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Paracelsus/Kompetenzen

Urologie

Die Urologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das die Behandlung sämtlicher Erkrankungen der Niere, Nebennieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre, Prostata und der männlichen Geschlechtsorgane umfasst. Urologische Erkrankungen können Männer, Frauen und Kinder in jedem Lebensalter betreffen.

Urologische Kompetenz in den Paracelsus-Kliniken

Zum Behandlungsspektrum der Urologie gehört auch die Andrologie, also die Männerheilkunde. Erektionsstörungen, Unfruchtbarkeit, Hormonveränderungen „Wechseljahre“ des Mannes, Veränderungen bzw. Erkrankungen der Hoden und des Penis, der Wunsch nach Sterilisation oder eine Refertilisierung sind Themen, die einer spezifischen Beratung und Behandlung bedürfen.

Das Thema Inkontinenz gehört ebenfalls zum medizinischen Alltag urologischer Ärzteteams. Harninkontinenz ist der medizinische Ausdruck für Blasenschwäche und ist definiert als „Zustand mit jeglichem unwillkürlichem Urinverlust, der ein soziales oder hygienisches Problem darstellt“. Etwa 30 bis 60 Prozent der Menschen ab 50 sind von Harninkontinenz betroffen.

Die urologischen Fachabteilungen und Kliniken des Paracelsus-Verbundes nutzen modernste Diagnose- und Therapieverfahren, um Menschen jeden Lebensalters bei urologischen Problemen und Erkrankungen bestmöglich zu behandeln und zu betreuen. Dazu gehören auch die ganz Kleinen:

Die Kinderurologie befasst sich mit den Erkrankungen und Fehlbildungen im Harn-und Geschlechtstrakt bei Neugeborenen und Kindern. Dazu gehören die Nieren und Blase, die Nebennieren, und bei Jungen der Penis, die Hoden und Nebenhoden sowie Samenblasen und Prostata. Vorhautverengungen, Hodenhochstand, Fehlbildungen der Harnröhre, des äußeren Genitals, des Harntraktes sowie der Blase und Hodentorsion (Verdrehung) werden ebenso behandelt wie Blasenentleerungsstörungen und Einnässen. Die Behandlung erfolgt konservativ oder operativ und wenn möglich ambulant.

Behandlungsschwerpunkte

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Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Diagnose und Behandlung urologischer Tumore. Wer an urologische Tumorerkrankungen denkt, hat häufig lediglich das Thema Prostatakrebs im Blick. Dies liegt nahe, da Prostatakrebs die häufigste urologische Krebserkrankung darstellt; jährlich erkranken 63.000 Männer in Deutschland neu daran. Aber auch bei den übrigen Organen des Uro-Genitaltraktes kann es zu bösartigen Veränderungen kommen. Tumorerkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege gehören ebenfalls – bei Männern – zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen. Auch Hodenkrebs ist ein urologisches Tumorleiden, das jedoch weitaus seltener auftritt und, auch das eher ungewöhnlich, mehrheitlich bei jungen Männern.

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Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern nach dem 60. Lebensjahr. Doch obwohl zum Zeitpunkt der Diagnose rund neun von zehn Patienten älter als 60 Jahre sind, gibt es auch Männer, die mit Anfang 40 erkranken. Grundsätzlich gilt: Je früher der Prostatakrebs auftritt, desto aggressiver ist er. Umgekehrt nimmt die Aggressivität mit fortschreitendem Alter in der Regel ab.

Es gibt Symptome, die möglicherweise auf eine Veränderung hindeuten und abgeklärt werden sollten: Bei häufigem Harndrang, besonders nachts, schwachem oder unterbrochenem Harnfluss mit dem Gefühl der unvollständigen Entleerung, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, Erektionsstörungen und verminderter Lust sowie bei Blut in Urin oder Samenflüssigkeit sollte der Betroffene unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Denn je früher eine sichere Diagnose vorliegt, dass es sich tatsächlich um ein Prostatakarzinom handelt, umso besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und damit auch die Heilungschancen. Neben der offenen Prostataentfernung stehen roboter-assistierte OP-Verfahren (da Vinci®), die Brachytherapie und die HIFU-Therapie zur Verfügung. Bei lokal begrenztem Prostatakrebs wird in vielen Fällen die “Aktive Überwachung” empfohlen. Ein weiteres neues Verfahren zur Behandlung von Niedrig-Risiko-Prostatakarzinomen ist Tookad, ein Laserverfahren, mit dem Tumoren in der Prostata so behandelt werden, dass sie absterben, ohne dabei das Organ zu schädigen.

