5. Januar 2022

Investition in modernste Ultraschalldiagnostik

Neues Niveau der Ultraschalldiagnostik für Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck

Schöneck, 05.01.2022 – Kurz vor Weihnachten wurde das neue Endosonographiegerät und Ultraschallsystem für die Funktionsdiagnostik der Innere Abteilung der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck geliefert. Das neue System ermöglicht es den Gastroenterologen, eine besondere Form der Ultraschalldiagnostik (Sonographie) durchzuführen. 

Die Paracelsus Kliniken investieren in die Zukunft. Um die Versorgung der Patienten noch besser zu gewährleisten, wurden die neuen Geräte mit einem Investitionsvolumen von rund 145.000 € angeschafft. „Wir wollen den Menschen in der Region die bestmögliche wohnortnahe Versorgung bieten. Dabei spielt die Funktionsdiagnostik eine Schlüsselrolle, denn die Ergebnisse der Diagnostik sind bei einer Vielzahl von Erkrankungen unverzichtbar für die Wahl der richtigen weiterführenden Therapie. Von der Anschaffung des neuen Ultraschallsystems profitieren die Patienten fast aller Abteilungen unseres Hauses“, freut sich Klinikmanager Jan Müller

Dr. med. Viktoria Chupina, leitende Oberärztin für Gastroenterologie, hat die Anschaffung dieser neuen modernen Anlage vorangetrieben. „Ich bin froh, dass die Investition von unserer Geschäftsführung genehmigt und schon kurze Zeit später umgesetzt wurde. Mit diesem Gerät der neusten Generation bieten sich unseren Patienten verbesserte und umfangreichere Diagnostikmöglichkeiten. Krebsvorstufen oder Tumore können frühzeitig erkannt werden und entsprechend zeitig behandelt werden. Das neue Gerät erweitert das Leistungsspektrum der Abteilung. Mit dieser Investition können wir die Klinik in Adorf/Schöneck weiter stärken und bieten mit der Anschaffung, unseren Patienten, ab sofort hochspezialisierte Leistungen”, ergänzt die leitende Oberärztin.

Ultraschall der besonderen Form

Bei der Endosonographie handelt es sich um ein Verfahren, das Endoskopie und Ultraschalldiagnostik kombiniert. Diese wird nicht wie üblich von außen durch die Haut, sondern von innen durchgeführt. Sie ähnelt einer Magen-Darm-Spiegelung, liefert jedoch Bilder mit höherer und detaillierterer Auflösung von Organen und Gewebe. Ultraschalldiagnostik besitzt von allen technischen Geräten, die in der Medizin eingesetzt werden, die höchste Auflösung.

Möglichkeiten der Endosonographie

Mit der Endosonographie können Veränderungen an Organen und Geweben der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms diagnostiziert werden. Frühe Tumorstadien und Krebsvorstufen können damit entdeckt und entzündliche Veränderungen von tumorösen Prozessen unterschieden werden. Des Weiteren ermöglicht die Endosonographie die präzise Diagnostik von Pankreaserkrankungen, die nicht selten Tumore bei uncharakteristischen Symptomen frühzeitig erkennen lässt. Auch in der Diagnostik von Gallen- oder Pankreassteinen sowie zur Bestimmung lokaler Ausbreitung tumoröser Prozesse ist die Endosonographie unabdingbar.

Wann kommt die Endosonographie zur Anwendung?

Liegen auffällige Befunde in der Speiseröhre, Magen oder Dünndarm vor, wird durch eine Endosonographie des Magen-Darm-Traktes und der benachbarten Organe und Gewebe wie Bauchspeicheldrüse, Gallenwegsystem, Nebennieren oder Bronchialsystem eine detailgetreue Darstellung ermöglicht. In der Einschätzung von Tumoren ist das von enormer Bedeutung für weitere therapeutische Maßnahmen. Die Endosonographie ist die wichtigste diagnostische Methode zur Diagnostik von Tumoren des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse und der Lunge sowie der Bronchien. Jeder Patient, bei dem ein Tumor in Speiseröhre, Magen, Dünndarm oder Enddarm gefunden wurde, sollte endosonographisch untersucht werden. Durch die Möglichkeit einer gezielten internen Punktion können unklare Befunde oder Raumforderungen komplikationsarm abgeklärt werden. Auch größere postoperative Flüssigkeitsansammlungen z.B. nach Gallenblasenentfernung können endosonographisch entlastet werden.