Fenster. Bei der Klinik am See werden ergänzende Brandschutzmaßnahmen für eine halbe Million Euro durchgeführt.

Klinikbetrieb läuft weiter

„Das Ganze darf selbstverständlich nicht auf Kosten der Behandlungsqualität gehen“, stellt Thorsten Prieß eine der größten organisatorischen Herausforderungen der Baumaßnahmen vor. „Wir planen hausintern alles, um Beeinträchtigungen für unsere Patienten so gering wie möglich zu halten. Denn schließlich sollen die Menschen bei uns weiterhin gesund werden.“ Für den Fall der Fälle hat man seitens der Klinikleitung sogar eigene Sonderprogramme mit Ausflügen geplant, falls der Baulärm für einige Stunden unvermeidlich sein sollte. Das aber dürfte beim eher ruhigen Innenausbau selten der Fall sein.

Gemeinsam mit Stadt und Region

„Unsere Idee von Bad Gandersheim 2.0 ist es, in der ersten Liga zu spielen. Das gilt sowohl für die Behandlungs- als die Unterbringungsqualität“, erklärt Klinikmanager Thorsten Prieß die Ziele von Paracelsus. „Mit den Baumaßnahmen machen wir unsere Häuser dafür jetzt attraktiv. Gleichzeitig wollen wir auch ein Stück weit das positive Image der Stadt weiter fördern.“ Dass der Umbau der Kliniken auch einen touristischen Effekt auf Bad Gandersheim haben dürfte, ist für Paracelsus ein gewollter Nebeneffekt – gerade auch im Hinblick auf die Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 in der Stadt. „Wir stehen zum Standort und sehen uns als Arbeitsgeber und Auftraggeber auch der Region verpflichtet“, erklärt Prieß. „Darum wollen wir das Miteinander fördern und haben, wo es möglich war, auch Aufträge bei uns vor Ort vergeben, um lokale Betriebe gerade in der Corona-Zeit zu unterstützen.“