16. Dezember 2021

Paracelsus-Elena-Klinik blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück

Das Jahr 2021 war ohne Zweifel ein herausragendes und besonderes Jahr für die Paracelsus Elena-Klinik in Kassel. Pandemiebedingte erhebliche Belastungen des regulären Klinikbetriebes und eine umfängliche Weiterentwicklung der Fachklinik verlangten den Beschäftigten der Klinik eine Menge ab.

Klinikmanagerin Dr. Gunda Vahldiek äußert sich dennoch positiv: Kollegialer Zusammenhalt, Professionalität und konsequente Entscheidungen beim Umgang mit den Herausforderungen der Pandemiesituation lassen uns heute auf eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung in 2021 zurückblicken.“

Neues Führungsduo

Mit Dr. Gunda Vahldiek und Werner Murza übernahmen zum 1. April 2021 zwei erfahrene Paracelsus-Führungskräfte gemeinsam die Leitung der Paracelsus Elena-Klinik. Die neue Klinikmanagerin und approbierte Ärztin war zuvor in unterschiedlichen Leitungsfunktionen im Krankenhaus, bei Kostenträgern und in der freien Wirtschaft tätig und steuert nun wegweisende Zukunfts-Projekte in der Fachklinik für Bewegungsstörungen.

Werner Murza übernahm die Pflegedienstleitung der Fachklinik. „Die komplexe Versorgung von Parkinson-Patienten erfordert hoch qualifizierte Pflegekräfte und die habe ich hier an der Klinik vorgefunden. Die Weiterbildung stärken, die Pflege fit machen in der Nutzung digitaler Pflegedokumentation und den ungeheuer professionellen und gleichzeitig familiären Geist dieser Klinik weiter stärken – diese Aufgabe nehme ich täglich sehr ernst“.

David Behnisch, Leiter des Controllings der Klinik, unterstützt das Führungsduo und ist kompetenter Ansprechpartner für die Mitarbeiter im Klinikalltag. Und nicht zuletzt gelang es, trotz eklatantem Fachkräftemangel einen Teil der offenen Stellen in der Pflege zu besetzen.

Erstmals seit vielen Jahren wieder Ausbildung zur Pflegefachkraft möglich

2021 war auch das Jahr, in dem erstmals junge Menschen nach vielen Jahren Ausbildungsabstinenz eine Ausbildung in der Pflege antraten. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir nach nun wieder Pflegefachkräfte in den eigenen Reihen ausbilden können, um ihnen fundierte Grundlagen für ihren späteren Wunschberuf an die Hand geben zu können“, erläutert Werner Murza.

Auszeichnungen als Top-Klinik und Top-Ärztin

Dass der Nachwuchs das Pflegehandwerk in einer der führenden neurologischen Kliniken lernt, beweisen die wiederholten Platzierungen der Fachklinik in den Klinik- und Ärzterankings des Magazins FOCUS: Platz eins der hessischen Fachkliniken für Morbus Parkinson und einen der Spitzenplätze als neurologische Fachklinik bundesweit, außerdem eine gleich doppelte Auszeichnung der Chefärztin Univ.- Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder als Top-Medizinerin für Schlafmedizin und die Behandlung von Morbus Parkinson.

 
Weltweit erste wissenschaftliche Studie über die Wirkung des Fastens
bei Parkinson-Erkrankten

Neben der exzellenten Patientenversorgung genießt die Fachklinik national und international einen hervorragenden Ruf als Forschungszentrum. So startete im Mai 2021 die erste weltweite Studie zur Wirkung des Fastens bei Parkinson, zusammen mit dem Berliner Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Berliner Charité und der Universität Luxemburg.

„Ziel ist es, mittels gezieltem Fasten das Mikrobiom im Darm und Entzündungsprozesse im Blut so zu verändern, dass die Erkrankung positiv beeinflusst wird,“ erklärt die Studienleitung Oberärztin Univ.-Prof. Dr. Brit Mollenhauer. Denn bei Erkrankungen, die mit Entzündungsprozessen einhergehen, kann das ärztlich begleitete Heil- oder Intervallfasten sogar zu einer Linderung der Beschwerden beitragen.

Mediterrane Küche für Patienten und Mitarbeiter
Nahezu zeitgleich zum Start der Fastenstudie setzte die Paracelsus-Elena-Klinik mediterrane Küche für Patienten und Mitarbeitende auf den Speiseplan. Denn die Ernährung aus dem Mittelmeerraum mit viel Obst, Gemüse, pflanzlichen Ölen und wenig Fleisch senkt das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung bzw. verbessert den Verlauf der Erkrankung. Die mediterrane Essenslinie auf dem Speiseplan kommt bei Patienten und Mitarbeitenden gleichermaßen gut an

Die Weichen in der Paracelsus Elena-Klinik stehen auf Zukunft

Nach 2,5 jähriger Bautätigkeit und einer Investitionssumme in Höhe von 24,7 Mio Euro bei 8,8 Mio Euro Fördervolumen des Landes Hessen geht in Kürze die Klinikerweiterung an den Start. Größer, moderner, innovativer heißt es dann ab dem Jahreswechsel. Ein nahezu nahtloser Einzug in die neuen, modernen Räumlichkeiten bedarf einer umfangreichen Planung, da der laufende Patientenbetrieb in den bisherigen Räumlichkeiten aufrechterhalten wird. Bis zur finalen Inbetriebnahme weiten sich sukzessive die drei Ebenen vom Bestandsbau bis zum neu errichteten Anbau aus. Auch werden Gesundheits- und Krankenpfleger*innen für die Patientenversorgung auf den erweiterten Ebenen gesucht.

Ab dem nächsten Quartal wird außerdem ein neues 3 Tesla-MRT (Kernspintomographie) im Klinikneubau für stationäre Patienten zur Verfügung stehen, Krankentransporte für eine MRT-Diagnostik gehören damit der Vergangenheit an.

Durch einen stärkeren Magneten ist das 3-Tesla-MRT bei der Bildgebung sehr viel hochauflösender, was viele Vorzüge bietet. Die Untersuchung ist genauso unbedenklich wie bei den weit verbreiteten 1,5 Tesla-Geräten.

Im Ergebnis verbindet die Paracelsus-Elena-Klinik dank technischem Fortschritt eine hochwertige medizinische Versorgung mit einer erhöhten Bettenkapazität. „Die Paracelsus Elena-Klinik ist für die Zukunft gut gerüstet – dank exzellenter Medizin und Pflege und einem international vernetzten Forscherteam können wir die Geschichte der ältesten Fachklinik für Bewegungsstörungen in Deutschland auch in 2022 weiter fortschreiben.