17. April 2020

Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck ist weiter für ihre Patienten da!

Neue Wege in der Corona-Krise

Die Paracelsus-Kliniken in Adorf und Schöneck haben sich in den letzten Wochen aktiv und äußerst engagiert auf den Zulauf von COVID-19 Patienten vorbereitet und ihre innerklinischen Abläufe darauf abgestimmt. „In einem immensen Kraftakt aller Mitarbeiter der beiden Standorte wurden innerhalb weniger Stunden alle Voraussetzungen geschaffen, so dass die zu erwartenden Patienten optimal versorgt werden können. Das macht mich sehr stolz“, lobt der Pflegedienstleiter, Thomas Meinel.

Als vorteilhaft hat sich besonders die Zusammengehörigkeit sowie die Nähe der beiden Standorte erwiesen. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Klinik in Adorf umgerüstet, so dass an diesem Standort alle Corona-Verdachtsfälle und Covid19-Patienten aus beiden Standorten behandelt werden können. Es wurde eine komplette Station für Verdachtsfälle vorbereitet, eine weitere Station ist auf bestätigte Corona-Patienten ausgerichtet. Außerdem wurden die Kapazitäten der Intensivbetten erweitert. Das gesamte Personal ist bestens geschult und auf alle Eventualitäten vorbereitet. Die Umleitung aller Personen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion sowie alle bestätigten Fälle in die Klinik nach Adorf erfolgt dabei stets auch in Absprache mit der Rettungsleitstelle. Mittlerweile wurden die ersten Patienten mit COVID-19 stationär aufgenommen und erfolgreich behandelt. Der Klinikleitung ist es wichtig zu betonen, dass die stationäre und ambulante Notfallbehandlung weiterhin gewährleistet ist. In Adorf wird eine strikte räumliche Trennung der Covid-19 Patienten von den übrigen Patienten sichergestellt. Die zentrale Notaufnahme ist rund um die Uhr geöffnet, planbare Eingriffe werden aber zunächst verschoben. Die Patienten werden bereits bei Eintritt in die Klinik untersucht, um eine erste Verdachtsdiagnose zu stellen und den Verdacht auf eine COVID-19 Infektion auszuschließen.

Vorsichtsmaßnahmen sind getroffen

Im engen Austausch mit dem Zentralinstitut für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken, sowie den Hygienefachkräften an den Standorten, wurden alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um das Ansteckungsrisiko für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren und eine Ausbreitung und Verschleppen von Viren zu vermeiden. Hinweisschilder zur Händedesinfektion, Abstandsregelungen sowie Schutzkleidung und das Tragen eines Mundschutzes für alle Mitarbeiter sind nur einige der Maßnahmen. „Sobald ein Patient mit Verdacht auf COVID-19 in die Klinik kommt, wird die Schutzkleidung nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes noch einmal deutlich verstärkt“, erläutert Klinikmanager Ralph Pleier. Besuche von Angehörigen sind nicht mehr erlaubt und nur noch in besonderen Ausnahmefällen gestattet. Auch in den Paracelsus-Kliniken Adorf und Schöneck ist der schleppende Nachschub von Bestandteilen der persönlichen Schutzausrüstung wie Atemmasken, Schutzkitteln, Handschuhen und Desinfektionsmitteln ein Thema. „Bislang konnten über ein Beziehungsnetzwerk und geschickte Einkaufsstrategien Engpässe vermieden und sogar eine gewisse Bevorratung erzielt werden. Wir müssen jedoch achtsam und ressourcenschonend damit umgehen. Alle Maßnahmen unterliegen einer stetigen Überwachung durch das Hygieneregime“, so Thomas Meinel.

Bislang waren die Verläufe der fünf stationär behandelten COVID-19 Patienten in der Paracelsus-Klinik Adorf erfreulich gut. Auch konnte ein großer Anteil positiv getesteter Patienten in die ambulante Behandlung entlassen werden.

Ein guter Informationsfluss und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind in der gegenwärtigen Situation, die eine nie dagewesene Herausforderung für alle darstellt, essentiell. Die Klinikleitung stimmt sich mehrmals täglich ab und schult ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich. Da sich die Situation tagtäglich ändert, ist eine ständige Neubewertung unerlässlich, so der ärztlicher Direktor Dipl.-Med. Dieter Haugk. Die Mitarbeiter erweisen sich als sehr engagiert und zugleich auch abgewogen und klug im Umgang mit der neuen Herausforderung. Deshalb gebührt ihnen besonderer Dank und Anerkennung. Die allermeisten sind bereit, Aufgaben zu übernehmen und sich in Abläufen schulen zu lassen, die bislang nicht Bestandteil ihres Arbeitsalltages waren. Auch führt die gewissenhafte Einhaltung der hygienischen Schutzmaßnahmen zu einer körperlich stärkeren Beanspruchung. Deshalb möchte die Klinikleitung für ihre Mitarbeiter an dieser Stelle ein dickes Lob für ihre Flexibilität und Organisationsfähigkeit aussprechen.

Auch in Zeiten von Corona: Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen ernstnehmen!

Dipl.-Med. Dieter Haugk, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Chirurgie gibt auch ein weiterer Trend Anlass zur Sorge. Immer mehr Patienten versuchen den Gang ins Krankenhaus zu vermeiden, aus Angst sich dort mit COVID-19 zu infizieren. Der Chefarzt warnt davor, Beschwerden zu ignorieren und rät, weiterhin ins Krankenhaus zu kommen. Dazu gehören vor allem Patienten mit Brustschmerzen oder akuten neurologischen Symptomen wie Lähmungen oder Sprachstörungen oder starken Schmerzen. Ebenso wird von der Unfall- sowie Bauchchirurgischen Abteilung eine ständige Operationsbereitschaft gewährleistet. Das akute Abdomen und Unfallfolgen werden ebenso wie Tumorleiden weiterhin mit größter Sorgfalt und Sicherheit versorgt.

„Die Mitarbeiter sind im Höchstmaß engagiert und wollen ihren Beitrag in dieser doch sehr schwierigen Situation leisten“, sagt der Pflegedienstleiter Herr Meinel. Wir schauen den Herausforderungen der kommenden Wochen mit gespannter Erwartung aber auch mit Zuversicht entgegen.