Patienten-Umfrage
19. November 2021

Moderner Gelenkersatz dank innovativer Roboter-Technologie

Die Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg hat im Mai 2021 als erstes Krankenhaus in Schleswig-Holstein und Hamburg die Roboterarm-assistierte Operationstechnologie Mako® eingeführt. Damit hat die Klinik in Hinblick auf orthopädisch-chirurgische Innovationen und die Patientenversorgung in der Region eine Vorreiterrolle eingenommen.

70. OP innerhalb von 6 Monaten

Nun hat am 15.11.2021 das OP-Team unter der Leitung von Dr. Jürgen Ropers, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie die 70. Knie-Endoprothese mit dem Roboterarm-gestützten Operationssystem absolviert. Die betroffenen Patientinnen und Patienten wünschen sich ausdrücklich die neue OP- Methode. Die orthopädischen Verfahren und speziell die Knie-Endoprothetik entwickeln sich kontinuierlich weiter. Dieser Wandel führt stetig zu verbesserten chirurgischen Ansätzen und Technologien. Die Endoprothetik (Einsetzen eines künstlichen Gelenks) ist ein besonderer Schwerpunkt der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg. Die Einführung der modernen Innovation ist somit eine logische Konsequenz in dem Streben nach bestmöglicher Behandlung unserer Patienten.

„Wir freuen uns sehr, dass das neue System den betroffenen Patientinnen und Patienten eine bessere medizinische Ergebnisqualität und somit eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Nicht nur der deutlich kürzere stationäre Aufenthalt zeichnet die Methode aus, sondern v.a. die besseren funktionellen Langzeitergebnisse und hierdurch eine frühere Wiedereingliederung in den gewohnten Alltag”, kommentiert Jürgen Ropers den Erfolg der neuen Technologie.

Wissenswertes rund um die Technologie MAKO

Was ist Mako®?
Mako® gehört seit 2007 weltweit zu den führenden Roboterarmsystemen bei der hochpräzisen Implantation von Hüft- und Knieprothesen. Weltweit arbeiten bereits mehr als 500 Kliniken mit diesem System und es wurden über 150.000 Gelenkersatzoperationen mit Mako® durchgeführt. Hierbei ist es das einzige System, welches neben der Computernavigation auch die Sägeschnitte am Knochen durchführt. Die Sägeschnitte werden dadurch besonderes Präzise und sind immer auf die individuellen Anforderungen jeder Patientin und jedes Patienten abgestimmt, womit eine ideale Anpassung der Prothese an den Patienten erfolgen kann.

Operiert der Roboterarm?
Nein. Mako® ist ein sehr präzises Instrument, das die komplexe Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch. Der Mako® Roboterarm wird dabei vom Operateur gesteuert und bedient. Da es sich um ein halbautomatisches System handelt behält der Operateur zu jeder Zeit aber die volle Kontrolle über die Operation.

Auf welche Weise unterstützt Mako® den Operateur?
Jede Mako® Operation ist personalisiert und eigens auf die Patientin oder den Patienten zugeschnitten. Anhand einer Computertomographie (CT) vor der Operation erstellt Mako® ein 3D-Modell des Patientengelenks, damit der Operateur die Anatomie analysieren und einen maßgeschneiderten OP-Plan bereits vor der OP erstellen kann. Während der OP wird die natürliche Bandspannung des Gelenkes gemessen und in die Feinplanung der Prothesenposition einbezogen. Danach erfolgen die Roboterarm-assistierten Sägeschnitte am Knochen. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass auch nach Abschluss der Operation die Bänder über den gesamten Bewegungsablauf perfekt gespannt sind und somit dem Gelenk den notwendigen Halt geben können, ohne dabei durch zu hohe Spannung die Beweglichkeit des Gelenkes unnötig einzuschränken. Klinische Studien und unabhängige Prothesenregisterdaten zeigen bessere funktionelle Ergebnisse und niedrigere Revisionsraten für diese Patientinnen und Patienten.

Was spricht für Mako?
Die Vorteile für Patientinnen und Patienten sind:

  • personalisierte Operation mit bislang unerreichter chirurgischer Flexibilität während des Eingriffs ermöglicht dem Operateur, bei Bedarf Feinanpassungen vorzunehmen
  • präziser und genauer chirurgischer Eingriff mit kürzerer Genesungszeit, weniger postoperativen Schmerzen und langlebigere Ergebnisse durch bewährte Prothesenmaterialien von höchster Qualität, kombiniert mit optimierter Platzierung der Implantate.