Spezialkonzepte

Spezialisierte Therapieangebote

Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Patientinnen und Patienten einen ganz unterschiedlichen Reha-Bedarf haben. Deshalb haben wir unser allgemeines Behandlungsspektrum um spezielle, innovative erweitert.

Integrierte suchtmedizinische und orthopädische Rehabilitation (ISOR)

Wenn chronische Schmerzen den Alltag bestimmen…

Sie möchten ein abstinentes Leben beginnen, aber Ihre Schmerzen verhindern, dass Sie sich Ihren Arbeitsalltag zutrauen? Dann ist es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen!

Wir bieten Ihnen mit unserer integrierten suchtmedizinischen und orthopädischen Rehabilitation – kurz ISOR – gezielt Hilfe, indem wir die Therapie chronischer Schmerzen gleichwertig zur Suchtbehandlung in unser Angebot integrieren. Dafür haben wir unsere vier jahrzehntelange Erfahrung in der Suchtrehabilitation durch eine zusätzliche orthopädische Ausrichtung der Klinik erweitert.

Durch fachärztlich-orthopädische Diagnostik und Therapie sowie durch die Schaffung spezieller orthopädischer Trainingsmöglichkeiten können wir gezielt auf Ihre individuellen Behandlungsbedürfnisse eingehen. So können wir neben der Suchterkrankung bestehende chronische orthopädische Schmerzsyndrome zusätzlich behandeln. Dazu zählen z.B. Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens, Arthrose oder auch chronische Schmerzstörungen mit psychischen und somatischen Faktoren.

In unseren zwei speziellen Therapiegruppen erhalten Sie neben dem allgemeinen Therapieangebot unserer Klinik spezifische Behandlungsangebote in Form von Berufscoaching mit Funktionstraining, einem Schmerzcurriculum sowie einem speziellen Trainingsprogramm in der Ergotherapie. Die Mindestbehandlungsdauer beträgt bei diesem Konzept zwölf Wochen!

Therapieangebot „Sicherheit finden“

Wieder mehr Kontrolle über das eigene Leben bekommen

Traumatische Erlebnisse im eigenen Umfeld lassen einen schwer los und können die Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Um die entstehenden Ängste und Belastungen zu reduzieren oder zu verdrängen ist der Griff zum Suchtmittel nicht weit entfernt.

Mit Hilfe von unseren speziell geschulten Therapeuten und unserem Konzept „Sicherheit finden“ ermöglichen wir Ihnen, sich selbst besser vor den überflutenden Ängsten zu schützen und wieder mehr Kontrolle über Ihr eigenes Leben zu bekommen. Folglich können Sie eine Verbesserung Ihrer Lebensqualität zusammen mit einer zufriedenen Abstinenz erreichen. Den Rahmen dafür bieten wir getrennt für Männer und Frauen in der Indikativgruppe „Sicherheit finden“. Begleitend erfolgt die Bearbeitung Ihrer traumatischen Erlebnisse – soweit möglich und erforderlich – in Einzelgesprächen.

Das Therapieangebot ist eingebettet in das allgemeine Behandlungssetting unserer Klinik bestehend aus Gruppen- und Einzeltherapie, medizinischer Betreuung, Ergo- und Kreativtherapie, Sport- und Bewegungstherapie, sozialarbeiterischer Betreuung sowie Indikativgruppen.

Therapieangebot „Stützen und Fördern“

Chronisch mehrfach erkrankte und ältere Menschen

Auslöser für Suchterkrankungen sind vielfältig und besonders von tiefgreifenden Lebensveränderungen geprägt, wie beispielsweise die Beendigung der Berufstätigkeit, das erlebte/wahrgenommene Nachlassen der eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten oder auch der Verlust von Angehörigen und Freunden. Langfristig kann der Verlust der Selbständigkeit und der persönlichen Freiheit folgen.

Im Rahmen unseres Therapieangebotes „Stützen und Fördern“ haben wir die Möglichkeit Suchterkrankungen mit ihren chronischen Folgeschäden und Störungen (z.B. Leberzirrhose oder Polyneuropathie) zu behandeln. Außerdem bieten wir optimale Therapiebedingungen für ältere Menschen an.

In unseren zwei speziellen Therapiegruppen profitieren Sie neben unserer individuellen Behandlungsplanung und dem allgemeinen Behandlungssetting unserer Klinik besonders von einer Förderung durch gezielte ergotherapeutische und physiotherapeutische Maßnahmen. Die Zusammenarbeit mit Ihrer Familie oder ggf. Ihrem gesetzlichen Betreuer nimmt ebenfalls einen besonderen Stellenwert ein. Über Angebote wie Hirnleistungstrainings haben wir zudem die Möglichkeit Ihr Kurzzeitgedächtnis, Ihre Konzentration sowie die allgemeine Belastbarkeit und Frustrationstoleranz zu stärken.

Kombi- und Kombi-Nord-Therapie

Ambulante und stationäre Entwöhnungsbehandlung im Verbund

Die Kombi-Therapie der Deutschen Rentenversicherung Bund beinhaltet die ambulante und stationäre Entwöhnungsbehandlung im Verbund. Die Mitglieder verpflichten sich zu einer gemeinsamen Therapieplanung und enger Zusammenarbeit bei der Durchführung der Behandlung von suchtmittelabhängigen Patientinnen und Patienten. Verschiedene Formen der Kombinationsbehandlung sind möglich und werden individuell mit Ihnen abgestimmt.

Im Rahmen des Kombi-Nord Modells für die Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, DRV Oldenburg/Bremen und DRV Nord ist eine flexible Gestaltung der ambulanten, ganztägig ambulanten und stationären Therapiemöglichkeiten in Form von unterschiedlich langen Modulen möglich. Insgesamt werden 52 Wochen Behandlung bewilligt. Für jede Interventionsform ist ein eigenes Zeitbudget vorgesehen, das je nach individuellem Therapieverlauf unterschiedlich genutzt werden kann.

Paartherapie

Gemeinsam abstinent werden…

In Kooperation mit unserer Paracelsus-Berghofklinik in Bad Essen können wir Sie als alkohol- und medikamentenabhängiges Paar behandeln. Voraussetzung für eine Paartherapie ist die jeweilige Kostenzusage für die Dauer von 15 Wochen.

Sie und Ihr Partner werden am gleichen Tag jeweils in einer unserer zwei Fachkliniken in Bad Essen aufgenommen. Die Kliniken liegen in Bad Essen etwa sechs Kilometer voneinander entfernt. Die getrennte Aufnahme ermöglicht es Ihnen zunächst Ihr individuelles Einleben und Einlassen auf die eigene Behandlung.

In den ersten drei Wochen der Behandlung haben Sie ausschließlich telefonisch oder brieflichen Kontakt. Mit Beginn der Paartherapie in der vierten Woche haben Sie danach im Rahmen der jeweiligen Ausgangs- und Besuchsregelung freie Besuchsmöglichkeit. Wöchentlich findet ein Paargespräch statt.

Nähe-Distanz-Problematiken können mit dieser Art des Settings ebenso gut bearbeitet werden, wie symbiotische Problematiken, deren Bearbeitung Individuationsmöglichkeiten bieten soll.

Die letzten vier Wochen der Behandlung verbringen Sie als Paar gemeinsam in der Klinik, in der auch die Paartherapie stattfindet. Eine gemeinsame Unterbringung auf einem Zimmer ist dann selbstverständlich. Die Therapien werden jedoch wie gewohnt in der Klinik fortgesetzt, wo sie gestartet wurden.

Karriere

Paracelsus: Ihr neuer Heimathafen!

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