31. August 2022

Rauchen fördert Blasenkrebs

Etwa sechs Millionen Menschen sterben nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit jedes Jahr durch Tabakkonsum. In Deutschland sind jedes Jahr etwa 120.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen, dies entspricht jedem siebten Todesfall. Auch Blasenkrebs ist oft auf das Rauchen zurückzuführen.

Tabakkonsum steht im Zusammenhang mit vielen Krebserkrankungen, Lungenkrebs ist lediglich der „prominenteste“. Auch für die Entstehung urologischer Tumoren ist das Tabakrauchen vielfach mitverantwortlich. Insbesondere bei Blasenkrebs stellt Rauchen den größten Risikofaktor dar. In Deutschland erkranken jährlich 30.000 Menschen an einem bösartigen Tumor der Harnblase. Blasenkrebs ist bei Männern die zweithäufigste urologische Krebserkrankung.

Rauchen fördert erheblich die Entstehung urologischer Tumoren – auch von Blasenkrebs

„Viele Menschen wissen nicht, dass das Rauchen eine der Hauptursachen für die Entstehung von Blasenkrebs ist“, erklärt Dr. med. Frantisek Kunec, Oberarzt der Paracelsus Klinik Düsseldorf Golzheim. „Und weil Harnblasenkarzinome zunächst keine Beschwerden verursachen, wird der Tumor oft erst spät oder über einen Zufallsbefund erkannt“, so der Leiter des Blasenzentrums der urologischen Fachklinik weiter.

Gute Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung

Wie bei den meisten Krebserkrankungen gilt auch für Blasenkrebs: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Bei 75 Prozent der betroffenen Patienten wird der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt und hat daher eine sehr gute Prognose: Wenn Blasenkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, sind die Heilungschancen gut; allerdings bilden sich oft Rezidive, das heißt, der Blasenkrebs kann wieder auftreten. „Wer trotzdem weiter raucht, verdoppelt sein Risiko, dass das Blasenkarzinom erneut auftritt“, erklärt Oberarzt Dr. med. Frantisek Kunec.

Ganzheitliche Behandlung bei onkologischen Patienten besonders wichtig

Die Paracelsus Klinik Düsseldorf Golzheim ist als Fachklinik für Urologie spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung urologischer Erkrankungen. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Behandlung von Erkrankungen der Blase. Im Blasenzentrum der Klinik werden jährlich mehr als 800 Patienten mit Tumoren in der Harnblase behandelt. Wichtig ist den Fachärzt*innen die ganzheitliche Behandlung der Patienten – dazu gehört neben Diagnose und Therapie auch die ambulante Blasensprechstunde (mit Überweisung eines niedergelassenen Urologen).