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Das menschliche Harnsystem besteht aus den Nieren sowie den ableitenden Harnwegen, zu denen Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre gehören. Erkrankungen der Blase wie Blasenentzündung oder Blasensteine machen sich meist durch vermehrten Harndrang und Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen bemerkbar. Im Gegensatz dazu entwickelt sich Blasenkrebs oft über einen langen Zeitraum hinweg unauffällig, das heißt, „klassische“ Symptome zeigen sich erst recht spät. Eins der wichtigsten Anzeichen, das auf eine Blasenkrebserkrankung hinweisen könnte, ist Blut im Urin, vor allem beim schmerzlosen Wasserlassen. In den meisten Fällen geht ein Tumorwachstum von der Blasenschleimhaut aus. Da Harnblasenkarzinome über lange Zeit hinweg keine Beschwerden verursachen und darüber hinaus oft sehr klein sind, wird die Erkrankung häufig durch einen Zufallsbefund erkannt.

Mit der Photodynamischen Diagnostik (PDD) steht für die Früherkennung von Blasentumoren eine höchst verlässliche Technik zur Verfügung. Dabei werden kleinste Tumore mit einem Farbstoff gefärbt und durch eine spezielle Lichtquelle sichtbar gemacht, Grundlage für die vollständige Entfernung auch kleinster Blasentumore.

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Bei Tumorerkrankungen der Niere wird zwischen Tumoren des Nierenbeckens (Urothelkarzinome) und des Nierengewebes (Nierenzellkarzinome) unterschieden. Bösartige Veränderungen des Nierengewebes gehören zu den eher seltenen Krebserkrankungen, jedoch steht das Nierenzellkarzinom an dritter Stelle bei den urologischen Tumoren, mit steigender Tendenz. Mehr als 16.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Nierenkrebs. Die Erkrankung wird häufig durch Zufall entdeckt, etwa bei einer Routine-Ultraschalluntersuchung. Ist die Erkrankung eindeutig diagnostiziert, folgt in den meisten Fällen eine Operation. Neben der operativen Entfernung der gesamten Niere besteht in einigen Fällen die Möglichkeit, das Organ so weit als möglich zu erhalten und nur das befallene Gewebe zu entfernen (Nierenteilresektion / Tumorenukleation). Neben den operativen Möglichkeiten kann in bestimmten Fällen mit der Immuntherapie auch eine neue Behandlungsoption eingesetzt werden.

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Hodenkrebs beginnt in einem der beiden Hoden und kann im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter erfassen. Mit einem Anteil von etwa zwei Prozent aller Krebsneuerkrankungen stellt Hodenkrebs eine eher seltene Tumorerkrankung dar. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken jedes Jahr rund 5.300 Männer an einem bösartigen Hodentumor. Trotz dieser Seltenheit ist der Hodentumor bedeutsam, weil er vor allem junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren betrifft. Im Frühstadium wird Hodenkrebs praktisch immer geheilt. Selbst in fortgeschrittenen Stadien besteht eine gute Heilungschance.

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Bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) kommt es zu einer Vergrößerung der Prostata. Die BPH betrifft bis zu 60 Prozent der Männer ab dem 50. Lebensjahr. In einem frühen Stadium lässt sich die Erkrankung sehr gut medikamentös behandeln. Bei schwerwiegenden Symptomen wie einer oberen Harnwegsstauung oder bei medikamentös nicht beeinflussbaren Blasenentleerungsstörungen wird eine operative Entfernung der Prostata favorisiert. Es stehen endourologische OPs, Laser-Operationen und offene Operationsverfahren zur Verfügung.

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Harnsteine ( = Nierensteine) finden sich in Deutschland und den westlichen Industrieländern zunehmend und sind mittlerweile eine Volkskrankheit mit der jede/r zehnte Einwohner/in zumindest einmal im Leben konfrontiert ist. Die Ursachen, die zur Harnsteinbildung führen sind ebenso vielfältig wie die Behandlungsmöglichkeiten.

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